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Den Keimen auf der Spur

02.02.201218:40 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Den Keimen auf der Spur
Nasen-Rachen-Abstrich für das MRSA-Screening
Nasen-Rachen-Abstrich für das MRSA-Screening

(openPR) St. Franziskus-Hospital 1. Kölner Krankenhaus mit umfassendem MRSA-Screening

Als erstes Kölner Krankenhaus testet das St. Franziskus-Hospital alle neu aufgenommenen stationären Patienten auf multiresistente Keime. Diese Bakterien können schwere Infektionen verursachen. Das Ehrenfelder Krankenhaus verzeichnet beachtliche Erfolge in der Eindämmung von MRSA.



Wie viele Keime werden im Krankenhaus erworben und wie viele werden von Außen ins Haus gebracht? Um diese Frage besser beantworten zu können, wird im St. Franziskus-Hospital seit 01.04.2011 ein erweitertes MRSA-Eingangsscreening durchgeführt. Nun präsentierten Achim Schütz, Geschäftsführer, Dr. Elmar Kleimann, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Chirurgie I – Allgemein- und Visceralchirurgie, und Ulrich Boll, Hygienefachpfleger, die Ergebnisse der 9-monatigen Pilotphase.

Seit dem Start des erweiterten Screenings werden alle stationären Patienten bei ihrer Aufnahme mit einem Nasen- / Rachenabstrich auf MRSA-Keime getestet. „Hierdurch ist gewährleistet, dass ein Träger frühzeitig erkannt wird, und wir die notwendigen Schritte einleiten können“, erläutert Ulrich Boll, Hygienefachpfleger des St. Franziskus-Hospitals. Dr. Elmar Kleimann, Ärztlicher Direktor, ergänzt: „Eine erste wesentliche Erkenntnis ist, dass der MRSA sehr häufig nicht erst im Krankenhaus erworben wird, sondern von den Patienten bereits mitgebracht wird.“

Denn: Von 9.000 im St. Franziskus-Hospital untersuchten Patienten wurden bei der Aufnahme 139 positiv getestet, d. h. sie waren bereits bei der Aufnahme ins Krankenhaus mit dem MRSA-Keim besiedelt. Und: In den 9 Monaten des Screenings haben nur 5 Patienten den gefährlichen Keim im Krankenhaus selbst erworben. „Diese Zahlen sind für uns eine wichtige Erkenntnis“, betont Geschäftsführer Achim Schütz. Dennoch wolle man sich stark auf die hygienischen Maßnahmen im St. Franziskus-Hospital konzentrieren, um diese sehr gute beizubehalten oder gar zu verbessern.

Im Fall eines positiven Befundes werden die Betroffenen sofort isoliert, und es wird unverzüglich mit der gezielten Behandlung des Patienten gegen die Keim-Besiedlung begonnen. Zusätzlich erhalten sie Informationsmaterial mit wichtigen Hinweisen zur MRSA-Besiedlung.

Die gefährlichen Bakterien aus der Staphylokokken-Familie können eitrige Infektionen hervorrufen. Bei 20 bis 40 Prozent der erwachsenen Bevölkerung findet man diese Bakterien im Nasen-Rachen-Raum – ohne dass die Träger erkranken. Bei zwei bis vier Prozent von ihnen ist dieser Keim multiresistent, ein so genannter MRSA-Erreger. Bei abwehrgeschwächten oder schwerkranken Patienten, ganz besonders im fortgeschrittenen Alter, können diese multiresistenten Erreger schwerwiegende Infektionen verursachen. Die Erreger sind sehr schwer medikamentös zu kontrollieren. Hinzu kommt, dass einige MRSA-Stämme sich schnell ausbreiten und sich allen hygienischen Maßnahmen zum Trotz hartnäckig im Krankenhausmilieu festsetzen.

Sicherlich bedeutet das ausgeweitete Eingangsscreening zunächst einen erhöhten Aufwand. „Für uns ist aber viel wichtiger: Durch die Tests kann die Infektionsrate in unserem Krankenhaus deutlich gesenkt werden, was langfristig wiederum den hohen Aufwand der zusätzlichen Betreuung reduziert – und nicht zuletzt natürlich der Sicherheit unserer Patienten dient“, bringt es Dr. Elmar Kleimann auf den Punkt. So wird bei der Aufnahme erklärt, warum der Abstrich vorgenommen wird und welchem Zweck das Screening dient. Und gerade weil die Hygiene in Krankenhäusern immer wieder öffentlich thematisiert wird und die zum Teil unzureichende Aufklärung über MRSA-Infektionen zur Verunsicherung bei der Bevölkerung geführt hat, ist die Reaktion der Patienten auf das Screening durchweg positiv.




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Wie viele Keime werden tatsächlich im Krankenhaus erworben? Um diese Frage besser beantworten zu können, wird im St. Franziskus-Hospital nun ein erweitertes MRSA-Eingangsscreening durchgeführt. Seit dem 01.04.2011 werden alle stationär aufgenommenen Patienten bei ihrer Aufnahme mit einem Nasen- / Rachenabstrich auf MRSA-Keime getestet. „Eine erste wesentliche Erkenntnis ist, dass der MRSA sehr häufig nicht erst im Krankenhaus erworben wird, sondern von den Patienten bereits mitgebracht wird“, so Dr. Elmar Kleimann, Ärztlicher Direktor. Von rund 9.000 im St. Franziskus-Hospital untersuchten Patienten wurden bei der Aufnahme 139 positiv getestet. In den 9 Monaten des Screenings haben nur 5 Patienten den gefährlichen MRSA-Keim im Krankenhaus erworben. Im Fall eines positiven Befundes werden die Betroffenen sofort isoliert, und es wird unverzüglich mit der gezielten Behandlung des Patienten gegen die Keim-Besiedlung begonnen. Zusätzlich erhalten sie wichtige Hinweise zur MRSA-Besiedlung.

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