openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Web 2.0-Pionier O’Reilly und die kollektive Intelligenz des Internets

09.08.200714:03 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Technologieschübe kommen über mobile Endgeräte und Spracherkennung

Bonn. Die Vision von der künstlichen Intelligenz wird Wirklichkeit, so Computerbuchverleger und Web 2.0-Pionier Tim O’Reilly http://tim.oreilly.com/personal_bio.csp im Interview mit der Deutschen Welle http://www.dw-world.de. Das Leben mit dem Internet sei viel weiter, als manche ahnungslose Nutzer meinten. Und es gebe keinen Weg zurück. O’Reilly ist sich allerdings nicht sicher, ob der nächste große Technologie-Schub mit dem WorldWideWeb verbunden ist. „Wenn wir über unseren Umgang mit Computern reden, verbinden wir das immer noch damit, vor einem Bildschirm zu sitzen und auf einer Tastatur zu tippen. Aber Computer werden immer mehr im Hintergrund verschwinden. Die offensichtliche Veränderung ist zunächst, was ja viele Menschen auch schon beschrieben haben, dass auch mobile Endgeräte oder Mobiltelefone als Plattform dienen. Damit ist auch verbunden, dass Spracherkennung immer besser wird. Oder dass Fotoapparate mittlerweile mit GPS ausgestattet sind. Wenn Sie damit ein Foto machen, ist der Ort automatisch Teil des Fotos und damit Teil der Information, die Sie zum Beispiel auf eine Web-2.0-Anwendung wie flickr stellen. Und plötzlich lernt das globale Gehirn etwas, was Sie gar nicht beabsichtigt haben“, betont O’Reilly.



Microsoft habe eine Software vorgestellt, die Photosynth http://labs.live.com/photosynth/ heißt. Mit ihr könnten aus aneinander gereihten Digitalfotos 3-D Modelle entworfen werden. Man müsse die Fotos nur mit „Tags“ versehen, also markieren, und jemand anderes nutzt das und führt alles zu einem 3-D Modell zusammen. „Wir bewegen uns also in Richtung künstlicher Intelligenz. Allerdings ist immer noch ein Mensch dahinter, der dem Programm sagt, was es tun soll. Aber das Beispiel zeigt, was mit der Nutzung kollektiver Intelligenz gemeint ist. Wir geben immer mehr Daten in das globale Netzwerk ein, und Menschen schreiben Programme, die neue Verbindungen erstellen. Es ist, als würden die Synapsen des kollektiven Gehirns wachsen. Ich glaube, wir dürfen Überraschungen erwarten“, meint O’Reilly.

Die Informationen aus dem Internet werden nach seiner Erkenntnis auf viele verschiedene Arten zugänglich sein. „Wir denken immer, es gibt Milliarden Computer da draußen – aber das stimmt nicht. Es gibt eigentlich nur einen, und darum geht es im Web 2.0. Alles wird mit allem verbunden. Und was wir heute unter einem Computer verstehen, ist eigentlich nur ein Zugangsgerät zu dem einen weltweiten elektronischen Gehirn, das wir erschaffen“, sagt O’Reilly.

Webexperten halten die Visionen von O’Reilly für realistisch: „So wird die Spracherkennung eine Schlüsseltechnologie sein für den Zugriff auf das vernetzte Weltwissen. Wie häufig hätten wir gerne im Alltag genaue Informationen zu Sportergebnissen, Telefonnummern oder Adressen. Unendlich viele Dinge, die wir, wenn wir gerade im Internet wären sofort ‚er-googlen’ würden. Da das aber in der Freizeit und von Unterwegs selten der Fall ist und der Zugriff über das Handy mit Tastatur oder Touchscreen zu mühselig ist, verzichten wir meistens darauf, unseren Wissenshunger sofort zu stillen. Anders wäre es, wenn wir mit einfachen gesprochenen Suchbefehlen unsere Anfrage starten und die Suche dann bei Bedarf eingrenzen könnten, genauso, wie wir es derzeitig mit der PC-Tastatur und der Maus tun und das ganze jederzeit und von jedem Ort aus“, kommentiert Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de, die Analysen des Web 2.0-Vordenkers. Die fehlenden Bausteine dafür seien jetzt schon verfügbar sein, so dass es nur eine Frage der Zeit seit, bis sich die Menschen weltweit an dieses neue Interface gewöhnt haben. „Die Spracherkennung im personalisierten Diktiermodus ist schon sehr weit gereift, die mobilen Datenzugriffe werden immer schneller und auch Flatrates im Mobilfunk werden vermutlich bald genauso verbreitet sein wie im DSL-Geschäft“, weiß Pape.

