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Für Holz hat die Zukunft schon begonnen

30.11.200714:35 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) Die Ausstellung ZUKUNFT HOLZ gewährt Einblicke in die Forst- und Holzwirtschaft. Interaktiv macht sie Unbekanntes erlebbar.

Bonn, 30. November 2007 - Wachstum garantiert! Die nachhaltige Forstwirtschaft gewährleistet, dass in Deutschland nicht mehr Holz geerntet wird als nachwächst. Bei planvoller Bewirtschaftung wird sich die Ressource Holz also nie erschöpfen. Doch nicht allein deshalb ist Holz der Rohstoff der Zukunft. Die Holzforschung bringt stets neue Innovationen bei Produkten und Verarbeitungsverfahren hervor, die die Einsatzmöglichkeiten des Rohstoffs noch erweitern. Das macht Holz zu einem gefragten Material für moderne Architekturprojekte. Für viele Menschen ist auch ihre persönliche Zukunft eng mit dem nachwachsenden Werkstoff verknüpft: Denn in Deutschland ist die Forst- und Holzbranche der größte Arbeitgeber im produzierenden Gewerbe.

ZUKUNFT HOLZ, eine Ausstellung des Holzabsatzfonds, bietet auf der Internationalen Grünen Woche Berlin vom 18. bis 27. Januar in der Halle 4.2 „Multitalent Holz“ spannende Ein- und Ausblicke in das zukunftswei-sende Potenzial des Rohstoffs. Durch ihr interaktives Konzept vermittelt die Ausstellung nicht allein Information, sondern macht sie praktisch erlebbar. Besucher können beispielsweise an einem überdimensionalen Tischkicker spielen. Sie können gezielt eine Lichtinstallation beeinflussen oder an einer Glaskugel eine filmische Reise in die Zukunft der Holzverwendung antreten. Touch-Screens, also allein durch Berührung steuerbare Computerterminals, erlauben es, die Themen der Ausstellung individuell zu vertiefen.

• ZUKUNFT HOLZ lässt den Wald mitten in der Messehalle wachsen, zumindest symbolisch. Vierzig 1,80 Meter lange Röhren aus Baumwollstoff gestalten und gliedern die Ausstellung auf dem rund 300 Quadratmeter großen Stand des Holzabsatzfonds. Die so genannten Tubes erinnern auf abstrakte Weise an kräftige Baumstämme.

• Aufgehängt sind die Baumwoll-Röhren an einer vier Meter hohen Trä-gerkonstruktion, die der Ausstellung ihre Struktur verleiht. Den Jahresringen eines Baumes gleich überspannen die konzentrischen Kreise mit einem Durchmesser von zehn Metern die verschiedenen Aus-stellungsexponate. Ein pulsierender Lichteffekt, der die Ringe von innen nach außen beleuchtet, stellt das Dickenwachstum eines Baumstamms dar. Die Konstruktion aus Brettschichtholz wird von zwölf Stützen aus Tannen- und Fichtenholz getragen.

• Spielerisch können die Besucher die Stärke der Mannschaft „Forst & Holz“ an einem überdimensionalen Kicker aus Buchenholz erfahren. Die Branche ist einer der führenden Wirtschaftszweige in Deutschland. Sie beschäftigt rund eine Million Menschen in 160.000 Betrieben, die einen jährlichen Umsatz von knapp 115 Milliarden Euro erwirtschaften. Damit hat sie mehr Beschäftigte als die Automobilindustrie und erzielt einen höheren Umsatz als die Elektrobranche. An dem 5,20 Meter langen Kickertisch wird diese „Spielstärke“ durch die Überzahl der Mannschaft „Forst & Holz“ offensichtlich. Viele zusätzliche Informationen über die einzelnen Zweige der Branche – etwa die Säge-, Verpackungs- oder Möbelindustrie – werden an einem Computerterminal bereitgestellt.

