(openPR) proKlima-Bewilligungen fast verdoppelt
So groß war die Nachfrage noch nie - energiesparende Passivhäuser liegen im Trend. Der enercity-Fonds proKlima bewilligte in diesem Jahr Fördermittel für insgesamt 50 Passivhäuser. Im letzten Jahr lag diese Zahl noch bei 26, 2005 sogar nur bei 13 Häusern. Auch das Interesse ist groß: Rund 700 Besucher sahen sich beim vierten Passivhaustag in der Region Hannover die 17 zu besichtigenden Häuser am zweiten Novemberwochenende an. "In den Vorjahren waren die Besucher der Passivhaustage oft nur neugierig auf die Zukunftshäuser", berichtet proKlima-Geschäftsführer Matthias von Oesen. Mittlerweile planten viele der Interessenten konkret, ein Passivhaus zu bauen. "Deshalb rechnen wir damit, dass sich der positive Trend fortsetzt", ergänzt von Oesen. Aktuell verzeichnet der enercity-Fonds allein in seinem Fördergebiet mehr als 150 realisierte Passivhaus-Wohneinheiten.
Attraktive Zuschüsse von proKlima und zinsverbilligte Förderkredite der KfW Förderbank machen die Entscheidung für ein Passivhaus noch leichter. Informationen hierzu und fachliche Tipps bekommt man bei proKlima montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer (0511) 430-19 70. Zudem informiert eine neue Internetseite des enercity-Fonds über den innovativen Baustandard: Unter www.passivhaus-plattform.de erhalten Bauinteressenten und Hauseigentümer alle wesentlichen Informationen zum energiesparenden Bauen. Die proKlima-Zuschüsse gibt es für Maßnahmen im Gebiet der Städte Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze.
Neue Energiespar-Messe
Eine weitere gute Möglichkeit, sich über Passivhäuser zu informieren, besteht am kommenden Wochenende: Dann findet die neue Messe Energiespartage 2007 im Hannover Congress Centrum (HCC) statt. Vom 16. bis 18. November präsentieren rund 80 Aussteller intelligente Lösungen für zukunftsfähige Energiestandards bei Alt- und Neubauten. Im Internet gibt es unter www.heckmanngmbh.de/EnergieSparTage weitere Informationen. Die Partner der Messe sind neben dem Energie- und Umweltzentrum am Deister der enercity-Fonds proKlima sowie die Klimaschutzagentur Region Hannover.
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Das Passivhaus-Prinzip
Das Passivhaus ermöglicht komfortables Wohnen ohne konventionelle Heizung. Es verbraucht rund 80 Prozent weniger Heizwärme als ein Neubau nach den derzeitigen gesetzlichen Vorgaben. Besondere Fenster und eine luftdichte Hülle aus hochwirksamen Dämmpaketen in Außenwänden, Dach und Bodenplatte schließen die Wärme schützend ein. Auch das Nutzen passiver Wärmequellen wie einfallende Sonnenstrahlen ist typisch für das Passivhaus-Konzept. Der Bedarf an aktiv erzeugter Heizwärme ist nicht auf Null reduziert, aber so gering, dass ein separates Heizkörpersystem nicht mehr erforderlich ist. Man spricht von einem Passivhaus, wenn der Jahresheizenergiebedarf unter 15 Kilowattstunden im Jahr pro Quadratmeter liegt (entspricht etwa 1,5 Litern Heizöl pro Quadratmeter im Jahr). Dieser geringe Restwärmebedarf wird über die Zuluft einer Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung bereitgestellt. Die Restwärmeerzeugung erfolgt zum Beispiel durch kleine effiziente Wärmepumpen, Gas-Brennwertgeräte oder raumluftunabhängige Holzpelletöfen.
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