Spannender werde es noch, wenn man in der nächsten Generation des Internets, dem SemanticWeb, auf eine gesprochene Frage nicht eine Flut von Weblinks angezeigt bekommt, sondern das Sprachdialogsystem gleich die richtige Antwort gibt. „Viele Informationen liegen bereits strukturiert vor wie Fahrplaninformationen, Telefonnummern, Sportergebnisse oder bewertete Restaurants und sonstige Adressen. Was fehlt ist eine Art Yahoo des ‚Voicewebs’, über das sich jeder personalisiert seine gewünschten Angebote zusammenstellen und über Sprache oder Multimodale Interfaces abfragen kann. Anfänge gab es auch hier schon in den USA mit Voice-Web-Portalen wie Tellme, einer Firma, die gerade von Microsoft aufgekauft wurde. Weltweit arbeiten sehr viele von Entwickler bei Google daran, die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine zu verbessern“, resümiert Pape. Weitere Beiträge zum Thema Künstliche Intelligenz und Sprachcomputer finden Sie in der Onlineausgabe des Magazins NeueNachricht http://www.ne-na.de.

Medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 151250
 103

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Web 2.0-Pionier O’Reilly und die kollektive Intelligenz des Internets“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009 - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mit Bildern, kurzen Texten, Blog-Beiträgen oder Links, die sie interessant finden. „Es lässt sich kaum leugnen: Wir sind zum Glück nicht mehr Papst, wir sind jetzt Netz. Die Menschen haben begonnen, wichtige Teile ihres gesellschaftlichen Treibens ins Internet zu verlag…
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009 – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen und mittleren Unternehmen auf, die unverschuldet in Not geraten sind und bei denen unerwartete Liquiditätsengpässe auftreten. Eine Möglichkeit bestünde in einfachen und schnellen Verfahren, um Steuern und Sozialabgaben vorübergehend zu stunden oder Vorauszahlungen anzupassen…

Das könnte Sie auch interessieren:

