(openPR) Reist man in Gedanken an die Adria, dann träumt man von italienischem Flair, Sonne, Pizza und Lambrusco. Diese Idylle würde sich Charlotte Spielmann von ganzem Herzen wünschen, aber im Tierheim Cani di Alba (= Hunde aus Alba) macht sich zurzeit die Verzweiflung breit.
Starke Regenfälle haben den Fluss, der sich neben dem Gelände des Tierheims in den Abbruzzen fließt, über das Ufer treten lassen. Drei Tage lang stand das ganze Hundeheim (Canile) zum Teil knietief unter Wasser. Das Gelände selbst ist von einer knapp meterhohen Mauer umschlossen, in der sich Abflüsse befinden, um unter normalen Umständen den Regen auf die umliegenden Felder zu entwässern. Durch diese Mauerdurchbrüche wurde die Flut von allen Seiten in das Tierheim hineingedrückt.
Die Tiere suchten Zuflucht auf ihren Hütten, eine Evakuierung ausgeschlossen, wohin so schnell mit Hunden, die keiner will? Charlotte Spielmann und ihre Helferin Anna standen der Katastrophe allein gegenüber, versuchten mit vereinten Kräften die Mauerdurchbrüche zu verschließen, doch der enorme Druck des Wasser, riss die aufgestapelten Steine mit sich.
Ganz allein füllten die zwei Frauen alte Futtersäcke mit Split, der eigentlich zur Ausbesserung des Untergrunds der Gehege geliefert worden war. So floss das Wasser zwar nur noch spärlich in die Umfriedung und erreichte nicht den Wasserstand der umliegenden Felder, aber die tiefer gelegenen Hundegehege standen trotzdem knietief unter Wasser, die höher gelegenen immerhin noch knöcheltief.
Barbassone, der sanfte, stille Riese des Tierheims, hat die Flut nicht überlebt. Er lebte in einem der tiefgelegenen Gehege und lag morgens tot im Wasser. Nach dem Wasser kam der Schlamm: Zwar ist das Wasser mittlerweile abgelaufen aber zurück blieb ein Teppich aus knöcheltiefem, zähem, nassem Schlamm, der alles bedeckt und vielfach auch in den Hütten der Hunde aufzufinden ist.
Die Reinigungsarbeiten sind angelaufen, aber es wird lange dauern, bis Canalba wieder das wird, was es noch vor wenigen Tagen war. Vieles wird in den nächsten Wochen erneuert werden müssen, damit die Hunde wieder vernünftig untergebracht werden können. Die Untergründe der Gehege (Dolomitsplitt) müssen nach der Abtragung des Schlamms komplett wiederhergestellt werden, Hütten müssen erneuert, Podeste ausgetauscht, unbrauchbar gewordene Absperrungen neu gezogen, Unterspülungen ausbetoniert werden.
Was aber neben der Instandsetzung und den Arbeitsmaterialien am dringendsten benötigt wird, ist Futter. Derzeit ist durch den Wassereinbruch fast kein brauchbares Futter mehr im Heim, was die sowieso schon sehr angespannte Lage der letzten Monate dramatisch verschlechtert.
Die deutsche Tierschutzorganisation adopTIERE e.V. steht im stetigen Kontakt mit Charlotte Spielmann und hat für das Tierheim Spendenkonten eingerichtet wird.
Auch Sie können helfen:
Empfänger: adopTiere e.V.
Kontonummer: 307861895
BLZ: 860 956 04
Volksbank Leipzig
Verwendungszweck: Überschwemmung in Canalba
hundewiese.net
Jennifer Overmeier
Dirlingsweg 119
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Jennifer Overmeier


















