(openPR) Passivhäuser gefragt: Briten erneut zu Gast bei proKlima
Beim energiesparenden Bauen hat Hannover die Nase vorn. Die hiesigen Projekte stoßen sogar international auf großes Interesse: Am 29. und 30. Januar 2008 informierten sich diesmal rund 40 britische Teilnehmer einer „Passivhaus Study Tour“ über die in Hannover realisierten Projekte und Konzepte. Der enercity-Fonds proKlima organisierte das Programm vor Ort. Zu den Teilnehmern gehörten Politiker, Firmenchefs, Architekten und Mitarbeiter von Wohnungsunternehmen.
In ganz Europa ist mittlerweile ein Trend zu mehr Passivhäusern im Alt- und Neubau festzustellen. „In vielen EU-Ländern laufen Planungen, Passivhäuser ab 2015 als Standard vorzuschreiben“, berichtet proKlima-Geschäftsführer Matthias von Oesen. Großbritannien geht einen konsequenten Weg: Bereits ab 2013 wird dort ein Baustandard verpflichtend eingeführt, der sich eng an den Passivhausstandard anlehnt. Ab 2016 sollen dann nur noch Nullemissionssiedlungen errichtet werden, die bilanziell keinerlei Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid verursachen. „Mit Passivhäusern als Basis lässt sich das am einfachsten erreichen“, meint von Oesen. In England gibt es zwar erste Passivhäuser, doch ist der innovative Baustandard dort noch deutlich weniger verbreitet als in Deutschland – wenngleich das Interesse stark wächst. „Darin liegt natürlich auch die Chance für die hiesige Wirtschaft, ihre für Passivhäuser entwickelten Produkte und Dienstleistungen vermehrt auch international zu vermarkten“, so von Oesen. Als Impuls hierzu fanden während der „Passivhaus Study Tour“ Treffen der britischen Experten mit Vertretern der regionalen Klimaschutzwirtschaft sowie mit Herstellern von Passivhauskomponenten statt.
proKlima international vernetzt
Veranstalter der Studienreise war die britische Forschungseinrichtung „Building Research Establishment“ (BRE). Die Mitarbeit von proKlima beim EU-Projekt „Promotion of European Passive Houses“ (PEP) und die zahlreichen hannoverschen Anschauungsbeispiele veranlassten BRE, sich für Hannover erneut als Exkursionsort zu entscheiden. Im letzten Jahr kamen bereits rund 150 britische Experten in die Leinestadt. „Die gerade beendete ‚Passivhaus Study Tour’ war nicht die letzte nach Hannover“, ist sich von Oesen sicher.
Das Interesse der britischen Fachleute am Passivhausstandard ist begründet: Denn ein Passivhaus verbraucht rund 80 Prozent weniger Heizwärme als ein Neubau nach den derzeitigen gesetzlichen Vorgaben. Gleichzeitig ist der Wohnkomfort wesentlich höher. Dank des geringen Heizenergieverbrauchs leisten Passivhäuser einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
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