Google-Handy als cleverer Helfer
Google-Handy als cleverer Helfer
Mobile Kommunikation gepaart mit Künstlicher Intelligenz Hamburg/München, 6. Februar 2009, ne-na.de – Experten der Telekommunikation haben den Angriff von Google auf die mobile Welt schon lange erwartet. Mit dem Verkaufsstart des Handys G1 über die Mobilfunkfirma T-Mobile beginnt ein neues Kapitel für den drahtlosen Datenverkehr, denn Google wird mit …
webdevity.de: Erstes deutschsprachiges Expertenforum für Web-Entwickler mit Open Source-Schwerpunkt geht online
webdevity.de: Erstes deutschsprachiges Expertenforum für Web-Entwickler mit Open Source-Schwerpunkt geht online
… – und garantiert eine Antwort innerhalb von 24 Stunden Bonn, 03. März 2006. – Der „Fachverlag für Computerwissen“ startete gemeinsam mit dem Computer-Fachbuchverlag O’Reilly zum 01. März 2006 die „Web Developer’s Community“ – das erste professionelle Web-Entwickler Forum für Open Source-Lösungen in deutscher Sprache. Unter http://www.webdevity.de/forum/ …
EclipseCon 2005 veröffentlicht Konferenz Keynote-Vorträge
EclipseCon 2005 veröffentlicht Konferenz Keynote-Vorträge
Bekanntgabe der Keynote-Vorträge von Tim O’Reilly - CEO, O’Reilly Media, Urs Hoelzle - VP Engineering, Google, Lee Nackman - CTO, IBM Rational Software OTTAWA, ONTARIO, CANADA, 10. November 2004. Die Eclipse Foundation gibt bekannt, dass Tim O’Reilly (CEO, O’Reilly Media), ein bedeutender Sprecher der Open-Source-Bewegung, Urs Hoelzle (Vice President …
Web 2.0 Expo Berlin gibt Key Note Speaker bekannt
Web 2.0 Expo Berlin gibt Key Note Speaker bekannt
Namhafte Persönlichkeiten wie Tim O’Reilly, Werner Vogels, Kathy Sierra und Toby Coppel sprechen auf der Expo Berlin, 8. Oktober 2007 – O’Reilly Media, Inc. und CMP, die Veranstalter der Web 2.0 Expo Berlin, geben die Keynotes für die Veranstaltung bekannt, die vom 5. bis zum 8. November 2007 auf dem Berliner Messegelände stattfindet. An der viertägigen …
Dialogsysteme, semantisches Web und das Ende der Google-Ära
Dialogsysteme, semantisches Web und das Ende der Google-Ära
… Sprache oder Multimodale Interfaces abfragen kann“, so Pape. Zu einer ähnlichen Einschätzung gelangt Professor Wolfgang Wahlster, Leiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) http://www.dfki.de: „Das Web 2.0 ist ein primär syntaktisches Web mit Layout-, aber ohne Bedeutungsannotationen“, so Wahlster gegenüber ddp. Das führe …
Große Resonanz auf Programmierwettbewerb „Code Challenge 2006“ von webdevity.de
Große Resonanz auf Programmierwettbewerb „Code Challenge 2006“ von webdevity.de
… Open-Source-Programme einreichen · webdevity.de auf der FrOSCon 2006 am 24. und 25. Juni 2006 in der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin bei Bonn · O’Reilly-Lektoren zapfen Bier für Konferenzteilnehmer Bonn, 21. Juni 2006 – Der von webdevity.de kürzlich gestartete Programmierwettbewerb „Code Challenge 2006“ kommt gut an. Die Web-Entwickler-Community von …
Bild: Leben in der digitalen Welt - Resümee zum 2. Dresdner ZukunftsforumBild: Leben in der digitalen Welt - Resümee zum 2. Dresdner Zukunftsforum
Leben in der digitalen Welt - Resümee zum 2. Dresdner Zukunftsforum
… Individuen sind häufig einfach besser, nur ist es recht unwahrscheinlich, dass man diese Personen immer zur Verfügung hat. Daher wird beides benötigt: Schwarmintelligenz und Elite bzw. Einzelintelligenz. Ein Unternehmen muss daher eine geeignete Arbeitsumgebung schaffen, die sowohl für hochkreative Einzelkämpfer als auch für kooperierende Teams geeignet …
webdevity.de ruft zum Endspurt für den Programmierwettbewerb „Code Challenge 2006“ auf
webdevity.de ruft zum Endspurt für den Programmierwettbewerb „Code Challenge 2006“ auf
… drei verschieden schweren Kategorien Open-Source-Anwendungen. Alle Mitwirkenden haben zudem die Möglichkeit, im webdevity.de-Internetforum innerhalb von 24 Stunden Antworten von Experten des O’Reilly Verlags auf Fragen zu PHP, Perl, JavaScript, MySQL, CSS etc. zu erhalten. Bereits über 100 Entwickler konnten die Web-Entwickler-Community von O’Reilly …
Bild: Internet-Vordenker Tim O’Reilly kommt nach DeutschlandBild: Internet-Vordenker Tim O’Reilly kommt nach Deutschland
Internet-Vordenker Tim O’Reilly kommt nach Deutschland
… Internets Dresden, 11. Oktober 2006. – T-Systems Multimedia Solutions bietet zu seinem zweiten Dresdner Zukunftsforum am 16. November interessante Beiträge und Diskussionen bekannter Experten. Tim O’Reilly regt mit seinem Vortrag zum Thema „Web 2.0“ zur Diskussion über die Zukunft des Internets an. Im Mittelpunkt des Forums stehen die neuen Möglichkeiten …
Virtuelles Fräulein vom Amt - Sprachgesteuerte Handys als Tipping Point des Internets
Virtuelles Fräulein vom Amt - Sprachgesteuerte Handys als Tipping Point des Internets
… die auf einer Suchmaschine und demnächst sogar auf weiteren Handyfunktionen aufsetzt. Sprachdialogsysteme werden es erst, wenn ein Wissen über die Domäne und Dialogintelligenz hinzukommen. Das ist das, was wir mit dem Personal Assistant umsetzen. Dazu müssen die Wissensgebiete semantisch aufbereitet und Dialogstrategien hinterlegt werden. Die wichtigsten …
Sie lesen gerade: Web 2.0-Pionier O’Reilly und die kollektive Intelligenz des Internets