(openPR) Kundeninformationen bieten auch im Handwerk ein großes Potenzial für Innovationsideen. Diese Ressourcen werden jedoch bisher häufig noch zu wenig genutzt, diagnostizierten WirtschaftspsychologInnen anhand einer Umfrage bei 20 Handwerksbetrieben in Hamburg.
Dr. Jan Dettmers und Kolleginnen (Universität Hamburg) berichten in der Fachzeitschrift Wirtschaftspsychologie: Im Handwerk wird der "Aufgabenbereich der Mitarbeiter vor allem in der Ausführung des ausschließlich vom Inhaber und Kunden ausgehandelten Auftrags" angenommen. "Die innovationsrelevanten und die meisten sonstigen kundenbezogenen Aktivitäten werden in geringerem Maß als Mitarbeiteraufgaben gesehen, obwohl sie für den Betrieb als sehr wichtig eingestuft werden. Entsprechend müssen müssen sie in den Aufgabenbereich des Inhabers fallen." Damit wird er möglicherweise überfordert und kann bestimmte Unternehmeraufgaben nicht mehr wahrnehmen.
"Eine wichtige Konsequenz wäre also die gezielte Übertragung von breiteren Aufgabenbereichen an die Mitarbeiter, um einerseits ihr Wissen aus dem Kundenkontakt in die Betriebsabläufe einzubinden und andererseits den Inhaber für strategische Aufgaben zu entlasten."
Jan Dettmers, Claudia Marggraf-Micheel, Saskia Stremming, Eva Bamberg:
Kunden als Quelle für Innovationen. Das Aufgabenverständnis von Mitarbeitern im Kundenkontakt
Wirtschaftspsychologie, Nr. 2/2007, S. 55-63











