(openPR) Kamp Lintfort – Die heißen Sommertage bergen für Haustiere wie Hunde und Katzen große Gefahren. Wie der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT e.V.) mit Sitz in Kamp Lintfort am Sonntag mitteilte, sind besonders geschlossene Autos, die in der prallen Sonne geparkt wurden, für die Vierbeiner häufige Todesfallen, Spaziergänge auf heißem Asphalt sind für sie eine Qual. Jährlich sterben Haustiere auf Grund von Überhitzung an Kreislaufkollaps. Schuld ist meist der Mensch.
An einem heißen Sommertag steigt die Innentemperatur in einem Auto pro Minute Wartezeit um ein Grad und kann Werte bis zu 70 Grad Celsius erreichen, warnt der Tierschutzverein. "Deshalb kein Lebenwesen in einem heißen Auto zurücklassen. Nicht einmal für kurze Zeit oder im Schatten", so ein BDT-Sprecher. Den Hitzestau im Innenraum eines Wagens kann auch ein leicht geöffnetes Seitenfenster nicht aufhalten. Nach 20 Minuten erreicht die Temperatur über fünfzig Grad Celsius. "Wer bei brütender Hitze im Auto eingeschlossene Tiere entdeckt, sollte unverzüglich Polizei oder Rettungsdienste alarmieren", appelliert der Verein.
Der Bund Deutscher Tierfreunde (BdT) warnte zudem davor, dass offene Fenster, Balkone und ungeschützte Schwimmbecken für die vierbeinigen Hausgenossen leicht zu Todesfallen werden können. Fast täglich müssen in den Tierarztpraxen Haustiere nach Stürzen und Unfällen behandelt werden. Auch die Zahl der entlaufenen Haustiere steigt täglich. Offene Fenster sind für neugierige Katzen Anziehungspunkte. Schon ein vorbeifliegender Vogel kann jedoch ihren Jagdtrieb wecken. Eine schnelle Bewegung, ein Sprung und die stürzen ab. Für ungeschützte Balkone gilt das gleiche. Der Bund Deutscher Tierfreunde rät deshalb, Fenster und Balkone mit Netzen „tiersicher“ zu machen. Auch gekippte Fenster sind eine Todesfalle. Katzen können leicht bei einem Sprung oder einer Kletterpartie in den offenen Spalt rutschen. Sie werden dann quasi zu Tode stranguliert. Auch für Kippfenster gibt es spezielle Schutzvorrichtungen.
Für Hunde sind offene Türen eine Verlockung. Ein schneller Ausflug durch die Gartentür kann jedoch schwere Folgen haben, da sie den Verkehr als tödliche Gefahr nicht erkennen können. Offene und ungeschützte Schwimmbecken sind ein weiterer Gefahrenpunkt: Hunde können zwar zumeist schwimmen, sie können das Becken jedoch nicht verlassen, wenn es keine spezielle Klettervorrichtung gibt. Zumindest eine fest verankerte schräg stehende Leiter sollte als Ausstiegshilfe für Hunde aufgestellt werden. Der Ausstieg muss jedoch zuvor trainiert werden. Besser sind natürlich Treppen oder Einzäunungen, damit gar nicht erst etwas passiert. Das Hunde an Hitzetagen viel Wasser brauchen und möglichst früh am Morgen und abends ausgiebig Gassi gehen sollten ist selbstverständlich.











