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Hightech für Handy, Hüfte und Zylinder

06.09.200715:30 UhrIndustrie, Bau & Immobilien
Bild: Hightech für Handy, Hüfte und Zylinder
BIOLOX®-Hüftgelenksprothese aus Keramik
BIOLOX®-Hüftgelenksprothese aus Keramik

(openPR) Die CeramTec AG aus Plochingen liefert innovative Hochleistungskeramik für zahlreiche Lebens-, Arbeits- und Technologiebereiche

Die CeramTec AG aus Plochingen am Neckar gehört zu den international führenden Anbietern für technische Keramik. Das Unternehmen aus der Region Stuttgart, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1903 zurückreichen, produziert weit mehr als 10.000 verschiedene Bauteile aus Hochleistungskeramik für die Elektronikindustrie, den Automobilbau, die Medizintechnik sowie den Maschinen- und Gerätebau. An weltweit 15 Standorten - sechs davon in Deutschland - beschäftigt die CeramTec AG rund 3.100 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von 320 Millionen Euro.



Keramik zählt zu den ältesten Errungenschaften der Menschheit. Viele Gebrauchsgegenstände unseres täglichen Lebens sind ohne sie nicht denkbar. Dabei ist Keramik weit mehr als das Material, aus dem Geschirr, Blumenvasen oder Waschbecken hergestellt werden - weiterentwickelt zur Hochleistungskeramik ist sie, wenn auch auf den ersten Blick oft nicht sichtbar - einer der bedeutendsten Hightech-Werkstoffe. Als Hüftgelenksimplantat, Zylinderlaufflächenverstärkung im Motorblock, Dicht- und Regelscheibe im Wasserhahn, Ventil in der Kaffeemaschine oder Träger elektronischer Schaltungen im Mobiltelefon, Computer und iPod, kommt Hochleistungskeramik überall dort zum Einsatz, wo die Ansprüche an mechanische, thermische und chemische Eigenschaften besonders hoch sind. Als einer der international führenden Anbieter für technische Keramik entwickelt, produziert und vertreibt die CeramTec AG aus Plochingen am Neckar weit mehr als 10.000 verschiedene Komponenten für die Automobil- und Elektronikindustrie, die Medizintechnik sowie den Maschinen- und Gerätebau.

Wo Metall an Grenzen stößt, kommt Keramik zum Einsatz

Die Vielfalt der Kunden ergibt sich aus der Fülle der Einsatzmöglichkeiten von Keramik. Die verschiedenen Keramikwerkstoffe zeichnen sich durch unterschiedlichste Eigenschaften, wie beispielsweise sehr große Härte, hohe Verschleiß- und Hitzebeständigkeit, elektrische Isolationsfähigkeit oder auch gut reproduzierbare Oberflächenstrukturen, aus. "Viele Produkte können erst durch den Einsatz von Hochleistungskeramik wirtschaftlich und technisch sinnvoll hergestellt werden", sagt Dr. Ulf-D. Zimmermann, Vorstandsvorsitzender der CeramTec AG. "Gerade dort, wo Metall an Grenzen stößt, gewinnt Keramik immer mehr an Bedeutung."
Kundenspezifische und passgenaue Systemlösungen stehen bei CeramTec im Mittelpunkt - das Gros der Komponenten ist "maßgeschneidert". Für Porsche beispielsweise hat CeramTec ein pulvertechnisches Verfahren zur Herstellung von keramischen Formteilen, so genannten Preforms, entwickelt, die sich beim Gießen nahtlos mit dem Aluminium des Motorblocks verbinden. "Die örtliche Materialverstärkung durch das Nebeneinander von Aluminium und Keramik im Motorblock des Porsche Boxster eröffnet auch völlig neue Perspektiven für den automobilen Leichtmetallbau," sagt Jörg Kochendörfer, Leiter Öffentlichkeitsarbeit der CeramTec AG. Derartige Verbundwerkstoffe - auch Metal-Matrix-Composits, MCC, genannt - verlängern die Lebensdauer von Bauteilen maßgeblich.
Rund ein Drittel des Unternehmensumsatzes bei CeramTec entfällt auf den Bereich Automotive. Neben den genannten Anwendungen kommen Keramiklösungen unter anderem in ABS-Systemen, Xenonlichtern und Rückfahrsensoren zum Einsatz - und tragen hier seit Jahren serienmäßig zur Fahrsicherheit, zum Komfort und zur Wirtschaftlichkeit von Fahrzeugen bei. In der Medizintechnik werden zunehmend Produkte aus Metall durch Hochleistungskeramik ersetzt; so steht die BIOLOX®-Keramik von CeramTec seit über 30 Jahren für extrem verschleißfesten und körperverträglichen Hüftgelenksersatz, der auch Menschen, die allergisch auf Metall reagieren, keine Probleme bereitet. Die keramischen Implantatkomponenten Kugelkopf und Pfanneninsert tragen dazu bei, dass die aseptische Lockerungsrate - sie beziffert die Zahl der Fälle, in denen es ohne Einfluss von bakteriellen Infektionen nach der Operation zu einer Lockerung der eingesetzten Prothesen kommt - signifikant zurückgeht. Ihr Marktanteil wächst beständig - mit zweistelligen Zuwachsraten.

