(openPR) Verband unterstützt Anträge von Grünen und FDP/ Privatschulen entlasten den Landeshaushalt
„Der Verband Deutscher Privatschulen begrüßt die Initiativen von Bündnis90/ Die Grünen und der FDP im schleswig-holsteinischen Landtag, die geplanten Haushaltskürzungen für Privatschulen zurückzunehmen“, sagte Dr. Georg M. Wiechelmann, Landesvorsitzender des VDP in Schleswig-Holstein mit Blick auf die Anträge beider Fraktionen zur Änderung des Schulgesetzes. Das zu Jahresbeginn vom Landtag beschlossene neue Schulgesetz sieht Kürzungen bei den freien Schulen in Höhe von mindestens 800.000 EUR ab dem kommenden Haushaltsjahr vor.
Das Land Schleswig-Holstein ist bundesweites Schlusslicht bei der Zahl der Schüler an freien Schulen. Im allgemein bildenden Bereich besuchten im vergangenen Schuljahr 2006/2007 nur knapp 2 Prozent aller Schüler eine Schule in freier Trägerschaft. Zusammen mit den Schulen der dänischen Minderheit sind es etwa 3,5 Prozent. Im Bundesdurchschnitt werden Privatschulen von knapp 7,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler besucht. Im Durchschnitt der OECD-Staaten sind es sogar 15,2 Prozent.
„Die Kürzungen treffen die Schüler und Eltern“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer des VDP Nord. „Da die Höhe des staatlichen Finanzausgleichs direkten Einfluss auf die Höhe der Schulbeiträge an den zumeist gemeinnützigen Schulen hat, wird der von der OECD kritisierte Zusammenhang von Einkommen und Bildungserfolg noch verstärkt. Die Schulen werden gezwungen, nicht mehr verfassungskonforme Schulbeiträge zu erheben.“ Schneider weiter: „Das Schulgesetz geht von dem überholten Bild eines Privatschulunternehmers aus, dem die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die Risiken der Privatschulgründung zugemutet werden können. Es übersieht dabei, dass freie Schulen heute von engagierten ‚Gründungseltern’ geführt werden, deren Ziel es ist, den Kindern bessere Bildungschancen einzuräumen und dabei auch auf individuelle Begabungen und Interessen kindgerecht Rücksicht zu nehmen.“
Dass Schulen in freier Trägerschaft den Landeshaushalt dabei sogar entlasten, hat das renommierte Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seiner im März dieses Jahres veröffentlichten Studie ‚Privatschulen in Deutschland’ ausgerechnet. Durch die ungleiche Finanzierung von Schülern an staatlichen und freien Schulen, spart das Land Schleswig-Holstein in jedem Jahr im Durchschnitt pro Schüler etwa 2.300 EUR ein, insgesamt sind das rund 15 Mio. EUR allein bei den allgemein bildenden Schulen. Rechnet man die beruflichen Schulen dazu, verdoppelt sich der Entlastungseffekt auf mehr als 30 Mio. EUR. „Dabei werden viele Kosten noch gar nicht berücksichtigt.“, so Schneider.
Schneiders Fazit: „Mit Blick auf die internationalen und nationalen Studien sollte sich das Land nicht den fragwürdigen Luxus leisten, auf Methodenvielfalt und einen pädagogischen Wettbewerb zwischen den Schulen zu verzichten. PISA hat festgestellt, dass es einen engen Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und Schulautonomie gibt. Das wissen auch die Eltern.“
K O N T A K T
Verband Deutscher Privatschulen
VDP Nord e.V.
Christian Schneider
Landesgeschäftsführer
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