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Deutsche Tierschützer Streichung der Subventionen von Lebendtier-Transporten

29.10.200713:52 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Deutsche Tierschützer Streichung der Subventionen von Lebendtier-Transporten
Aufforderung zum Handeln: Das Internetportal der Gewerkschaft für Tiere
Aufforderung zum Handeln: Das Internetportal der Gewerkschaft für Tiere

(openPR) München/Köln, 24. 10. 2007 - Stop für die steuerliche Subventionierung von tagelangen Tiertransporten. Das fordert Hannelore Thomas und mit ihr die Münchener Gewerkschaft für Tiere von der Bundesregierung: „Man sollte die Gelder besser zweckgebunden zur Finanzierung des Familienprogramms in Deutschland verwenden.“



Die Gemeinschaft von aktiven Tierschützern und Tierfreunden hat es sich zur Aufgabe gemacht, Tierquälerei überall dort zu bekämpfen, wo diese offenbar wird. Ein brandheißes Thema dabei: Tagelange Transporte von lebenden Tieren, zumeist Schweinen und Rindern, unter oftmals katastrophalen Bedingungen und quer durch Europa. Das Schlimme dabei: Ohne es zu wissen, fördert der deutsche Steuerzahler diese Tortur durch ein System von Subventionen. Wenige Unternehmer greifen dabei anhand simpler Tricks Fördergelder in Millionenhöhe ab.

Hannelore Thomas konkret zum Vorschlag ihres Vereins: „Im Familienprogramm kommen die Gelder, die für bestausgebildete Pädagogen für die Ganztagsschulen zur Verfügung gestellt werden, zu kurz. In vielen Bundesländern sind zudem Hörtests für Kinder nicht frei, die Eltern müssen dafür bezahlen. Diese Tests sind ganz wichtig für die Entwicklung der Kinder, da Hörschäden oft viel zu spät bemerkt werden. Weiter sollten die Subventionsgelder für eine verbesserte Elternberatung verwendet werden, um Eltern und Kindern bei Erziehungsproblemen frühzeitig eine professionelle Hilfestellung bieten zu können.“
Ein offener Brief der Tierschützer, im Internet auf www.s-h-t.de zu sehen, an Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen verpuffte ohne Resultate. Jetzt wenden sich die Aktivisten an die Öffentlichkeit. Für sie besteht dringender Handlungsbedarf, denn trotz der Abschaffung der Subventionen für den Export lebender Schlachtrinder aus Mitgliedstaaten der EU in Drittländer stellen Lebendtier-Transporte nach wie vor ein gutes Geschäft dar. Der Kniff: Die seit 24. Dezember 2005 geltende neue Verordnung bezieht sich nicht auf Zuchtrinder. Für jedes Rind, das als Zuchttier deklariert wird, wird eine Ausfuhr-Erstattung von mindestens 38,50 Euro pro 100 Kilogramm Lebendgewicht gezahlt. So ergibt sich schnell ein höchst lukrativer Gewinn für den Exporteur. Mit jeder Fuhre werden bis zu 33 Tiere transportiert – und über 8.500 Euro wandern aus der Tasche der Steuerzahler in die des Unternehmers.

In dem Offenen Brief heißt es deshalb, die Bundesregierung solle endlich - und „ohne Wenn und Aber“ - sämtliche Subventionen für die tierquälerischen Lebendtier-Transporte in den Nahen Osten und Nordafrika abschaffen. Die Tiere könnten in der BRD geschlachtet werden und das ganze Geschäft müsste nicht subventioniert werden, so der Haupttenor der Mitteilung. Die Kölnerin Thomas schlägt eine alternative Verwendung der Gelder vor: Ihrer Meinung nach sollten mit denen durch die Streichung der Subventionen erzielten Ersparnisse stattdessen zur Finanzierung von Förderprogrammen für Familien mit Kindern genutzt werden. Positive „Nebeneffekte“ einer Streichung der Subventionen wären laut Thomas:

- Die Subventionsstreichung bewirkt, das die Langzeittransporte weniger lukrativ werden – in der Folge nähme die Quantität der Transporte ab.

- Bei gleichem Fleischbedarf käme es zur vermehrten Schlachtung in der Region. Die örtlichen Metzger kennen ihre Produzenten und Kleinerzeuger, sie gehen somit schonender und tierschutzgerechter mit der „Ware“ Tier um.

- Die Steuergelder bleiben im Inland, die Industrie (von der Lederindustrie bis zu
Ausbildungsberufen) wird gefördert.

- Damit ist automatisch eine direkte Einflussnahme und wirkungsvolle Bekämpfung der
Arbeitslosenquote gegeben - bis hin zur Verbesserung der Infrastruktur in bisher
vernachlässigten Regionen.

Jede Stimme zählt:
Auf der Internet-Präsenz der Gewerkschaft für Tiere, www.s-h-t.de , eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins, kann jeder Interessierte, der sich für eine bessere Situation auch von Nutzvieh einsetzen möchte, die Forderung an die Bundesregierung unterstützen. Mit der Teilnahme leistet man zugleich einen aktiven demokratischen Beitrag: für den Ausbau von Kindertagesstätten und Ganztagsschulen mit bestausgebildeten Pädagogen, für Erziehungsberatung und für kostenlose medizinische Hörtests von Kindern.

Gewerkschaft für Tiere
Ottostr. 3 / I
D-80333 München

Telefon: 089/590 680 50
Telefax: 089/590 680 11

Außenstelle Köln
Frau Hannelore Thomas
Christian-Schult-Straße 3
50823 Köln

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