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Südafrika: Halb voll oder halb leer?

19.11.200713:26 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Kapstadt, den 01.11.2007 - Von Statistiken wird gesagt, sie seien wie Bikinis: Man könne viel sehen, Wesentliches werde aber verdeckt. Kein Wunder also, dass Politiker gerne mit statistischem Zahlenmaterial vermeintliche Erfolge belegen, die bei näherer Betrachtung aber eher ein Schuss in den Ofen sind. Oder doch zumindest die Frage aufwerfen, ob das Glass nun schon halb voll oder doch immer noch halb leer ist.



Das Statistische Amt von Südafrika hat jüngst eine Erhebung veröffentlicht, die unterschiedlich interpretiert werden kann. Im Februar 2007 hatte die Behörde mit der Community Survey 2007 begonnen. 949.105 Personen in 246.618 Haushalten (alle repräsentativ für die hiesige Bevölkerung, also auch unter Einschluss der Weissen) sind zu verschiedenen Bereichen erfasst und befragt worden. Wenn man sich die wichtigsten Resultate betrachtet, könnte man glatt annehmen, sie würden aus einem der Armenhäuser dieser Welt stammen und nicht aus dem wirtschaftlichen Powerhouse Südafrika. Was soll man davon halten, dass im Südafrika des Jahres 2007 folgende Zustände amtlich belegte Realität sind?

• 29,5% aller Menschen (das sind fast 15 Millionen!) leben in Behelfsunterkünften, jenen Blechhütten, die auf Touristenfotos oft einen folkloristischen Charme ausstrahlen, den die Benutzer meist gar nicht verspüren.

• 27,7% der Bevölkerung über 20 Jahre haben das Matric (das vom Niveau deutlich unter dem deutschen Abitur liegt, weshalb die Wenigsten damit einen Hochschulzugang erhalten); 26,3% haben keine Schule besucht oder die Grundschule (sieben Jahre) nicht abgeschlossen.
• 15,7% der Haushalte besitzen immerhin einen Computer, aber nur 7,3% haben Zugang zum Internet.

• 20,0% aller Wohnungen haben keine Elektrizität und nur 60,4% eine Toilette mit fliessendem Wasser; eine Müllentsorgung wenigstens einmal in der Woche gibt es für 60,1% der Haushalt; wo der Rest seinen Müll entsorgt, lässt sich schnell erkennen, wenn man einmal in die Armenviertel getraut hat.

Die Regierung ist entzückt über die Findungen des Statistischen Amtes, weil
die Zahlen durchaus belegen, dass es Fortschritte gegenüber den letzten Erhebungen gegeben hat. Armut, Elend und Unterversorgung sind statistisch gesehen zurückgegangen. Der Nährboden für Kriminalität, soziale Spannungen und gesellschaftliche Instabilität ist aber immer noch so fruchtbar, dass man das Ticken einer Zeitbombe nicht mehr überhören kann.

Es bleibt eine Frage des Standortes, ob man nun von einem halb vollen oder halb leeren Glas ausgehen kann.

Artikel: Dr. Günter Pabst

Artikel unter: http://www.capetown-online.com/index.php?id=184,3304,0,0,1,0

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