(openPR) Im Kampf gegen multiresistente Bakterien bei postoperativen Krankenhausinfektionen setzt man in schwedischen Krankenhäusern vermehrt auf eine neue mobile Laminar Flow Technik die es erlaubt die Keimkonzentration im OP Feld und auf dem Instrumententisch um bis zu 95% zu senken.
Laut des Jahresberichtes des European Antimicrobial Resistance Surveillance System (EARSS) von 2005 haben sich die Erreger von MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) in Deutschland und den meisten europäischen Staaten weiter ausgebreitet. Der Bericht warnt davor, dass Antibiotika-Resistenzen die erfolgreiche und wirksame Behandlung von Infektionen ernsthaft bedrohen und zu einer stetigen Zunahme der Todesfälle und Krankheitsbelastung führen. Es muss daher aus medizinischer Sicht alles getan werden um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten.
Unabhängig von der Konzeption der RLT-Anlage wird die Luftkeimzahl in Operationssälen (insbesondere im OP Gebiet und auf den Instrumententischen) maßgeblich von der Anzahl und der körperlichen Aktivität des Personals bestimmt sowie der Dauer der Operation. Viele Infektionen im OP Saal werden durch kontaminierte Instrumente verursacht da diese sich zum größten Teil ungeschützt außerhalb des laminaren Luftstroms befinden und durch die Dauer der Operation wieder neu kontaminiert werden.
Zum Schutz der sterilen Instrumente vor einer Kontamination mit Mikroorganismen (insbesondere bei langen Operationen) hat die schwedische Firma Toul Meditech einen mobilen Instrumententisch mit integriertem Laminar Flow entwickelt der die Sterilität der Instrumente selbst bei sehr langen Operationen garantiert. Dies wird erreicht durch die "Schaffung einer ultrareinen Zone" mittels Filtrierung der Luft durch Schwebstofffiltern (Hepa H 14) ohne störende Zugluft. Diese Technologie hilft dem Krankenhaus viel Geld zu sparen da jede Krankenhausinfektion die Liegedauer des Patienten unnötig verlängert und außerdem teure Antibiotika nötig sind zur Genesung des Patienten.
Diese Technologie wird in Schweden bereits seit nunmehr über 4 Jahren genutzt mit hervorragenden Ergebnissen. In der Uniklinik Uppsala konnte man dank dieser neuen Technik die Infektionsrate von 4% auf unter 1% senken. In der Klinik für plastische Chirurgie Plastikkirurggruppen Stockholm benutzt man dies Lösung seit nunmehr über 3 Jahren und hat es geschafft die Infektionsrate auf 0,52% zu bringen. In einigen orthopädischen Abteilungen ist es gelungen die Infektionsrate auf annährend "Null" zu bringen! Diese Geräte sind außerdem sehr preisgünstig da sie mobil sind und keinen Anschluss zur vorhandenen Klimatisierung benötigen.
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