(openPR) Die EIB Europäische Investmentbank ist ein unverzichtbarer Finanzierungspartner auch für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) in Asien.
Das hat die Bank mit den Globalen Darlehen nach der Tsunami Katastrophe an Sri Lanka und an den Malediven Staat unter Beweis gestellt. Aber: Eine Stellungnahme der EIB an WASME hat bestätigt: Sechs Asiatische Staaten, nämlich Bangladesh, Nepal, die Republik Korea, Malaysia, Singapur und Thailand sind bisher leer ausgegangen und haben bis dato keine Darlehen für KMU erhalten.
In einem persönlichen Gespräch zwischen dem stellvertretenden Divisionschef der EIB für Asien, O.Arango, und dem WASME – UNIDO Repräsentanten Knoll-Dornhoff, wurde vereinbart, die Öffentlichkeit in Zukunft noch besser über die Rolle der EIB im Bereiche der Finanzierung von KMU zu informieren. In einem Schreiben der Bank vom 10.05.07 erhielt WASME direkt vom Chef der EIB Asien Division, M. Zöllner, folgende Informationen (aus dem Englischen übersetzt):
ZITAT:
Bitte seien Sie informiert, daß Kredite an KMU nicht Gegenstand des „External Lending Mandates“ des Rates der EU für EIB Lending in Asien ist. Dennoch räumt die EIB intermediären Finanzierungseinrichtungen Kreditlinien für kleinere Kredite (unter 12,5 Millionen EUR) ein. In den letzten sechs Jahren (2001-2006) wurden Kreditlinien im Gesamtumfang von EUR 425 Millionen an Partnerbanken in sechs Asiatischen Ländern für elf Kreditaktionen ausgereicht. Dieser Betrag entspricht etwa 32% aller EIB Ausleihungen (EUR 1,3 Billionen) in Asien während dieser Periode.
Ein großer Teil dieser Mittel kommt den KMU direkt zugute (insbesondere mit den Post – Tsunami Krediten an Sri Lanka) und indirekt durch Beauftragungen mit Lieferungen und Dienstleistungen.
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Sieht man allerdings etwas genauer auf die EIB Kreditstatistik hin, so muss man jedenfalls gleich einmal EUR 50 Millionen eines „Global Loan“ für Indien abziehen, weil die Kreditlinie mit der RABO Bank sofort nach Unterzeichnung wieder gekündigt wurde. Es ist also fraglich, ob die KMU in Indien von diesem Geld je etwas gesehen haben. Auch die Post – Tsunami Kredite an die Malediven und Sri Lanka, insgesamt EUR 150 Millionen – so wichtig sie sind – stellen (hoffentlich) kein nachhaltiges Finanzierungsinstrument für die KMU in diesen Ländern dar. Somit sind die für KMU direkt wirksamen Globalen Kredite doch schon wesentlich geringer.
Bangladesh, Nepal, die Republik Korea, Malaysia, Singapur und Thailand scheinen in der EIB Statistik überhaupt nicht auf: Sie haben ja – so wie dies WASME berichtete – eben keine KMU Kredite, weder direkt noch indirekt erhalten.
WASME verkennt keineswegs die Bedeutung der EIB für die wirtschaftliche Entwicklung der Kleinen- und Mittleren Unternahmen in Asien und versteht auch sehr gut, dass die Initiative weniger von der EIB als von den bisher zu kurz gekommenen Ländern in Asien ausgehen sollte. Die WASME Vertreter bei der UNIDO, Susanne Forstinger und Norbert W. Knoll-Dornhoff, haben daher die Regierungen der kleineren Asiatischen Länder bei der 33. Sitzung des Industrial Development Board vom 25 - 27.07 in Wien eingeladen, im Wege der regionalen Handelskammern und KMU - NGOs über die finanzielle Lage der KMU und ihre Bedürfnisse in ihren Ländern zu berichten und Finanzierungseinrichtungen zu nennen, die in Zukunft als verlässliche Partnerinstitute der EIB für Globale Kredite an KMU qualifizieren können.
Der begonnene Dialog mit der EIB ist überaus wertvoll und sollte laufend fortgesetzt werden. Nur mit einer einzigen weiteren Kreditaktion der EIB in jedem der bisher unbedachten Länder Asiens könnten neue Geschäftsbeziehungen mit der Europäischen Wirtschaft aufgebaut und tausenden Menschen zu Beschäftigung und mehr Wohlstand verholfen werden.











