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Seniorengenossenschaften – und die Kommunen werden lebendiger

(openPR) Von wegen „Altersruhe“ – eher wäre von einer „Seniorenbewegung“ zu reden, freut sich der Vorstand des VerbändeNetzwerkes menschen machen wirtschaft (mmw e.V.). Der Grund: Die dem Netzwerk angeschlossenen Genossenschaftsverbände haben dafür ein spezielles Konzept (SenGENO) entwickelt. SenGENO beihaltet alles, was zur Gründung, dem Betrieb, der Entwicklung und den vielfältigen (möglichen) Aufgaben einer Seniorengenossenschaft in einer Kommune gehören kann.



Über SenGENO wurden jüngst gezielt Multiplikatoren informiert. Dazu zählten vor allem Gemeinden, Landkreise, Städte, Sozialverbände, Sportvereine und Kirchen. Ziel der Information war es vor allem die Senioren in den Kommunen frühzeitig auf Möglichkeiten der Selbstorganisation ihres künftigen Lebens und Wohnens in „ihrer“ Gemeinde aufmerksam zu machen.

SenGENO ist ein Konzept, das vor allem:

· mittels kommunaler Seniorengenossenschaften die ältere Bevölkerung aktiv einbeziehen will, wenn es darum geht, im Alter den Umzug in Pflege- oder Altenheime zu verhindern.

Darüber hinaus bieten SenGENOS weitere interessante wirtschaftliche, soziale und politische Möglichkeiten, um die vielfältigen Erfahrungen der Menschen aus ihren früheren Berufsleben sinnvoll zu nutzen.

Um dies zu erreichen, ist das SenGENO-Konzept modular aufgebaut. Damit können gezielt die Interessen der Mitglieder einer SenGENO berücksichtigt werden. Gerd K. Schaumann vom Vorstand des Netzwerkes verweist auf die Auswertungen aus zahlreichen Gesprächen mit Gründern und potenziellen Gründern von SenGENOs: „ Die älteren Menschen sind erfreulich selbstbewusster, als gemeinhin unterstellt. Es ist oft erstaunlich, wie klar sie wissen, was sie wollen und was für sie das Richtige ist. Deshalb gibt es bei SenGENO auch keine Standardlösungen, sondern lediglich modulare Optionen, aber davon einen breitgefächerten „Blumenstrau?. Die Menschen müssen sich also nicht an SenGENO anpassen, sondern SenGENO muss sich an die Möglichkeiten und Interessen der Betroffenen anpassen.

In einigen Gemeinden – besonders in Sachsen-Anhalt und Brandenburg – sind bereits Seniorengenossenschaften nach dem SenGENO-Konzept in Gründung bzw. werden vorbereitet. Meist ging die Initiative von den Senioren aus, oftmals haben aber auch engagierte Bürgermeister, Vertreter aus Parteien, Vereinen oder den Kirchen vor Ort zu Informationsveranstaltungen eingeladen.

Es gibt zunehmend mehr Gemeinden, die erkannt haben, wie wichtig ein direkter Ansprechpartner in Form einer SenGENO ist. In einigen Fällen beraten inzwischen die „jungen Alten“, die Politiker in Seniorenfragen, informieren ihre Mitbewohner im Ort über Fragen der Pflegeversicherung oder organisieren schlicht „Orte für Kommunikation“, sind also ein echter Aktivposten geworden.

Von wegen, „Altersruhe“ stöhnte ein Bürgermeister schmunzelnd und bringt es auf den Punkt: „Ich hätte nie gedacht, wie viel PS so mancher Rolator-Fahrer mobilisieren kann...“

Auch politisch hat SenGENO eine wichtige Funktion. Die jüngst von Kanzlerin Merkel angestoßene Debatte zum Umbau der Pflegeversicherung stieß auf vehemente Kritik der „jungen Politiker“. Dies zeigt, so Lothar Kühne vom Vorstand des Netzwerkes, wie viel „Zündstoff das „Altenthema“ auslöst. Hierzu können SenGENOS ein gutes Stück generationsübergreifende Verständigungsarbeit leisten: Die „Jungen“ sehen, dass die Senioren selbst Hand anlegen und selbstverantwortlich an der Lösung ihrer Probleme mitwirken.

Im Netzwerk wurde aufgrund der zahlreichen Anfragen inzwischen einen eigenständigen Beratungsdienst eingerichtet. Hier kann Kontakt zu anderen Initiativen vermittelt werden, wird kostenfreie Beratung bei Gründungen angeboten und können Referenten vermittelt werden, die „vor Ort“ Unterstützung leisten können.

Gemäß dem Motto von mmw: „Selbstverantwortung ist die bessere Antwort“, bereitet man im Netzwerk derzeit Seminare für Multiplikatoren für (ehrenamtliche) „SenGENO-Berater“ vor. Hans Nollau zuständiger Fachberater für Senioren- und Sozialgenossenschaften des Netzwerkes fasst zusammen: So will mmw relativ kurzfristig und unter konsequenter Einbeziehung der Betroffenen, das SenGENO-Konzept möglichst in jedem Landkreis – besser in jeder Gemeinde – der Republik „auf die Tagesordnung“ bringen.

Informationen zum SenGENO-Konzept bzw. zur Ausbildung zum SenGENO-Berater sind erhältlich über www.menschen-machen-wirtschaft.de (E-Mail).

VerbändeNetzwerk
menschen machen wirtschaft (mmw e.V.)
Wasserstadt 16-18 06844 DESSAU-ROßLAU
Tel.: 0340 / 220 24 24

Kontakt: Gerd K. Schaumann

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