• Tischtennisbälle werden beim Ausstellungsmodul „CO2-Kreislauf“ zu Kohlenstoffmolekülen und verdeutlichen die Speicherwirkung des Holzes. Denn während ihres Wachstums nehmen Bäume klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre auf und binden es als Kohlenstoff in ihrer Biomasse. Durch die Verwendung von Holz wird diese Speicherwirkung verlängert und eine Klimaentlastung ermöglicht. Schätzungsweise 334 Millionen Tonnen Kohlenstoff sind in Holzprodukten in Deutschland gespeichert. Das entspricht 1,22 Milliarden Tonnen CO2. Durch die Steigerung des Verbrauchs von Holzprodukten wurden der Atmosphäre seit den 90er-Jahren jährlich bis zu 6,7 Millionen Tonnen Kohlenstoff entzogen. In der Ausstellung symbolisieren drei unterschiedlich lange Acryl-Ringe die CO2-Kreisläufe bei Verrottung, thermischer Verwertung und Holzverwendung: Je länger der Ball unterwegs ist, desto länger die Speicherwirkung. Ein weiteres Infoterminal liefert zusätzliches Hintergrundwissen zu Treibhauseffekt, Ökobilanz und Photosynthese. Es beantwortet beispielsweise die Frage: Wie viel CO2 speichert ein Holzhaus?

• Im Bau- und Werkstoff Holz steckt auch in technischer Hinsicht die Zukunft. In einer großen Glaskugel können die Besucher Anwen-dungsbeispiele dafür sehen, wie der natürliche Rohstoff zukunftsweisend genutzt wird. Holzinnovationen wie Flüssig- oder Thermoholz werden in einem Kurzfilm ebenso thematisiert wie Paradebeispiele aus der Architektur und dem Ingenieurbau: Etwa die Landesvertretung NRW in Berlin oder die mit 225 Metern längste Holzbrücke Europas, der „Drachenschwanz“ auf dem Bundesgartenschaugelände Gera/Ronneburg.

• Jährlich wachsen in Deutschland rund 120 Millionen Kubikmeter Holz nach. Der Zuwachs pro Sekunde entspricht damit einem Würfel mit einer Kantenlänge von 1,56 Metern. Einem solch gigantischen Zuwachswürfel sieht sich der Besucher der Ausstellung gegenüber. Der Würfel ist nicht nur sehr ästhetisch mit sechs unterschiedlichen Holzarten furniert, sondern trägt zugleich modernste Technik in sich. Ein weiteres Touch-Screen-Terminal informiert über die nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland. Bereits vor knapp 300 Jahren wurde dieses Prinzip von deutschen Forstleuten erstmals benannt und seitdem stetig weiterentwickelt. Welche waldbaulichen Maßnahmen es gibt, wie naturnaher Waldbau funktioniert und dass verantwortungsvolle Bewirtschaftung dem Ökosystem Wald und der Artenvielfalt zugutekommt, erklären die verschiedenen Info-Einheiten des Terminals.

• Die praktische Umsetzung der nachhaltigen Forstwirtschaft veran-schaulicht eine Bodenanimation. Betritt der Besucher eine Fläche, verschwindet ein auf diese Stelle projiziertes Baum-Bild, ganz so, als ob der Baum geerntet würde. An anderer Stelle erscheint das Bild neu. Genauso funktioniert die nachhaltige Waldbewirtschaftung, denn für jeden entnommenen Baum wächst ein neuer nach. Generationen übergreifendes Denken und Handeln garantiert den ungefährdeten Fortbestand unserer Wälder.

ZUKUNFT HOLZ ist vom 18. bis zum 27. Januar 2008 auf der Internatio-nalen Grünen Woche in der Messe Berlin zu sehen. Die Ausstellung ist Teil der Sonderschau „Multitalent Holz“ (Halle 4.2), mit der sich die Forst- und Holzbranche zum zweiten Mal präsentiert. Speziell für Schulklassen wird eine Wissensrallye angeboten. Organisatorische Informationen erhalten Besucher unter www.multitalent-holz.de, thematische Erläuterungen sowie Broschüren-Begleitmaterial unter www.infoholz.de.

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