openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Moshammer in Neukölln beliebt? - Die Moshammeroper in der Neuköllner Oper

27.08.200721:06 UhrKunst & Kultur

(openPR) Rudolph Moshammer wurde als „Moshammeroper“ in der Neuköllner Oper inszeniert und uraufgeführt. Nicht alle Zuschauer haben sich die Darstellung des Lebens des exzentrischen Moshammer in der Oper jedoch so vorgestellt. Für reichlich Diskussionsstoff hat die musikalische Umsetzung, sicher nicht nur bei den Moshammer-Fans, gesorgt.

Der gut besuchte Saal der Neuköllner Oper erschien mal wieder in einer gänzlich veränderten Raumaufteilung des Bühnenbildes. Dies ist auch immer ein großer Reiz bei den neuen Stücken dieser Bühne. Mitten im Raum ist ein geschwungener langer Laufsteg mit roten Samt ausgelegt, ein Ende geht in ein Himmelbett ähnliches Gestell über, dass andere Ende ist die „normale“ Bühne. Das Orchester, ein Streichquartett und ein Bläser, saßen mitten in den Wirrungen der Moshammer Darstellung. Die musikalische Leitung haben Frank Zacher und Roland Vieweg.

Das Thema rund um Rudolph Moshammer machte die Zuschauer neugierig und zieht eine bunte Mischung von Großstadtmenschen nach Neukölln. Der Modedesigner und Star der Münchener Gesellschaft, bekannt für seinen extravaganten und glamourösen Lebensstil, ständig begleitet von seinem hundeähnlichen Wesen namens Daisy, hatte neben seinem Auftreten als Bayernkönig Ludwig II auch eine öffentlich nicht thematisierte Seite im Strichermilieu.

In einer nichtchronologischen Abfolge wurde das Leben des Rudolpf Moshammer dargeboten. Im mossgrünen Cordanzug und Walle-Haar gab der Darsteller sein Bestes. Zwei „Designer-Püppchen“ aus der Münchener Schickeria stellen kreischend die Absurdität der überdrehten Verhältnisse der Gesellschaft dar, mit der sich der Modezar gerne umgab. Der homosexuelle Freund spielt mit der Liebe des Meisters.
Das Stück wollte sicher auch den Kampf, die Zerrissenheit und die Angst im Leben von Moshammer darstellen. Die moderne und extravagante Musik oder auch die Klanginstallationen, teilweise mit Elektronik untermalt, passte wiederum gut zu dieser besonderen Lebensweise. Die Darsteller mussten immer wieder schauspielerische Stimmübungen vollführen, vom Sprachcomputer wurden Stimmen aber auch Rülpser eingespielt. Das perfekt arrangierte Leben, manchmal auch im Spiegel betrachtet, vermittelt immer wieder, dass mit Geld alles käuflich sein soll.

In der Abfolge wird zwischendurch nicht immer klar, wo und wann das Stück spielte. War es Leben oder war es doch schon Tod? Aber Moshammer kehrt immer wieder zurück auf die Bühne des Lebens.
Die Zuschauer bedankten sich bei den zwei männlichen und drei weiblichen Sängerinnen mit Applaus. Das Ensemble samt Musiker konnte überzeugen, wobei besonders der Darsteller des Geliebten von Mosi mit seinem Stimmenvolumen überzeugte.
Einige Zuschauer vergnügten sich bei der Moshammer-Darstellung, einige andere hielt es dann aber doch nicht bis zuletzt auf den Stühlen. Sie verließen das Stück schimpfend: „Nichts war passend! So hat Mosi nie ausgesehen!“ oder „Das hat Mosi nicht verdient!“

In der Programmankündigung hieß es dann auch: „Der junge niederländische Komponist Bruno Nelissen, Gewinner des Berliner Opernpreis 06, und der Autor Ralph Hammerthaler zeichnen in ihrer Kammeroper das subjektive Bild eines rigorosen Selbstinszenators.“ Diese sehr subjektive und eigenwillige Oper wird sicher für viel Diskussionen sorgen. Einige werden das neue Werk der Neuköllner Oper lieben, die anderen werden das Stück ablehnen! Aber keiner wird diese Oper so schnell vergessen!