Mit einzigartiger Werkstoff- und Fertigungskompetenz zum mehrfachen Weltmarktführer

Als Spezialist für hochwertige Keramikprodukte liefert CeramTec mit allein acht inländischen Geschäftsbereichen den verschiedensten Märkten zu: SPK-Werkzeuge - zur Bearbeitung von Gusseisen und gehärteten Stählen in Minimalzeit -, Elektronik, Multifunktionskeramik, Schutzkeramik, System-, Chemie-, Maschinen- und Medizintechnik. Jeder Geschäftsbereich agiert wie ein unabhängiges mittelständisches Unternehmen mit eigener Entwicklung, Produktion und sogar eigenem Vertrieb. "So gewährleisten wir die maximale Fachkompetenz in jedem Marktsegment", sagt Dr. Ulf-D. Zimmermann. "Die gesamte Organisation ist am Markt ausgerichtet und der Vertrieb somit in der Lage, die individuellen Kundenbedürfnisse optimal zu erfüllen."
Diese Strategie geht auf - die Unternehmensvision, auf allen Betätigungsgebieten zu den Top Fünf der weltweit besten Anbieter zu gehören, ist vielfach schon erreicht: Bei keramischen Schneidstoffen für die Zerspanungsindustrie, bei Biokeramik für den Gelenkersatz in der Hüftendoprothetik, bei keramischen Trägerplatten zum Aufdrucken elektronischer Schaltungen, bei Handschuh-Tauchformen, keramischen Sicherungsbauteilen sowie bei Dicht- und Regelscheiben ist das Unternehmen Weltmarktführer. "Das ist nicht zuletzt ein Verdienst unserer in mehr als 100 Jahren erworbenen Werkstoffkompetenz", sagt Dr. Ulf-D. Zimmermann. Tatsächlich reichen die Wurzeln des Unternehmens bis ins Jahr 1903 zurück, als die damaligen "Thomaswerke" mit der Porzellanproduktion begannen.
40 Prozent der CeramTec-Produkte sind weniger als fünf Jahre alt; aktuell stehen Bauteile für Brennstoffzellen und Ersatzkomponenten für die menschliche Wirbelsäule im Fokus der Werkstoffforschung. Produktideen wie diese werden dabei immer im Dialog mit dem Kunden entwickelt; individuelle Herstellungs- und Bearbeitungsverfahren erlauben sowohl die Fertigung kundenspezifischer Funktionsmuster als auch die Großserienproduktion. Grundlage jeder Keramik sind chemisch aufbereitete Rohstoffe wie Aluminiumoxid. Im Zusammenspiel mit Formgebung - mittels Pressen, Gießen etc. - und Brennprozess bestimmen sie das Mikrogefüge und damit auch die Eigenschaften der keramischen Komponente. Der gesamte Fertigungsprozess wird dabei von einer aufwändigen Qualitätssicherung flankiert, in besonders sensiblen Bereichen wie etwa der Herstellung von Hüftgelenksprothesen erfolgt eine 100prozentige manuelle Endprüfung.

Weltweiter Innovationstreiber vom Stammsitz in der Region Stuttgart aus

Das heutige Unternehmen CeramTec AG entstand aus der Zusammenlegung der beiden deutschen Hochleistungskeramikhersteller Cerasiv GmbH und Hoechst CeramTec AG vor elf Jahren. Im Jahr 2004 wurde CeramTec vom damaligen Eigentümer mg technologies AG an den US-amerikanischen Spezialchemiehersteller Rockwood Holdings Inc. veräußert und forciert als Innovationstreiber mit Investitionen im In- und Ausland die internationale Ausrichtung weiter. Mit 15 Standorten in Europa, Amerika und Asien gehört das Unternehmen zu den Global Players im Bereich der technischen Keramik. CeramTec ist überall dort vertreten, wo die Märkte es verlangen - in China ist man schon vor Ort, Indien und Russland sind bereits anvisiert. Dennoch: Die Eroberung neuer Märkte ändert nichts am klaren Bekenntnis zum Standort Deutschland, wie Vorstandsmitglied Dr. Ulf-D. Zimmermann betont: "Unser Stammsitz ist Plochingen - in Deutschland beschäftigen wir an sechs Standorten 2.000 Mitarbeiter und hier tätigen wir auch den Großteil unserer Erweiterungsinvestitionen."

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Herausgeber:
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