(openPR) Aus dem Mittelmaß hinaus soll der Weg des ThSV Eisenach in der kommenden Zweitligasaison führen. Der Zwölftplatzierte der 2. Bundesliga Süd 2006/2007 steht ohne Zweifel vor einer richtungweisenden Saison. Monatelang sahen die Wartburgstädter in der vergangenen Saison wie einer sicherer Absteiger aus, ein katastrophaler Start in die Liga mit magerster Punkteausbeute schüttelte mächtig am Nervenkostüm des thüringischen Traditionsclubs. Trainerfuchs Zdenek Vanek musste den Trainerstuhl räumen und mit Hans-Joachim Ursinus auf dem Chefsessel konnte das Ruder gerade noch rechtzeitig herumgerissen werden. Eine sensationelle Aufholjagd konnte unter seiner engagierten Führung verbucht werden. Mit ganzen 3 Punkten übernahm er das Team des ThSV und sammelte mit seinen Spielern um Kapitän Timo Meinl dank verbesserter Physis und der Stärkung von Moral und Einsatzbereitschaft bis zum Ende insgesamt 29 Punkte. Eine Zitter-Saison, die in die Geschichte des Vorzeigeclubs aus Thüringen als eine Spielzeit eingehen wird, die mit dem „Ritt auf der Rasierklinge“ durchaus passend überschrieben ist.
Das soll in der neuen Zweitliga-Saison anders werden, denn das Potenzial zu einer deutlichen Leistungssteigerung ist wahrlich vorhanden. Nicht zuletzt die famose Aufholjagd mit 24:14 Punkten aus 19 Begegnungen in der vergangenen Saison hat demonstriert, dass sich die Eisenacher durchaus auf dem Niveau der Top-Mannschaften der 2. Bundesliga Süd behaupten können, wenn sie Kampfgeist und Athletik aufbieten und sich als eingeschworenes Team präsentieren. Dem Rückhalt ihres treuen Publikums in der Werner-Assmann-Halle jedenfalls dürfen sich die Profis des ThSV nach einer tollen Rückrunde als sechstbeste Zweitligamannschaft gewiss sein. Das Ursinus-Team konnte immerhin Spitzenmannschaften wie TUSEM Essen, Bergischer HC und Bayer Dormagen bezwingen.
Gleichwohl bleibt abzuwarten, ob die Eisenacher mit dem bis auf wenigen Positionen unveränderten Kader in der neuen Saison den angestrebten Platz im oberen Tabellendrittel erfolgreich abstreben können. Die Saisonvorbereitung ist ohne Zweifel hoch professionell und zielführend. Zum Leistungscheck weilten die Schützlinge des 62-jährigen Hans-Joachim Ursinus im Olympiastützpunkt Oberhof und zuletzt im Trainingslager in Oranienburg. Nun folgt mit dem Sparkassen-Handballcup eine weitere wichtige Standortbestimmung. Der ThSV genießt in der Gruppenphase zunächst Heimrecht und trägt seine drei Vorrundengruppenspiele in der Festung „Werner-Assmann-Halle“ aus. Freuen dürfen sich die Fans auf hochkarätige Gegner aus der 1. und 2. Bundesliga. Deutschlands wohl am besten besetztes Saisonvorbereitungsturnier wird die ersten wichtigen Fingerzeige darüber geben, wie sich die „Neuen“ beim ThSV integriert haben und welche Impulse von ihnen künftig zu erwarten sein werden. Die „Neuen“, das sind in gleich zwei Fällen die „Alten“, denn mit Karsten Wöhler und Christoph Jauernik kommen zwei Heimkehrer zurück zum ThSV. Der vielseitig einsetzbare Rückraumspieler Jauernik spielte zuletzt beim Zweitligakonkurrenten TuSpO Obernburg und der 32-jährige Wöhler beim nordhessischen Erstligisten MT Melsungen. Linksaußen Karsten Wöhler war bereits zu Erstligazeiten der Mannschaftsführer des ThSV. Nun wird er nicht nur mit seinem 12 Jahre jüngeren Bruder auf Torejagd für die Eisenacher gehen, sondern auch eine Führungsrolle beim Zweitligisten übernehmen.
Nur gut, dass ihm zur Seite wichtige Spieler wie Rückraumspezialist Tomas Sklenak und Torhüter Timo Meinl stehen. Mit Goran Jerkovic (wechselt zu Eintracht Hildesheim) und Rechtsaußen Zbynek Vesely verlassen freilich zwei wichtige Führungsspieler den Club. Hinzu kommt, dass Eisenachs Torschützenkönig Andrej Kastelic (117 Ligatore) und Routinier Krisztian Szep-Kis in der Sommerpause operiert werden mussten und aufgrund ihrer schweren Verletzungen für längere Zeit ausfallen dürften. Bleibt zu hoffen, dass das Trainergespann Ursinus/Henkel rechtzeitig eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen kann, die den ausgegebenen anspruchsvollen Zielen gerecht werden kann. Im vorigen Jahr gab es für die Wartburgstädter drei Niederlagen in der Vorrunde des Sparkassen-Handballcups. In diesem Jahr warten vom 31. 7. bis 4. 8. mit der HSG Wetzlar und Bundesligaaufsteiger TUSEM Essen erneut zwei starke Teams auf die Mannschaft des ThSV. Mit großer Spannung warten die Fans auch auf das ewig junge Ostderby mit dem EHV Aue. Die Vorrundenspiele beginnen jeweils um 18 und 20 Uhr.
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