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Informationsportal zu Produkt- und Markenpiraterie

(openPR) Gefahr erkannt – noch nicht gebannt: Verbände starten original-ist-genial.de

Berlin, 26. September 2007 – Anlässlich der Vorstellung des Internetportals original-ist-genial.de zum Thema Produkt- und Markenpiraterie hat das Marktforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Internationalen Handelskammer (ICC) Deutschland und des Markenverbandes die Verbrauchereinstellung untersucht. Das Ergebnis: Verbraucher sind für mögliche Gefahren von gefälschten Produkten mittlerweile sensibilisiert. Dies hat allerdings nicht zwangsläufig Einfluss auf die Kaufentscheidung.



Das Gefahrenbewusstsein bei gefälschten Produkten ist bei Verbrauchern mittlerweile deutlich ausgeprägt: Insgesamt 67 Prozent der insgesamt 1.000 repräsentativ Befragten waren der Ansicht, dass gefälschte Kleidungsstücke sehr gefährlich oder eher gefährlich seien. Tatsächlich können solche Produkte mit gesundheitsgefährdenden und allergieauslösenden Stoffen belastet sein. Fälscher verwenden oft minderwertige Materialien, auch erfolgt eine Überprüfung der Einhaltung von Normen oder Grenzwerten nicht.

Auf die Frage, was sie tun würden, wenn ein interessantes Markenprodukt deutlich günstiger angeboten wird als handelsüblich – ein starkes Indiz für gefälschte Ware – antworteten 38 Prozent der befragten Verbraucher, sie würden das Produkt kaufen. Nur acht Prozent der Befragten gaben an, in einem solchem Fall vom Kauf Ab-stand nehmen zu wollen. Immerhin 51 Prozent der Verbraucher sagten, sie würden sich nach der Herkunft erkundigen. Dabei zeigte sich, dass Befragte, die gefälschte Produkte als gefährlich einschätzen, eher bereit sind, weitere Informationen einzufordern.

Mit dem neuen Portal gibt es nun eine zentrale Anlaufstelle im Internet zum Thema Produkt- und Markenpiraterie: Die deutsche Vertretung der Internationalen Handelskammer (ICC), der Markenverband, der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) haben eine branchenübergreifende Informationsplattform geschaffen: Interessierte haben die Möglichkeit, bereits bestehende Aktivitäten abzufragen und sich über das Thema zu informieren.

Bundesministerin Zypries, die das Portal heute gemeinsam mit den Verbänden in Berlin vorstellte, begrüßte das Engagement: "Wer Piraterieprodukte kauft, gefährdet sich und andere und verursacht massive volkswirtschaftliche Schäden. Auch Unternehmen begünstigen Produkt- und Markenpiraterie, wenn sie nicht konsequent Maßnahmen dagegen ergreifen."

„Die Informationen über Produkt- und Markenpiraterie sind so vielfältig wie die Piraterie selbst. Durch unsere neue Plattform wollten wir allen Betroffenen einen leichten Zugang zu umfassenden Informationen und effizienter und kompetenter Hilfe bieten“, sagte Man-fred Gentz, Präsident der Internationalen Handelskammer.

„In dem Maße, in dem das Bewusstsein um das Ausmaß, die vielfältigen Gefährdungen und den kriminellen Charakter von Produkt- und Markenpiraterie gewachsen ist, ist auch das Gefühl dafür gewachsen, dass die konsequente Bekämpfung dieser Hydra eine Gemeinschaftsaufgabe aller ist, die an dem Wohlergehen unserer Volkswirtschaft und ihrer Menschen ein Interesse haben. Das heute vorgestellte Portal soll allen Stakeholdern hierbei durch Information, Ermutigung und konkrete Hilfe eine Unterstützung sein“, sagte Franz-Peter Falke, Präsident des Markenverbandes.

„Mit einer stärkeren Bündelung unserer verschiedenen erfolgreichen Initiativen können wir wirksamer gegen die wachsende Flut von Piraterieprodukten vorgehen. Orientierungshilfe brauchen nicht nur die Verbraucher, sondern gerade auch kleine und mittlere Unternehmen, denen der internationale Schutz ihres geistigen Eigentums oft sehr schwer fällt“, sagte Klaus Bräunig, Sprecher der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie.

„Die deutsche Wirtschaft kostet Markenpiraterie rund 20-30 Mrd. Euro Umsatz pro Jahr. Über 70.000 Arbeitsplätze dürften bereits verloren gegangen sein“, erklärte Axel Nitschke, stellvertretender DIHK-Hauptgeschäftsführer. Er betonte: „Diese Zahlen zeigen, wie wichtig ein gemeinsames Vorgehen ist. Nur so können wir einen Bewusstseinswandel bei den potenziellen Käufern erreichen und die Unternehmen besser darüber aufklären, wie sie ihre Produkte effektiver schützen können.“

Die Internationale Handelskammer hat als Vertretung der Weltwirtschaft dieses Problem Ende 2004 auf internationaler Ebene aufge-griffen. Seitdem verfolgt ihre Initiative BASCAP (Business Action to Stop Counterfeiting and Piracy) verfolgt das Ziel, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Gefahren der Produkt- und Markenpiraterie zu schärfen, aber auch die länderübergreifende Zusammenarbeit mit Regierungen beim Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie zu koordinieren.

Unterstützt wird die Initiative mittlerweile weltweit von über 150 Un-ternehmen und Institutionen, die ihre Expertise international einbringen. In Deutschland gehören u. a. der Markenverband, der DIHK und der BDI bei dem Thema zu den aktiven Unterstützern. Die deutsche Webseite ist sowohl über www.bascap.de, über www.markenpiraterie.net und www.original-ist-genial.de zu erreichen.

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