openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Kampf gegen Telefon-Drückerkolonnen

04.10.200711:14 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Clearingstelle für Verbraucher und Qualitätsstandards für Call Center gefordert

Bonn/Berlin - Seit dem Frühjahr beherrscht eine Allianz aus Verbraucherschutzverbänden, Bundesministerien und dem Enthüllungsjournalisten Günther Wallraff die Medien mit harten Anschuldigungen gegenüber der Call Center-Branche sowie mit politischen Forderungen, die tief in unternehmerische Entscheidungen eingreifen: Die Verlängerung der Kündigungsfristen fernmündlich geschlossener Verträge, die Verpflichtung, auch fernmündlich abgeschlossene Verträge schriftlich nachzuhalten, das Verbot von Rufnummernunterdrückung, die Festsetzung von maximalen Wartezeiten und Kosten von Hotlines sind nur einige der aktuellen Vorschläge. „Für Call Center steht einiges auf dem Spiel. Deshalb werden wir beim Bonner Kongress Voice Days http://www.voicedays.de am 17. und 18. Oktober mit Top-Vorständen von großen Call Center-Firmen, Verbandsvertretern und Wissenschaftlern über die politischen Hausaufgaben der eigenen Branche und Maßnahmen für mehr Qualität diskutieren“, so Voice Days-Sprecher Bernhard Steimel.



In der politischen Landschaft nimmt das Thema Call Center-Regulierung einen breiten Raum ein: Drei Ministerien sind damit befasst, bestehende und neue Regelungen zu prüfen und gegebenenfalls zu verschärfen oder neu zu schaffen. Federführend bei den politischen Aktivitäten ist das Bundesjustizministerium, das an einer Neuregelung des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) und der Anpassung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) arbeitet und auch für das Fernabsatzgesetz verantwortlich ist. Ministerin Brigitte Zypries hat bereits angekündigt, in Kürze neue Gesetzesvorschläge ins Parlament einzubringen.

Das Ministerium für Wirtschaft und Technologie arbeitet mit der Bundesnetzagentur an einer Neuregelung der Rufnummernunterdrückung. „Wirtschaftsminister Michael Glos weiß, dass sich das Thema hervorragend zur Profilierung bei den Wählern eignet, da die meisten unlauteren Anrufe mit verdeckter Rufnummer erfolgen, so dass der verärgerte Verbraucher keine Chance hat, gegen die ‚Telefondrückerkolonnen’ vorzugehen. Die Bundesnetzagentur prüft derzeit, was technisch in Sachen Rufnummernunterdrückung überhaupt möglich ist – ihre Einschätzung wird das weitere Vorgehen des Ministeriums sicher mit beeinflussen“, prognostiziert Steimel.

Der dritte Akteur in der Front gegen unseriös arbeitende Call Center ist Bundesminister Horst Seehofer. In seinem Fokus liegt vor allem die Regulierung von Warteschleifen und Themen, die das Fernabsatzgesetz regelt. So denkt man im Verbraucherministerium darüber nach, ob die Ausnahmeregelung, nach denen für telefonisch gebuchte Zeitschriftenabonnements oder Lotterie- und Wettservices eine schriftliche Vertragsbestätigung nicht erforderlich ist, zurückgenommen werden soll.

