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Besorgte Mutter fragt: Ruft eine Bundesbehörde zum Kindesmissbrauch auf?

03.08.200712:50 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Umstrittene Broschüre „Körper, Liebe, Doktorspiele“ ist ein Fall für die Gerichte

Bonn/Berlin - „Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist eine Fachbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.“ So stellt sich die Behörde – auch kurz BZgA bzga.de genannt – im Internet vor. Am 20. Juli wurde sie 40 Jahre alt. Und wartet zum Jubiläum mit einem handfesten Skandal auf. „Körper, Liebe, Doktorspiele“ heißt der Titel einer Broschüre, die von der Institution, die sich sonst mit Aids-Aufklärung oder dicken Kindern beschäftigt, herausgebracht wurde.

Die Boulevard-Zeitung Express http://www.express.de und andere Medien haben jetzt über diesen Vorfall berichtet, der aber schon länger bekannt war. In ganz Deutschland wurden insgesamt 650.000 Exemplare der „Aufklärungs“-Hefte verteilt. Sie liegen in Kindergärten, Familienbildungsstätten sowie bei Kinderärzten aus. Auch im Internet wurde der vermeintliche Ratgeber, der - so Kritiker - eher einer Gebrauchsanweisung für Pädophile gleichkommt, heruntergeladen. Deutschland beschäftigt ein ganzes Heer von berufsmäßigen Bedenkenträgern, so genannten Experten und Beamten. Doch niemandem fiel anscheinend der skandalöse Inhalt der Broschüre auf – bis sich empörte Eltern an das von Ursula von der Leyen (CDU) geführte Bundesfamilienministerin wandten. Laut Express erstattete inzwischen eine Mutter bei der Staatsanwaltschaft Köln Anzeige gegen die Bundeszentrale wegen Aufrufs zum Kindesmissbrauch.

Bereits rund zwei Wochen früher hatte Marie Theres Kroetz-Relin http://www.marie-theres.com, Tochter der verstorbenen Schauspielerin Maria Schell und selbst Mutter von drei Kindern, auf Ihrer Internetseite und in der Illustrierten Die Aktuelle http://www.aktuelle.de über den Vorfall berichtet. Sie hatte kurz zuvor von der Lobby für Menschenrechte den merkwürdigen Ratgeber zugeschickt bekommen. „Der so genannte ‚Ratgeber für Eltern zur kindlichen Sexualerziehung vom ersten bis zum dritten Lebensjahr’ forderte Mütter und Väter dazu auf, ‚das Notwendige mit dem Angenehmen zu verbinden, indem das Kind beim Saubermachen gekitzelt, gestreichelt, liebkost, an den verschiedensten Stellen geküsst wird’“, schreibt Kroetz-Relin, die sich nach einer vielversprechenden Karriere als Schauspielerin zunächst ganz ihrer Familie gewidmet hatte und mittlerweile eine Initiative zur Stärkung der Rechte der Hausfrauen namens Hausfrauenrevolution http://www.hausfrauenrevolution.com gegründet hat. „Wie bitte? Ich war fassungslos und las weiter: ‚Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.’ Ich war entsetzt! Diese Broschüre ist ein Freibrief für Pädokriminelle, sozusagen eine staatliche Anleitung zur Sexualisierung von Kleinkindern - ein Skandal! Bezahlt von unseren Steuergeldern!“

Parallel meldeten sich zahlreiche Polizeibeamte und ein ganzes Kriminalkommissariat bei der Lobby für Menschenrechte, um selbst etwas gegen diesen Ratgeber zu unternehmen. Kroetz-Relin schrieb mit einer gehörigen Portion Wut und Ekel im Bauch ihrer wöchentliche Kolumne für „Die Aktuelle“, die mit dem einem Aufruf an ihre Leserinnen endete: „‚So fördert Uschi die Unterdreijährigen - unsere Meinung ist gefordert!’“ Die Autorin konnte sich einfach nicht vorstellen, dass Ursula von der Leyen, eine Mutter von sieben Kindern, so etwas genehmigen würde! Bevor sie ihre Kolumne veröffentlichte, fragte sie beim Familienministerium schriftlich nach, ob dort diese Broschüre und der anstößige Inhalt bekannt seien. Mit einer Antwort rechnete sie nicht.

„Weit gefehlt! Zu meinem Erstaunen erhielt ich postwendend eine E-Mail vom Bundesministerium für Familie, in welcher mir - mit herzlichen Dank - mitgeteilt wurde, dass die Broschüre auf Wunsch der Ministerin sofort nach meinem Hinweis vom Markt genommen wurde und somit nicht mehr erhältlich sei“, berichtet Kroetz-Relin. Der Ratgeber sei eine ‚Altlast von Rot-Grün’ und der Ministerin nicht bekannt gewesen.

„Wir müssen die Broschüre auf jeden Fall überarbeiten, vor allem sprachlich“, erklärte inzwischen die Sprecherin von der Leyens. Man sollte ein Auge darauf haben, in welcher Form dies geschieht. Am Ende stellt sich die Frage: Wie konnte es sein, dass dieses Machwerk, gespickt mit „zweideutigen Formulierungen und zweifelhaften Tipps zum Umgang mit Genitalien“ (Spiegel-Online) überhaupt erscheinen konnte? Lesen Kinderärzte nicht die Broschüren, die sie auslegen? Wer hatte unter der rot-grünen Regierung die Verantwortung für die Freigabe der Texte? Fragen, die einer nicht nur juristischen Beantwortung harren.

Der Abteilungsleiter Sexualaufklärung der BZgA verteidigte unterdessen den Ratgeber. „Das ist alles wissenschaftlich abgesichert“, behauptete Eckhard Schroll. „Von den befragten Erzieherinnen fanden 93 Prozent die Broschüre hilfreich. Das ist zeitgemäße Sexualerziehung!“ Die Broschüre werde überarbeitet. „Zur inhaltlichen Änderung sehe ich aber keinen Anlass“, wurde Schroll zitiert. Eine Äußerung, die besorgte Eltern nachdenklich stimmen muss.

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