(openPR) Das Thema Integration durch Sport ist in Deutschland nichts Neues. Der deutsche olympische Sportbund (DOSB) hat seit Jahren einen eigenen Projektbereich „Integration durch Sport“, mit zahlreichen Aktionen, Maßnahmen, Seminaren und Vorträgen zum Thema. Nicht zuletzt der jährlich stattfindende bundesweite Aktionstag im organisierten Sport (2007 am 23.09.) soll Zeichen setzen. Auch die einzelnen Vereine versuchen Migranten verstärkt in Vereine einzubinden. Besonders gelungen ist dies im Bereich des Fußballs, wo gerade die Türkischstämmigen in deutschen Vereinen mitspielen oder sogar eigene Vereine gründen. Aussiedler scheinen dagegen eine besondere Affinität zum Boxen zu haben.
Kontakte nur auf dem Spielfeld?
Allein, nur die bloße Teilnahme am Training ist kein Weg in die Integration, wenn sonst keine Kontakte stattfinden. Leider scheint dieser sich in vielen Fällen auf die 90 Minuten auf dem Spielfeld zu beschränken. Zusätzlich wird gerade bei den genannten Sportarten ein weiteres Problem deutlich. Frauen - und gerade Frauen mit Migrationshintergrund – spielen eher selten Fußball oder steigen in den Ring. Tatsächlich scheinen viele Migrantinnen (gerade aus der Türkei und dem Nahen Osten) auch an anderen Sportarten kein besonderes Interesse zu haben.
Schwimmen für Muslimas?
Wenn man gezielt nachhakt, dann favorisiert ein großer Teil der konservativen türkischstämmigen Frauen das Schwimmen. Allerdings oft nur, wenn es Vorhänge gegen neugierige Blicke, ausschließlich weibliches Personal und natürlich nur Frauen und Kinder in der Schwimmhalle gibt. Es ist bestimmt Zeichen einer toleranten Gesellschaft und angemessen, muslimischen Frauen solche Möglichkeiten zu bieten. Nur bleibt die Frage - wer wird hier integriert? Denn die türkischen und arabischen Frauen dürften im verdunkelten Schwimmbad eher unter sich bleiben. Kontakte zur deutschen Umwelt gewinnen sie hier kaum. Ironischerweise betrifft dies gerade die Migrantinnen, die sich zumeist durch einen besonderen Integrationsbedarf auszeichnen.
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