Manfred Stockmann vom Call Center Forum http://www.ccf-ev.de schlägt eine Clearingstelle vor, die von der gesamten Branche getragen werden sollte: „Unser Ansatz, ein Verbraucherportal als zentrale Clearingstelle einzurichten, wird von der Politik mit großem Interesse aufgenommen. Die verantwortlichen Ministerien werden natürlich genau beobachten, welche Erfolge eine Selbstregulierung der Branche hat. Bei entsprechender Beteiligung der wichtigsten Verbände und Akteure ist das zentrale Verbraucherportal der ideale Weg, die Verbraucher in ihren Rechten zu stärken und die schwarze Schafe zu bekämpfen, ohne die Rahmenbedingungen für eine Branche, die in den vergangenen Jahren Hunderttausende von Arbeitsplätze geschaffen hat, weiter zu verschlechtern. Allerdings ist davon auszugehen, dass zusätzlich Gesetzesänderungen kommen. Solange diese mit Augenmaß umgesetzt werden, wird das auf die seriös arbeitende Mehrheit der Branche keine negativen Auswirkungen haben“, ist sich Stockmann sicher. Markus Alpers, Geschäftsführer der Walter Services ComCare http://www.waltertelemedien.de, findet die Diskussion absolut notwendig: „Sie beginnt jedoch nicht erst beim Verbraucherschutz. Wenn die Kommunikation mit dem Kunden aufgrund von Penetranz und mangelnder Qualität als enervierend empfunden wird, haben Call Center-Betreiber dauerhaft ein Akzeptanzproblem. Wir sollten uns daher nachhaltig mit dem Thema auseinandersetzen. Die Qualifikation der Mitarbeiter, das Qualitätsmanagement und eine saubere Kundenkommunikation sollten hier ganz weit oben auf der Liste stehen.“

Auch Defacto Call Center-Geschäftsführer Gerald Schreiber http://www.defacto-callcenter.de sieht die Notwendigkeit, sich von unseriösen Verkaufsmethoden abzugrenzen. „Ich habe gelernt, dass man, wenn man 100 erreichen will, 150 fordern muss - insofern verstehe ich die Diskussion, die derzeit zwischen den Verbraucherschutzverbänden, der Politik und der Call Center Branche läuft, als zwingende Annäherung für ein seriöses Konzept, das am Schluss allen Parteien hilft: den Verbrauchern, dass sie sich auf das am Telefon Gesagte auch verlassen können, den seriösen Anbietern von Produkten und Dienstleistungen und der Politik, die einen vernünftigen Rahmen schaffen muss, um dann im Schulterschluss mit Branchenverbänden dafür zu sorgen, dass der Telefonkanal seriös genutzt wird“. Die von der Initiative Voice Business und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) http://www.iao.fraunhofer.de angestoßene Forderung nach einheitlichen Qualitätsstandards für Sprachdialogsysteme wird als hilfreich angesehen. Sprachdialogsysteme seien wegen ihrer hohen Verfügbarkeit in den Augen von Branchenprofis ein wichtiger Baustein für mehr Kundenzufriedenheit bei Call Center-Dienstleistungen, wenn ihre Bedienung einfach und zielführend ist.

Onlinemagazin NeueNachricht www.ne-na.de, bei Quellen-Nennung zur Veröffentlichung frei. Belege an: medienbüro.sohn, Ettighoffer Str. 26A, 53123 Bonn oder per E-Mail. Für Rückfragen: Gunnar Sohn, Tel: 0228 620 44 74, Mobil: 0177 620 44 74.

medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany

Telefon: +49 - 228 - 6 20 44 7
Telefax: +49 - 228 - 6 20 44 75

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 162093
 1985

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Kampf gegen Telefon-Drückerkolonnen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009 - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mit Bildern, kurzen Texten, Blog-Beiträgen oder Links, die sie interessant finden. „Es lässt sich kaum leugnen: Wir sind zum Glück nicht mehr Papst, wir sind jetzt Netz. Die Menschen haben begonnen, wichtige Teile ihres gesellschaftlichen Treibens ins Internet zu verlag…
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009 – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen und mittleren Unternehmen auf, die unverschuldet in Not geraten sind und bei denen unerwartete Liquiditätsengpässe auftreten. Eine Möglichkeit bestünde in einfachen und schnellen Verfahren, um Steuern und Sozialabgaben vorübergehend zu stunden oder Vorauszahlungen anzupassen…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Futura Finanz - Insolvenzverwalter kommt kaum nachvollziehbaren Vermögensverschiebungen auf die SpurBild: Futura Finanz - Insolvenzverwalter kommt kaum nachvollziehbaren Vermögensverschiebungen auf die Spur
Futura Finanz - Insolvenzverwalter kommt kaum nachvollziehbaren Vermögensverschiebungen auf die Spur
Siegburg, 09. April 2008. Etwa 25 Personen fanden sich am vergangenen Dienstag beim Amtgericht Hof ein, um Aufklärendes aus dem Mund des Insolvenzverwalters Dr. Martin Prager über den einst großen Finanzvertrieb aus dem Bayerischen Wald zu hören. Zwar fand der Insolvenzverwalter bei der Futura Finanz Zukunftsunternehmen für Finanz- und Wirtschaftsberatung GmbH & Co. KG (Futura), Hof, wenig in der Kasse, jedoch konnte er unter anderem Vermögensübertragungen kurze Zeit vor dem Insolvenzantrag ausmachen. Sie gingen fast ausschließlich an den ehe…
Betrüger am Telefon
Betrüger am Telefon
… bezogen werden,Kundennummer, Tarif usw. „Wir würden sowas nie fragen,“ erläutert Henriette Zimmer, „denn wir kennen ja die Daten unserer Kunden!“ Die Strompreise steigen, der Kampf wird gröber Dass Stromanbieter mit allerlei dubiosen Methoden versuchen Kunden abzuwerben, ist nichts Neues. Letztes Jahr machte EWR bekannt, dass Drückerkolonnen von Haustür …
Heisses Ohr fÜr grossartiges Engagement - Prominente Telefonisten unterstÜtzen die José Carreras Gal
Heisses Ohr fÜr grossartiges Engagement - Prominente Telefonisten unterstÜtzen die José Carreras Gal
… des spanischen Startenors live im Ersten uebertragen wird, sitzen wieder zahlreiche Prominente aus Film, Fernsehen und Musikbusiness am Telefon und nehmen Spenden fuer den Kampf gegen Leukaemie entgegen. Mit dabei sind Peter Escher, Michael Lesch, Peter Sodann, Claus Seibel, Juergen Fliege und Dr. Antje-Katrin Kuehnemann. Ausserdem wechseln Klaus Meine, …
HEINRICH: Der Kampf gegen Aids - die größte Herausforderung des Jahrhunderts
HEINRICH: Der Kampf gegen Aids - die größte Herausforderung des Jahrhunderts
… den letzten Jahren immer mehr Geld für die Bekämpfung von HIV/Aids ausgegeben wurde, übersteigt der Bedarf an Geldern die Zunahme der Ausgaben bei weitem. So können die Probleme im Kampf gegen HIV/Aids nicht gelöst werden. Es reicht nicht aus, die Mittel langsam zu erhöhen und Versprechen für die nächsten zehn Jahre zu geben, sondern es muss heute ein …
Bundesgerichtshof ändert Rechtsprechung zur Haftung des Geschäftsführers für Wettbewerbsverstöße
Bundesgerichtshof ändert Rechtsprechung zur Haftung des Geschäftsführers für Wettbewerbsverstöße