Thomas Moser -BerLi-Press für www.lichtenrade-berlin.de
www.thomasmoser-berlin.de

Die Moshammeroper ist als Auftragswerk der Neuköllner Oper Bestandteil des 1. Preises aus dem gemeinsam mit der GASAG seit 10 Jahren und als BERLINER OPERNPREIS 06 zum siebten Mal ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb. Neben der Unterstützung durch die GASAG wurde die Produktion freundlich unterstützt durch die Botschaft des Königreichs der Niederlande sowie durch den Prins Bernhard Cultuurfonds und den Fonds Amateurkunst Podiumkunsten.

Weitere Spieltermine 30./31. August sowie 1./2., 6.-9., 13.-15. September 2007, 20 Uhr

Spielort NEUKÖLLNER OPER, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin
Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße, S 41/42/46/47 - Neukölln, Bus 104

Karten 9-21 Euro, Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter E-Mail sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 154472
 2536

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Moshammer in Neukölln beliebt? - Die Moshammeroper in der Neuköllner Oper“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von BerLi-Press

Bild: Marius Müller-Westernhagen begeistert ohne viel Schnickschnack Berlin
Marius Müller-Westernhagen begeistert ohne viel Schnickschnack Berlin
Marius Müller-Westernhagen begeistert ohne viel Schnickschnack Berlin Man muss gar nicht lange drumherum reden: Marius Müller-Westernhagen hat sein Publikum mit seinem Unplugged-Konzert ganz und gar beglückt. Das Leben von Marius Müller-Westernhagen ist tatsächlich ein Leben mit und für die Musik. Nach einer langen Musikerkarriere tourt er immer noch voller Energie durch die großen Arenen und beglückt seine Fans, aber nicht zuletzt auch sich selbst. Am Anfang des Konzertes seiner „MTV Unplugged Tour“ in Berlin, die ihn und seine grandiose i…
27.08.2018
Bild: Ganz großes Kino: West-Eastern Divan Orchestra
Ganz großes Kino: West-Eastern Divan Orchestra
Daniel Barenboim & Lisa Batiashvili 19. August 2018 Die Berliner Waldbühne bot auch 2018 die perfekte Bühne für das West-Eastern Divan Orchestra unter Leitung von Daniel Barenboim. Und es war wieder ein perfektes Klassikvergnügen. Das sommerliche Wetter war für diesen Open-Air-Abend mit diesem ganz besonderen Orchester wie gemacht. Seit fast 20 Jahren ist das von Daniel Barenboim und Edward W. Said gegründete West-Eastern Divan Orchestra als globaler Botschafter der kulturellen Verständigung ein Begriff in der Musikwelt. Die jungen Künstler …
21.08.2018

Das könnte Sie auch interessieren:

