(openPR) Am 30. Juni fand in München die erste deutsche Jugend-Mentoring Messe statt. Es waren Projekte mit den verschiedensten Namen und Ausrichtungen vertreten. Sie alle suchen Ehrenamtliche, die sich für einige Stunden pro Woche oder Monat um einen benachteiligten Jugendlichen oder ein benachteiligtes Kind kümmern. Zu solchen Aktivpatenschaften gehören auch die Lernpatenschaften. Sie waren in München besonders stark vertreten. Es geht hierbei um mehr als ehrenamtliche Hausaufgabenaufsicht. Die ehrenamtlichen Lernpatinnen oder Lernpaten helfen einem Patenkind oder einer einer kleinen Gruppe von Patenkindern aktiv bei Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitungen. Sie bauen ein Vertrauensverhältnis zu dem Kind auf. Nur so entsteht die Motivation, die das Patenkind braucht, um seine schulischen Defizite abzubauen.
Besonders beeindruckend war in München das Projekt einer Gruppe von jungen Erwachsenen aus dem Ruhrgebiet mit Migrantenhintergrund. Sie sind selbst noch in der akademischen oder beruflichen Ausbildung, finden aber die Zeit, einem Hauptschüler oder einer Hauptschülerin aus einer Migrantenfamilie einige Stunden pro Woche zu widmen, damit er oder sie den Anschluss in der Schule nicht verpasst. Die Schulleiter sind begeistert, wenn man ihnen die Last mit den Sorgenkindern etwas erleichtert. Das wirkt sich auch auf das Gesamtverhalten der betreffenden Schüler aus. Wer Erfolg hat, bekommt mehr Selbstvertrauen und muss nicht durch Rabaukentum kompensieren. Auf der Datenbank unseres Vereins, die über www.patenschaften-aktiv.de zugänglich ist, gibt es Kontaktdaten zu ähnlichen Projekten, die in anderen Teilen Deutschlands Lernpaten und Lernpatinnen suchen. Sie reichen aber noch lange nicht aus, um den grossen Bedarf an ehrenamtlichen Lernpaten zu decken.