BGH: Geschäftsführer haftet in der Regel selbst dann nicht für Wettbewerbsverstöße seines Unternehmens, wenn er diese kannte und nicht verhindert hat. Rechtsanwalt Dr. Anselm Brandi-Dohrn (von BOETTICHER Rechtsanwälte): Schwarzer Tag für den lauteren Wettbewerb Der Bundesgerichtshof hat die Anforderungen an eine persönliche Haftung von Geschäftsführern für Wettbewerbsverstöße deutlich erhöht. Die Richter gaben ausdrücklich ihre bisherige ständige Rechtsprechung auf, nach der ein Geschäftsführer für in seinem Unternehmen begangene wettbewerbs…
Bild: Witziges Internet-Video ruft beim Fondskauf zur Selbstberatung aufBild: Witziges Internet-Video ruft beim Fondskauf zur Selbstberatung auf
Witziges Internet-Video ruft beim Fondskauf zur Selbstberatung auf
Durch die Finanzkrise ist das Vertrauen der Anleger in deutsche Bankinstitute schwer erschüttert worden. Grund hierfür sind faule Anlagen, die Bank-"Berater" an gutgläubige Kunden in "Drückerkolonnen-Manier" verkauft haben. Ein witziges Internetvideo von PROfinance-direkt rät nun dazu, die Geldanlagen künftig in die eigene Hand zu nehmen. Um Anleger zu motivieren, ihre Geldanlagen selbst in die Hand zu nehmen, hat PROfinance-direkt ein Internet-Video produzieren lassen. Der Aufruf im Film: "Mehr Mut zur Selbstberatung!" Humorvoll ist darin e…
Bild: Buchautor Alexander Boos veröffentlicht sein neues Buch: BETRUGBild: Buchautor Alexander Boos veröffentlicht sein neues Buch: BETRUG
Buchautor Alexander Boos veröffentlicht sein neues Buch: BETRUG
Der freiberufliche Autor und Schriftsteller aus Bad Neustadt a. d. Saale Alexander Boos veröffentlichte am 19. Juli 2010 sein neues Buch: „BETRUG-Wie uns Drückerkolonnen, riesige Internetkonzerne und kleine Gauner bestehlen.“ Ob kleine Internetportale, Zeitungen und Magazine oder große Fernsehsender: Die Themen Betrug und Abzocke sind momentan in aller Munde. Betrüger agieren immer raffinierter und diesem gilt es vorzubeugen. Der Buchautor Alexander Boos hat sich das zum Ziel gesetzt. Sein Erstlingswerk widmete er daher dem Thema Betrug un…
Bild: Themen der \'kapital-markt intern\' Ausgabe 10/07 vom 9. März 2007Bild: Themen der \'kapital-markt intern\' Ausgabe 10/07 vom 9. März 2007
Themen der \'kapital-markt intern\' Ausgabe 10/07 vom 9. März 2007
In der Ausgabe 10/07 vom 09.03.2007 berichtet 'kapital-markt intern' u. a. über folgende Themen: Während Bayern München sich mit AC Mailand mißt, stellt Erwin Huber sich den kritischen 'k-mi'-Fragen: -'k-mi' nutzte die Chance, den sich für höhere Weihen bewerbenden Erwin Huber für Probleme zu sensibilisieren, die der Branche auf der Seele liegen. Daß der Bürokratieabbau Bayerns Wirtschaftsminister besonders am Herzen liegt, ist nicht nur für Finanzdienstleister, sondern für alle Mittelständler eine gute Nachricht! Altersvorsorge - Pfändung…
Bild: Geothermie: PR und Marketing unverzichtbarBild: Geothermie: PR und Marketing unverzichtbar
Geothermie: PR und Marketing unverzichtbar
… zeige. Auch an der Preisfront sei Geothermie keineswegs ein Selbstläufer. In Zeiten relativ niedriger Preise für fossile Energien befinde sich die Geothermie in engem Preiskampf mit klassischen Energieträgern. „Umweltfreundlichkeit ist ein gutes Argument, letztlich aber müssen vor allem Preis und Service stimmen, um die Bürger zum Umstieg zu bewegen“, …
Call Center-Branche drohen staatliche Sanktionen
Call Center-Branche drohen staatliche Sanktionen
… unruhig geht es derzeit in der Call Center-Branche zu. Nach einer klaren Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die im vergangenen Jahr unerlaubten Werbeanrufen den Kampf angesagt hat, notfalls über gesetzliche Regelungen, reißen die Hiobsbotschaften nicht mehr ab. Von einer Nachbesserung des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) ist die …
Sie lesen gerade: Kampf gegen Telefon-Drückerkolonnen