(openPR) Immer mehr Menschen ertrinken in Deutschland. Waren es im Jahre 2004 470 tödliche Badeunfälle, erhöhte sich die Zahl 2005 bereits auf 477 Ertrunkene. 2006 fanden 606 Menschen den Tod im "nassen Element". In der bundesweiten Statistik nimmt Bayern mit 123 Ertrunkenen die Spitzenposition ein, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 86 und Niedersachsen mit 64 Toten. Die Techniker Krankenkasse (TK) Niedersachsen richtet ihren Appell daher an alle Eltern, Kindern frühzeitig das Schwimmen beizubringen. Unter den Ertrunkenen sind besonders viele Kinder.
Teiche, Bachläufe, Pools, aber auch mit Wasser gefüllte Tonnen und Bottiche können zur Kinderfalle werden. "Viele Erwachsene sehen einen kleinen Gartenteich mit rund 40 cm Wassertiefe als ungefährlich an. Selbst derart kleine Gewässer stellen aber oft eine tödliche Gefahr für die Kleinsten dar", so Ernst Thiel, Leiter der TK Niedersachsen. "Eltern sollen vorsichtig und wachsam sein und die Kinder nicht aus den Augen lassen. Das ist die beste Unfallprophylaxe", so Thiel weiter.
Die Anzahl der Todesopfer ist bundesweit um 29 Prozent gestiegen. Die Gründe für diese traurige Bilanz sind vielfältig. Jede fünfte Schule hat keinen Zugang mehr zu Schwimmhallen, Schwimmunterricht findet kaum mehr statt. Für Schwimmkurse bestehen lange Wartezeiten. Schwimmbäder werden in Spaßbäder umgewandelt oder gänzlich geschlossen. Die Folge: Viele Menschen - meist Kinder und Jugendliche - können nicht mehr schwimmen. Die Ursache für tödliche Badeunfälle bei Erwachsenen ist oftmals leichtsinniges Verhalten oder Gruppenzwang. Die körperliche und gesundheitliche Konstitution wird falsch eingeschätzt.
Anmerkung für die Redaktion: Die TK bezieht sich auf Statistiken der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).
www.dlrg.de
Techniker Krankenkasse Niedersachsen
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www.tk-online.de/Lv-niedersachsen
AP: Ulrike Mickelat
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