(openPR) 17 Nachfolger stammen aus dem eigenen Unternehmen
- MDAX-Unternehmen mit besserer Corporate Governance als DAX-Konzerne
- 414 Männer und 5 Frauen als Vorstandsmitglieder bei DAX und MDAX
München, 17. September 2007 – 28 der 50 MDAX-Unternehmen haben seit Januar 2000 einen neuen Vorstandsvorsitzenden erhalten. 17 dieser 28 neuen CEOs stammten aus den eigenen Reihen, elf Nachfolger wurden von anderen Unternehmen angeworben. DAX-Unternehmen besetzten im gleichen Zeitraum hingegen deutlich mehr Chefsessel mit eigenem Personal: 19 von 22 der neuen CEOs rückten aus dem eigenen Unternehmen auf und nur 3 (Reitzle/Linde, Roels/RWE, Löscher/Siemens) der neuen Vorstandsvorsitzenden kamen von fremden Konzernen. Das sind Ergebnisse einer Untersuchung der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company.
„Die MDAX-Unternehmen sind offenbar mutiger als DAX-Konzerne bei der Besetzung ihrer Top-Positionen, indem sie öfter auf frischen Wind durch externe Kräfte bauen“, sagt Peter Lachner, Geschäftsführender Gesellschafter von LAB & Company. Sie scheinen den DAX-Konzernen auch unter Corporate-Governance-Aspekten einiges voraus zu haben. Denn nur 5 der 28 ausgeschiedenen MDAX-Vorstandsvorsitzenden übernahmen den Posten des Aufsichtsrats-vorsitzenden im eigenen Unternehmen. Hingegen wechselten bei DAX-Unternehmen mehr als die Hälfte der ausgeschiedenen Vorstandsvorsitzenden in diese Position. „Dass ein Aufsichtsratsvorsitzender sein früheres Wirken als CEO in Frage stellt und eigene Maßnahmen revidiert, ist eher unwahrscheinlich“, kritisiert Lachner die Praxis des Wechsels in den eigenen Aufsichtsrat.
Im Rahmen der Untersuchung analysierte LAB & Company auch den Frauenanteil in deutschen Vorstandsetagen: Von insgesamt 419 Vorstandsmitgliedern der DAX- und MDAX-Unternehmen sind nur 5 weiblich: Im DAX-Unternehmen ist es Bettina von Oesterreich (Hypo Real Estate). In MDAX-Unternehmen sind dies Gabriele Traude-Stopka (Douglas), Elke König (Hannover Rückversicherung), Andrea Aulkemeyer und Brunhilde Seidel-Kwem (beide Rhön-Klinkikum).
Deutliche Unterschiede zwischen DAX- und MDAX-Unternehmen gibt es auch bei der Ausbildung der Vorstandsvorsitzenden: Bei den DAX-Unternehmen dominieren die Ingenieure (50 %) gefolgt von Juristen (20 %) und Wirtschaftswissenschaftlern (17%). Bei den MDAX-Unternehmen führen die Wirtschaftswissenschaftler (47 %), gefolgt von Ingenieuren (29 %) und Juristen 10%).
Daten & Fakten im Detail: www.labcompany.net