Tango Türk – Eine musikalische Reise zwischen Berlin und Istanbul
Tango Türk – Eine musikalische Reise zwischen Berlin und Istanbul
„Tango Türk“ ist die neue multikulturelle Musikproduktion der Neuköllner Oper, die die türkische und deutsche Seele gleichermaßen anspricht. Der plötzliche Tod seiner Mutter bringt den international vernetzten Cihan, nicht ganz freiwillig, zu seiner Familie zurück. Laptop und Internet-Telefonie waren seine bisherige Welt, die keine Zeit ließ seine Mutter …
Bild: CHANGEMAKERS – Vokalkünstler verzaubern die Neuköllner Oper
CHANGEMAKERS – Vokalkünstler verzaubern die Neuköllner Oper
WirWebWeltveränderer – ein Vokalspiel Berlin-Neukölln, 17. Februar 2011 Weltveränderer erstürmen die Studiobühne der Neuköllner Oper! In der Ankündigung wird das Vokalspiel von Jirí Adámek (Text) und Ondrej Adámek (Musik) so angekündigt: „Changemakers ist eine aus Blogs, Chats und Websites zusammengestellte Collage origineller und originaler Texte, montiert …
Bild: BERLINERLEBEN: Bunt und schrill in der Neuköllner Oper
BERLINERLEBEN: Bunt und schrill in der Neuköllner Oper
Berlin-Neukölln, 15. März 2012 Pariser Leben in Berlin? Wie lässt es sich besser darstellen, als in einem bunten und schrillen Musiktheater der Neuköllner Oper: „BERLINERLEBEN“. Und alles unter dem Motto „freizügig nach Offenbach“, genauer gesagt frei nach Jacques Offenbach, der als französischer Komponist mit deutschen Wurzeln als Begründer der modernen …
Bild: „Platée. Ein Begehren“: Eitelkeiten und Eifersucht in der Neuköllner Oper
„Platée. Ein Begehren“: Eitelkeiten und Eifersucht in der Neuköllner Oper
Ob Eitelkeiten am französischen Hof oder in der Neuköllner Oper, der Unterschied ist nicht so groß! Robert Lehmeier und Jakob Vinje haben die Ballet-Comédie von Jean-Philippe Rameau, eine 1745 in Versailles aufgeführte Oper, in die Neuzeit gebeamt. Und da die Neuzeit in der Neuköllner Oper stattfindet, hat Regisseur Robert Lehmeier, Komponist Jakob Vinje …
Bild: Reise nach Jerusalem
Reise nach Jerusalem
Tagebuchschnipsel zwischen Liebe und Politik in der Neuköllner Oper Die Inszenierung „Nächstes Jahr in Jerusalem“ in der Neuköllner Oper verbindet in einer Video-Collage gekonnt private Tagebuchschnipsel mit Liebe und brennenden Fragen zum Thema Judentum. Miriam Sachs und Karsten Troyke haben nach der Romanvorlage „Reise nach Jerusalem oder 141 Tage …
Bild: Laubenpieperidylle im Keller der Neuköllner Oper
Laubenpieperidylle im Keller der Neuköllner Oper
Berlin-Neukölln, 19. Mai 2011 Die Musiktheater-Formation schindelkilliusdutschke lädt zur Wiederaufnahme ihrer Komposition „Schreberzone“ in die Katakomben der Neuköllner Oper ein. Der Besucher steigt einige Stufen in den vor einigen Jahren wiederbelebten Kegelkeller der Passage Neukölln. Hier waren die Theaterleute von schindelkilliusdutschke bereits …
„babytalk“ –Das Kinder-Krieg-Musical in der Neuköllner Oper
„babytalk“ –Das Kinder-Krieg-Musical in der Neuköllner Oper
„babytalk“ –Das Kinder-Krieg-Musical in der Neuköllner Oper Die Neuköllner Oper hat nach acht Jahren Pause und Inszenierungen an vielen anderen Häusern das wunderbare Sommerstück wieder wach geküsst. Die Neueinstudierung von „babytalk“ an der Geburtswiege des Musicals, in der Neuköllner Oper in Berlin, ist zeitlose aktuelle und gut umgesetzte Unterhaltung. Das …
Bild: Türkisch für Liebhaber in der Neuköllner Oper
Türkisch für Liebhaber in der Neuköllner Oper
Mit „Türkisch für Liebhaber“ wurde in der Neuköllner Oper ein neues Mozart-Singspiel geschaffen, dass inhaltlich die Wirrungen des Lebens von Türken in Deutschland aufs Korn nimmt. Das zeitgenössische Singspiel entstand aus dem Geist der Türkenoper „Der wohltätige Derwisch“ des 18. Jahrhunderts und erzählt aus der Perspektive junger Künstler mit türkischen …
Bild: KERN Malerei Uta Zeidler und Gerard WaskievitzBild: KERN Malerei Uta Zeidler und Gerard Waskievitz
KERN Malerei Uta Zeidler und Gerard Waskievitz
… Neukölln hat einen eigenen Sound. Es ist der Sound von Menschen aus über 160 Nationalitäten, die hier zusammen wohnen und arbeiten. Um ihn hörbar zu machen, rief die Neuköllner Oper 2009 Neuköllner Bürger und Bürgerinnen auf, gemeinsam mit dem David Moss zu singen. Der in Berlin lebende New Yorker Stimmkünstler hat eine Methode entwickelt, bei der Menschen …
Bild: Berlins größtes Kunstfestival lädt zum Kick-Off ein
Berlins größtes Kunstfestival lädt zum Kick-Off ein
… Festivalgebiet statt. Alle Interessierten sind herzlich zum "offiziellen Startschuss" für das kommende Festival eingeladen. Am 02.12.13 um 19:00 Uhr wird es im großen Saal der Neuköllner Oper, Karl Marx Str. 131-133 im Rahmen einer Auftaktveranstaltung jede Menge Informationen über 48 STUNDEN NEUKÖLLN und im Detail zum Jahresthema „Courage.“ geben. Mit …
Sie lesen gerade: Moshammer in Neukölln beliebt? - Die Moshammeroper in der Neuköllner Oper