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Kreuzfahrtschiffe als SeniorenGenossenschaften?

(openPR) Was wie ein makabrer „April-Scherz“ klingt, ist sinngemäß bereits bittere Wahrheit geworden: Alten- und Pflegeheimaufenthalte sind tendenziell unbezahlbar geworden, so das Resümee einer Konferenz von Experten, Wohnungsbaugenossenschaften, Vertretern von SeniorenGenossenschaften, anlässlich einer überregionalen Fachkonferenz zum Thema „Bezahlbare und menschenwürdige Formen des Lebens und Wohnens im Alter“, zu dem das VerbändeNetzwerk menschen-machen-wirtschaft (mmw e.V.) nach Berlin eingeladen hatte.



In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden eingehend bestehende Formen beurteilt, über bestehende moderne Modell berichtet und neue Modelle – aus der Sicht der Betroffenen - entwickelt.

Einig war man sich beinahe einstimmig, dass Alten- und Pflegeheime als die am wenigsten gewollte und akzeptable Form fürs Alter sind und dies nicht nur aus Kostengründen.

Der Vertreter einer Seniorengenossenschaft brachte es auf den Punkt: „Es ist preiswerter als Pflegebedürftiger auf einem modernen Fahrgastschiff für einen Monat zu buchen, als einen Monat in einem Pflegeheim zu verbringen“. Dieser – vielleicht nicht ganz zulässige Vergleich – bringt die Kostensituation jedoch auf den Punkt: Pflegeheim sind für die meisten älteren Menschen unbezahlbar geworden!

Hans Nollau (Vorstand im VerbändeNetzwerk) ergänzte den Zahlenvergleich: Durchschnittlich kostet ein Platz in einem Alten- oder Pflegeheim pro Tag ca. 200.- EU (so laut Angaben aus dem Ministerium von Ulla Schmidt). Auch unter Berücksichtigung einer relativ guten Rente und den Zuzahlungen der Pflegeversicherung (Stufe 3) ist das verfügbare „Gesamteinkommen“ des Betroffenen nicht höher als täglich ca. 90 bis 100.- EU. Es besteht also eine Finanzierungslücke von ca. 50 % (!!!)Vergleicht man das „Angebot“ eines durchschnittlichen Alten- oder Pflegeheims mit den Angeboten des Luxuskreuzschiffes „AIDA“, dann kostet dort der Tag nur 135.-, was eine Ersparnis von 65.- EU pro Tag bedeutet, ganz abgesehen von dem übrigen Service auf Höchstniveau.

Klaus Hansmann, Aufsichtsrat einer Wohnungsbaugenossenschaft, spezialisiert auf alten- und behindertengerechtes Wohnen, sprach von gelungenen Gemeinschaftsprojekten mit Seniorengenossenschaften. Dort ist es durch Gemeinschaftshandeln bereits in der Planungsphase gelungen, nicht nur die potenziellen Bewohner einzubeziehen, sondern auch die SeniorenGENO als Betreiber einer Anlage für betreutes Wohnen zu gewinnen. Dieser SeniorenGENO ist so z.B. gelungen, gute Betreuungsleistungen preislich so zu gestalten, dass nicht nur Auskömmlichkeit erreicht wird, sondern sogar für die Betroffenen – wenn auch noch zu wenig, aber gleichwohl – Geld übrigbleibt. Vor allem aber gibt es dort „Wohlfühlen“, „gute Kommunikation“ und „Kontinuität beim Personal“.

Ein Sprecher der Arbeitsgruppe „Selbstbestimmt wohnen und leben“, berichtete, dass zahlreiche Alten- und Pflegeheime offensichtlich nur noch „Deutsch als Fremdsprache“ praktizieren, was meint, dass alle 3 Monate wesentliche Teile des Personals ausgetauscht werden. Dieses „Rotationsverfahren“ wird inzwischen wohl professionell in Deutschland und den betroffenen Ländern organisiert. Auch diesbezüglich seien Formen des betreuten Wohnens in Verbindung mit SeniorenGENOS sicherlich vorteilhafter, weil selbstbestimmt.

