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EU-Subventionen für Schlachtrinder-Exporte: Erneut Missbrauch von Steuergeldern angeprangert

07.04.200508:09 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Datum: 07.04.2005

Eine europaweite Kampagne unter dem Motto „Stop the Bull Ship“ soll die von der EU subventionierten Lebendtier-Exporte in den Nahen Osten endgültig zu Fall bringen. Die European Coalition for Farm Animals (ECFA), ein Bündnis europäischer Tierschutzverbände unter Federführung der britischen Compassion in World Farming (CIWF), und der ebenfalls dem Bündnis angehörende Bundesverband Menschen für Tierrechte stellten die neue Kampagne heute in Brüssel vor.



Die englische Schauspielerin Joanna Lumley präsentierte einen neuen, von CIWF verdeckt aufgenommenen Film und eine 20seitige Dokumentation über das Ausmaß der Leiden, denen die Schlachtrinder auf dem langen Transport von der EU in den Nahen Osten und bei der betäubungslosen Schlachtung ausgesetzt sind.

Rund 200.000 lebende Rinder gehen jedes Jahr aus der EU zum Schlachten in den Nahen Osten. Die größten Exporteure sind Deutschland, Frankreich und Irland. Deutschland exportierte im Jahr 2003 96.722 Schlachtrinder und im Jahr 2004 112.726 Tiere in den Libanon.

Die Händler erhalten bis zu 231 Euro an so genannter Exporterstattung für jedes ausgeführte Tier, zusätzlich zum Verkaufserlös. Rund 60 Millionen Euro gibt die EU jährlich dafür aus. Obwohl die allermeisten EU-Bürger diesen grausamen Handel mit lebenden Tieren ablehnen, finanzieren sie ihn über ihre Steuergelder wohl oder übel mit.

Seit der Einführung dieser Exportsubventionen im Jahr 1989 stehen diese im Kreuzfeuer der Kritik. Das Europäische Parlament votierte mehrmals für ihre Streichung aus dem EU-Haushalt. Selbst die deutsche Regierung fordert ihre Abschaffung, obwohl Deutschland der größte Empfänger dieser Subventionen ist. Die EU-Kommission hat deshalb im Februar 2003 die Ausfuhrerstattungen für lebende Schlachtrinder auf die Länder Libanon und Ägypten begrenzt. Da der Libanon aber das Hauptzielland für die Exporte ist, hat sich an der Situation nichts geändert.

„Es ist ethisch untragbar, dass Steuergelder der EU-Bürger weiterhin dazu verwendet werden, einen Handel zu fördern, der routinemäßig enormes Tierleid verursacht. Die Europäische Kommission und der Agrarministerrat müssen nun unverzüglich handeln und alle Subventionen für Lebendrinderexporte aus der Europäischen Union vollständig abschaffen“, fordert Dr. Pedro de la Fuente, Vorstandsmitglied im Bundesverband Menschen für Tierrechte und Sprecher der Arbeitsgruppe Tiertransporte.

Kontakt: Dr. Pedro de la Fuente, mobil 0049 – 173 – 38 75 993

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