(openPR) Möglichkeiten der Kostenoptimierung für energieintensive Unternehmen
Mit der Implementierung des liberalisierten Energiemarktes in Deutschland wurden 1998 bei den Abnehmern in der Industrie die Hoffnungen geschürt, den Wettbewerb auf dem Strommarkt langfristig zu etablieren und hierdurch wettbewerbsfähige und somit langfristig günstigere Strompreise zu erzielen. Die Reduzierung der Strompreise hatte sich anfänglich auch schnell durchgesetzt. „Mittlerweile sind die Energiepreise vor Netzentgelten und Steuern bzw. Umlagen aber wieder deutlich gestiegen“, stellt Jürgen Lamm, Energieberater bei der Energie Consulting GmbH (ECG) mit Sitz in Kehl, fest. Diese Entwicklung ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen andern europäischen Ländern zu beobachten. Da sich Strompreiserhöhungen vor allem bei Unternehmen mit hohem Energieverbrauch stark und unmittelbar auf die Kosten auswirken, sind hier Möglichkeiten einer Kostenreduzierung von besonderem Interesse.
Erklärtes Ziel solcher energieintensiven Unternehmen ist es, den
Energieeinkauf von der Preisentwicklung an den Strombörsen abzukoppeln. Welche Alternativen es dabei geben könnte, zeigt das Beispiel des Konsortiums „Exeltium“ in Frankreich. „Hier sollen Unternehmen, die unter Mitwirkung der Regierung ausgewählt werden, einen Teil ihres Strombedarfes (etwa 10 Prozent) zu langfristig und fest vereinbarten Preisen über das Konsortium beziehen können“, so Lamm. Dabei handelt es sich um ein Volumen von immerhin 20 Terrawattstunden im Jahr, was etwa einer Leistung von drei französischen Kernkraftwerken entspricht.
Bisher hat die EU-Kommission den Startschuss für diese stark national ausgerichtete Lösung verhindert. Zu Recht wird eine Wettbewerbsverzerrung befürchtet, da französische Unternehmen hier zunächst klar einen Einkaufsvorteil für ihre Energie erhalten würden.
Energieintensive Unternehmen im übrigen Europa sehen die Entwicklung dennoch positiv, könnte sie doch auch anderswo Schule machen und so zu günstigeren Energiepreisen für die Industrie führen. Denn Konsortien wie Exeltium würden auch in anderen EU-Ländern funktionieren, in denen der Staat Einfluss auf die Energiepolitik hat und ein oder zwei Anbieter den Markt dominieren, wie das beispielsweise in Italien, Belgien, den Niederlanden oder in Spanien der Fall ist.
Komplexer stellt sich die Situation in Deutschland dar, weil es hier bereits vier große und zudem privatisierte Anbieter gibt. Doch auch hierzulande hat sich, unterstützt vom BDI, eine Front der energieintensiven Unternehmen gebildet, um mit den Energieerzeugern langfristige Konzepte zu diskutieren, bei denen es im Kern darum geht, möglichst viel Energie unabhängig von der Strombörse einzukaufen.
Mittlerweile gibt es für energieintensive Unternehmen auch in Deutschland verschiedene Angebote. So konnten sich beispielsweise bei RWE Großkunden an einem Kraftwerk beteiligen. Diese Beteiligung wurde unter dem Namen “Industriepartnerschaft“ im zweiten Quartal 2007 vermarktet. EnBW bietet Großkunden ebenfalls individuelle und langfristige Liefermodelle an und E.on hat beispielsweise Anteile an einem Kraftwerk versteigert. Das Interesse der Industrie ist groß. Doch ob die neuen Möglichkeiten im Vergleich zur Strombörse tatsächlich Vorteile bieten, ist bei zum Teil hohen Investitionen für Kraftwerksbeteiligungen und entsprechend langen Amortisationszeiträumen nur schwer abzuschätzen. „Es ist jedoch davon auszugehen“, so Lamm, „dass es auch zukünftig weitere dieser Modelle geben wird, da die direkte Beteiligung an der Stromerzeugung als Alternative zur Strombörse zunehmend an Attraktivität gewinnt.“
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