(openPR) WikoR (Wissensmanagement für kommunale Rechtsämter) ist ein Modellprojekt zur systematischen und überregionalen Zusammenarbeit von Rechtsämtern in Kommunen. Wissensmanagement-Netzwerke wie WikoR reduzieren Arbeitsaufwände und Kosten. Für die Technik im Projekt sorgen die regio iT aachen und neofonie.
Im Forschungsprojekt WikoR wird eine Wissensmanagement-Lösung für öffentliche Verwaltungen am Beispiel der kommunalen Rechtsämter entwickelt. WikoR ist ein multimediales Wissensmanagement-System mit rechtsamtindividuellen Datenbanken und einem zentralen Wissensserver. Die Plattform WikoR ist für die Rechtsämter über Standard-Internetbrowser voll verfügbar.
Die regio iT aachen analysierte die Anforderungen an eine webbasierte Plattform für den Wissensaustausch. Gemeinsam entwarfen und entwickelten neofonie und regio iT aachen die zugrunde liegende technische Infrastruktur: Ein service-orientiertes Peer-to-Peer-Netz verbindet die Rechtsämter miteinander. In das Peer-to-Peer-Netz integrierte die neofonie eine amtsübergreifende Suche. Dabei werden zusätzlich zu der Suche in den Rechtsämtern bei einer Suchanfrage auch externe Datenquellen, wie z.B. Juris und Google, abgefragt. So erhält der Benutzer über nur eine Anfrage Informationen aus allen relevanten Informationsquellen, eine erhebliche Arbeitserleichterung. Außerdem werden zusätzlich zu der herkömmlichen Volltextsuche semantische Informationen amtsübergreifend für den Nutzer verfügbar, die intern durch Ontologien repräsentiert werden.
Weil Kommunen bürgernah sind, werden sie oft als erstes mit neuen Rechtsfragen konfrontiert und müssen zeitnah Entscheidungen treffen. Rechtsämter in Gemeinden, Städten und Kreisen bearbeiten häufig ähnliche Rechtsfragen, die immer komplexer werden. Trotz ähnlich gelagerter Aufgaben und Dienstleistungen für Bürger und Wirtschaft wird der überregionale und interkommunale Austausch nur unzureichend praktiziert. Bereits vorliegende Arbeitsergebnisse sind für andere Rechtsämter nicht immer transparent. In der Folge ergeben sich doppelte Arbeitsaufwände, juristisch folgenschwere Fehlentscheidungen und kostenintensive Nutzungen externer Datenbanken.
Wissen auszutauschen liegt nahe, doch Strukturen zur überregionalen Zusammenarbeit fehlen. Innovative Lösungen auf Basis von Ontologien können hier Abhilfe schaffen. Solche Wissensmodelle erfassen relevantes Know-how von Unternehmen, Verwaltungen, Interessenbündlern oder Communities einheitlich. Gerade vor dem Hintergrund des aktuellen Sparzwanges der öffentlichen Verwaltungen nehmen Initiativen wie WikoR mehr als nur eine Modellfunktion ein. Die Rechts- und Verfahrenssicherheit der öffentlichen Verwaltung ist für die Privatwirtschaft von hoher Bedeutung. Wissensmanagementnetzwerke innerhalb des Public Sectors bestimmen also auch die Qualität des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
Das Projekt WikoR wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert und wird planmäßig Ende 2007 beendet sein. Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter www.wikor.com, bei Rolf Mosemann, regio iT aachen (
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Alia Giersch
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