Für das VerbändeNetzwerk fasste Gerd K. Schaumann (Vorstand) das Ergebnis der Tagung zusammen:

· Die Politik steht vor einer „Schwerstaufgabe“, zumindest in den Kommunen scheint man sich der Dramatik der Probleme noch längst nicht bewusst zu sein.
· Wir benötigen dringend der Allianz aller Gruppen, sowie der Einbeziehung einer gehörigen Portion von Selbsthilfe- und Selbstverantwortungsbewusstsein, wie dies durch zahlreiche Senioren GENOS bereits praktiziert wird.
· Es gibt bereits vorbildliche Modelle, die zeigen, dass „Alter“ kein Problem sein muss, sondern als Chance begriffen werden kann, sozial, familienpolitisch, wohnungspolitisch und sogar wirtschaftspolitisch.
· Ein „weiter so“ will eigentlich längst keiner mehr. Abgesehen, dass 95% der Menschen einen Platz in einem Alten- oder Pflegeheim „dankend zurückweisen“, macht es auch keinen Sinn, wenn Ersparnisse, Renteneinkommen, Riester- und andere Renten-Zusatz-Modelle nicht nur nicht ausreichen, sondern die Familie oder die Sozialhilfe mit Unterhaltsleistungen fast zu 50% „zuschießen“ müssen.
· Das Thema wäre jedoch zu kurz gegriffen, es lediglich als „Problem der Älteren“ zu sehen. Auch die jüngere Generation ist bereits betroffen. Gerade konnte man „durchatmen“, weil der Unterhalt für die Kinder fortgefallen war, muss man sich jetzt mit der Frage des Unterhalts für die Eltern befassen.
· Aber es geht längst um mehr als nur um Finanzierungsfragen. Die „neuen Alten“ stellen Sinn- und Wertfragen. Sie wollen leben und aktiv sein. Da liegt die Chance zur Selbstorganisation, und das sogar „generationenübergreifend“.
· „Wohnen und Leben im Alter“ kann auch als wirtschaftliche Chance begriffen werden, ist ein interessanter Marktplatz z.B. für Hausbau, Umbau und Ausstattung, sowie Tourismus, Gesundheit und Weiterbildung.

Die Veranstaltung wurde als wichtiger Einstieg in den „selbstorganisierten Umstieg“ gewertet. Einig war man sich darin, zur nächsten Konferenz im 1.Quartal 2008 (Kassel oder Magdeburg) vermehrt Unternehmer einzuladen, weil man von dort nicht nur wichtige Anregungen für die Gestaltung innovativer Modell und Konzepte erwartet, sondern zu einer Vernetzung aller relevanten Gruppen kommen möchte, die zur Lösung beitragen können. Diesem Netzwerk „Alter-Aktives Wohnen und Leben“ sollen insbesondere Verbände, SeniorenGENOS, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen, Wohnungsbauern und Wissenschaftlern, sowie insbesondere Kommunalpolitiker angehören.

Es macht keinen Sinn und klingt wenig nach Erfolg – so Nollau – wenn wir unseren Senioren Lösungen anbieten, die heißen, dass Erlebnisferien in der Karibik preiswerter sind, als Betreuungsplätze für Senioren. Bleibt die Hoffnung, dass solche Vergleiche zu dem dienen, wofür sie nützlich sein können: Zu einer Wegbegradigung im Sozialsystem, hin auf mehr Teilhabe der Betroffenen, kurzum: „Mehr Mut zur Subsidiarität“



Informationen zum SenGENO-Konzept bzw. zur Ausbildung zum SenGENO-Berater sind erhältlich über www.menschen-machen-wirtschaft.de (E-Mail).

VerbändeNetzwerk
menschen-machen-wirtschaft (mmw e.V.)

Wasserstadt 16-18
06844 DESSAU-Roßlau

Tel.: 0340 / 220 24 24

mail: E-Mail
web: www.menschen-machen-wirtschaft.de

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