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Laubenpieperidylle im Keller der Neuköllner Oper

23.05.201109:43 UhrKunst & Kultur
Bild: Laubenpieperidylle im Keller der Neuköllner Oper
Foto: Matthias Heyde @schindelkilliusdutschke
Foto: Matthias Heyde @schindelkilliusdutschke

(openPR) Berlin-Neukölln, 19. Mai 2011 Die Musiktheater-Formation schindelkilliusdutschke lädt zur Wiederaufnahme ihrer Komposition „Schreberzone“ in die Katakomben der Neuköllner Oper ein. Der Besucher steigt einige Stufen in den vor einigen Jahren wiederbelebten Kegelkeller der Passage Neukölln. Hier waren die Theaterleute von schindelkilliusdutschke bereits als Passagiere im Kegelkeller unterwegs.


Im Rahmen eines gespielten Seminars „Welcher Garten passt zu mir?“ wird das Thema rund um die Kleingartenidylle von schindelkilliusdutschke künstlerisch aufs Korn genommen. Im hellen Seminarraum wird von den weißen Anzugträgern in das Thema eingeführt. Musikgeklimper ertönt, Geräusche sind an aller Ecken zu hören, Schnarchen geht in undefinierbare Laute über, die Kleingartenverordnung wird intoniert und theologische Aspekte werden von einer unendlichen Aufzählung von Pflanzen abgelöst. Ein ewiges Hin und Her mit viel Witz und hohem künstlerischem Können! Melodisch kraftvolle Stimmbildungsübungen gehen in schrille bellende Laute über. Was hat das Ganze mit Schrebergärten zu tun? Die musikalische Theatergruppe schindelkilliusdutschke nähert sich gerne ihren Themen von vielen Seiten.
So kann man Daniel Moritz Schreber (geboren am 15. Oktober 1808 in Leipzig, gestorben 10. November 1861 in Leipzig) als Namenspatron der Schrebergärten ansehen. Der Arzt und Hochschullehrer war Leiter der orthopädischen Anstalt und setzte sich für die innerstädtische Entwicklung von Spiel- und Sportflächen ein. „Spielwiesen“ für Kinder und Armengärten in der Stadt sind gedeihlich für die menschliche Entwicklung, meinte Schreber. Schreberzone führt das Publikum in die Intension und Denkweise des Arztes ein. Harmonie, Gemütlichkeit, Bürgersruh, Einigkeit und Gesundheitspflege werden angestimmt. Mit viel Heiterkeit wird ein meditativer Wunschgarten fantasiert und dann schnöde von einer Videoinstallation abgelöst, die das Laubenpieperdasein zwischen S-Bahn und Autobahn erlebbar macht. Das Publikum wandert nun durch die verschiedenen liebevoll gestalteten Schrebergartenzonen. Glockenspiel auf eingeweckten Gläsern, Pflanzenzucht im Keller, musikalisch orthopädische Leibesübungen: All das soll zur „moralischen Veredelung“ führen. Die drei musikalischen Ausnahmekünstler intonieren Ravels Bolero und singen Lieder von Brecht und Eisler. Es gibt viele musikalische Leckerbissen: gestreuter Sand erzeugt zarte Klänge und das zahnschmerzenbringende Gekratze von Harken und Mistgabeln fügt sich zu einem wundersamen künstlerischen Gesamtbild. Die lustvollen Texte und eigenwilligen Interpretationen sorgen immer wieder für Gegacker beim Publikum. Man sieht wundersam Pflanzen wachsen. Die Protagonisten begleiten das Wachstum der Gärten, manchmal hilft da auch der Mondkalender. Egal was Volker Schindel, Rainer Killius und Tobias Dutschke darstellen, ob sie erschöpft, panisch oder wütend sind, als beeindruckende Persönlichkeiten beamen sie die Zuschauer, die auch Bestandteil des Stückes werden, in eine ganz andere Welt. Skurrile, witzige und kritische Texte, Spiele mit Wortpaaren und viel Musikalität sind das Konzept der Truppe. Und dieses Konzept von schindelkilliusdutschke geht voll und ganz auf! Es fügt sich zu einem wundersamen künstlerischen Gesamtbild. Egal ob Blasmusik und A-cappella-Gesang, die Musiker treffen die Seele des Publikums. Aber auch das aufgeregte kleingärtnerische Spiessertum bekommt sein Fett weg. Interviewfetzen erzählen von den Freuden und Sorgen der Gartenfreunde. Mit Akkordeon, Klarinette und Trommelstock interpretiert schindelkilliusdutschke „Was braucht der Berliner, um glücklich zu sein“; einst gesungen von Claire Waldoff: ne Laube, Zaun und een Beet! Das Fest der Schrebergärtner kann beginnen!
Das Premierenpublikum der Wiederaufnahme applaudiert begeistert. Hier im Kegelkeller in Neukölln kann man ein kurzweiliges Laubenpieperamüsement der künstlerischen Spitzenklasse erleben!
Thomas Moser –BerLi-Press (www.berli-press.de)

Schreberzone wurde am 16. April 2010 beim Festival „open Op“ uraufgeführt und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und aus Mitteln des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Senatskanzlei, Kulturelle Angelegenheiten. Inszenierung: Matthias Rebstock, Raum & Projektionen: Sabine Beyerle & David Reuter, Kostüme: Sabine Hilscher.
schindelkilliusdutschke
Seit 2005 entwickeln die drei Musiker und Darsteller Volker Schindel, Rainer Killius und Tobias Dutschke unkonventionelles Musiktheater sowie musikalische Theaterabende. So produzierte das Trio für die Sophiensaele (2005), am Konzerthaus Berlin (2006 u. 2007), am Schauspiel Köln (2008), bei „Theaterland Steiermark“/AUT (2008), an der Neuköllner Oper (2007 u. 2010). Schreberzone ist die dritte Zusammenarbeit mit Rebstock/Hilscher. Mit Reuter/Beyerle arbeiteten sie zusammen an der Neuköllner Oper bei Passagiere im Kegelkeller 2007. Zahlreiche Gastspieleinladungen nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz, aber auch nach Irland, Polen, Tschechien, Belgien, Israel.
Mehr Infos unter: www.schindelkilliusdutschke.de
Spieltermine 19., 21./22. und 26.-28. Mai sowie 2., 4., 10./11. 17./18.und 23.-26. Juni 2011, 21.00 Uhr
Spielort NEUKÖLLNER OPER, Karl-Marx-Str. 131-133, 12043 Berlin
Verkehrsanbindung: U 7 - Karl-Marx-Straße; S 41/42/46/47 – Neukölln; Bus 104
Karten 9 - 18 Euro Vorbestellung unter 030 / 6889 0777, unter E-Mail sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

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