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Besorgniserregende Personalentwicklung im Pflegebereich

27.09.200717:37 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Besorgniserregende Personalentwicklung im Pflegebereich
Das kritische Internetportal zum Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht - Lutz Barth
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(openPR) Eine bessere finanzielle Ausstattung von Medizin und Pflege fordert der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. med. Theodor Windhorst, angesichts der aktuellen Diskussionen um die bisher bekannt gewordenen Pläne der Bundesregierung für eine Pflegereform. Vor allem der Finanzmangel führe zu den vom Medizinischen Dienst der Kranken- und Pflegekassen festgestellten „gravierenden Missständen“ in der Pflege, so der Kammerpräsident und er sprach sich für eine bessere Kooperation der Gesundheitsberufe aus.

Gleichwohl mahnte er in diesem Zusammenhang stehend, dass derzeit darüber nachgedacht werde, originär ärztliche Tätigkeiten auf nicht-ärztliches Pflegepersonal zu übertragen.
Der Kammerpräsident bediente sich hier eines bekannten Sprichwortes aus dem Volke: „Schuster bleib bei deinen Leisten – dieses Sprichwort hat sich bewährt.“

Nach ihm tue eine bessere Kooperation aller Gesundheitsberufe sicherlich dringend Not, aber ein „wahlloses Zerpflücken des ärztlichen Aufgabenkataloges hilft nicht weiter“.

Quelle: PM der Ärztekammer Westfalen-Lippe (10.09.07)

Kurze Anmerkung (L. Barth):
Dem kann ohne Frage beigepflichtet werden, denn das Problem beachtlicher Versorgungsdefizite wird nicht kurzerhand dadurch gelöst, in dem eine Neuverteilung der Aufgaben vorgenommen wird, sondern dass die Kooperationsbeziehungen zwischen den Ärzten und Pflegenden neu strukturiert werden.
Eine Neuverteilung der Aufgaben auf das Pflegepersonal hätte vielmehr zur Folge, dass dieses seinerseits gehalten wäre, ihre bis dato angestammten Tätigkeitsfelder in Teilen an „nachgeordnetes“ Pflegepersonal zu delegieren. Dies wäre dann wohl die Gruppe der Pflegehelferinnen und so dürfte insgesamt der Haftungshorizont eine wesentliche Erweiterung erfahren, mal ganz abgesehen davon, dass zusätzliche bürokratische Strukturen geschaffen werden. Freilich wird im Hinblick auf die verschiedenen Versorgungssektoren eine differenzierte Betrachtungsweise anbefohlen sein, aber im Kern sollte es perspektivisch nicht darum gehen, den originären ärztlichen Kompetenz- und damit Handlungsbereich zu beschneiden.

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