(openPR) Mit dem Projekt „Integration durch Sport“ eröffnete der Jugendmigrationsdienst (JMD) Frankenthal des Internationalen Bundes (IB) in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz die vom städtischen Ausländerbeirat und verschiedenen Partnern durchgeführte Veranstaltungsreihe „Tage der Integration“.
Die Auftaktveranstaltung am 19. September 2009 wurde von Uwe Schramm, IB-Geschäftsführer des Verbundes Pfalz/Saar eingeleitet, der in seiner Begrüßungsrede den Sport als attraktives Medium zur Integration lobte. „Sport ist für jeden Menschen eine Möglichkeit aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen – egal welcher Nationalität er auch angehören mag “, so seine Worte.
Ähnlich sieht es auch Frau Professor Dr. Maria Böhmer, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die als Schirmherrin für die Veranstaltung gewonnen werden konnte. Sie lobte den Sport als „Integrationsmotor“, der überall dort eingesetzt werden kann, wo Menschen gemeinsam etwas bewegen wollen. Der Staat könne, so ihr Statement, nur die Rahmenbedingungen schaffen; echte Integration sei jedoch nur vor Ort möglich. Sie müsse gelebt und nicht von oben diktiert werden. Zu guter Letzt trat im Anschluß Theo Wieder, Oberbürgermeister der Stadt Frankenthal an das Mikrophon und bekräftigte die Meinung seiner Vorredner. Er betrachtet die Integration ausländischer Mitbürger als wichtige kommunale Aufgabe und ist der Überzeugung, dass sie gerade in Sportvereinen, aber auch Kindergärten und Schulen besonders gefördert werden sollte.
Nach der thematischen Einleitung startete das bunte Treiben, denn nur über Sport zu reden, ist natürlich noch lange nicht dasselbe, wie selbst aktiv zu sein. Auf Rathausplatz und Kornmarkt wurden verschiedene Spiel- und Sportstationen präsentiert, an denen alle Kinder und Jugendliche viel Spaß hatten. Hüpfburg, Trampolin, Sackhüpfen, Federball oder Kinderschminken – für jeden Geschmack war eine passende Attraktion zu finden.
Claudia Wertheim-Stauffer, die Leiterin des JMD Frankenthal und Organisatorin vor Ort, ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Bereits vor den Sommerferien hatte sie sich in die Arbeit gestürzt, denn ein so gelungenes Projekt kann man nicht von heute auf morgen realisieren. Mit rund 50 ehrenamtlichen Helfern und Honorarkräften hatte sie die komplette Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Landessportbund Rheinland-Pfalz koordiniert und umgesetzt. Kooperationen wurden geschlossen, Einladungen verschickt und vor Ort mußten die Informationsstände aufgebaut werden. Deshalb freut sich Claudia Wertheim-Stauffer besonders über das Engagement ihrer fleißigen Mitstreiter verschiedener Nationalitäten. Ob es darum ging, Luftballons aufzublasen, die Gäste zu informieren oder Leckereien aus aller Herren Länder vorzubereiten, alle trugen gemeinsam zum Erfolg des Events bei.
Die Auftaktveranstaltung war eine sehr gute Möglichkeit, die Menschen vor Ort zu erreichen. Unter strahlend blauem Himmel kamen viele Besucher mit ihren Kindern, um die verschiedenen Sportstationen abzulaufen. In diesem Zuge erfuhren sie natürlich auch viel über die Arbeit des IB im allgemeinen, wie über die Angebote des Jugendmigrationsdienstes im speziellen.
Während die meisten Kinder und Jugendlichen auf den Plätzen der Frankenthaler Innenstadt spielten und tobten, eröffnete die Fotoausstellung „Mein Leben – meine Stadt“ im Anschluß an die Begrüßungssreden im Foyer des Rathauses. Sie wurde vom Jugendmigrationsdienst, der evangelischen Luthergemeinde und dem Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) konzipiert. Die präsentierten Fotografien entstanden im Rahmen eines Wettbewerbes, bei dem ausländische und deutsche Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren ihre Lebenswelt in Frankenthal kreativ dokumentieren sollten. Die Ergebnisse lassen sich sehen – eindrucksvoll, nachdenklich und auch humorvoll skizzierten die Teilnehmer die Aspekte des gesellschaftlichen Lebens, die ihnen wichtig erschienen. Die intensive Beschäftigung mit der Stadt Frankenthal als Lebensmittelpunkt und Heimat begrüßte der Oberbürgermeister Theo Wieder während der Preisverleihung. In dieser Stadt lebten immerhin 5.600 ausländische Staatsbürger aus 100 Nationalitäten – da sei es immer wieder wichtig, Gemeinsamkeiten zu entdecken und das harmonische Zusammenleben zu fördern, so seine Meinung.
Und eines ist sicher – wie verschieden die Kulturen auch sein mögen – dem Ziel sich besser zu verstehen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Integration bewusst zu leben, ist man am 19. September in Frankenthal in jedem Fall ein großes Stück näher gekommen.













