(openPR) Der Verband junger Film- und Medienschaffender e.V. (VJFM) ist enttäuscht von der Urheberrechtsnovelle. "Das Gesetz erfüllt in keinem Punkt die Erwartungen", zeigt sich der VJFM-Vorsitzende Daniel Poznanski enttäuscht. "Sowohl die fehlende Bagatellklausel als auch die zu erwartende Geräteverteuerung ist alles, nur nicht verbraucherfreundlich. Die Justizministerin wollte es mit diesem Gesetz allen Recht machen und hat alle enttäuscht" ergänzt Poznanski.
Die Regelungen für Bibliotheken ist auch eher seltsam. So sieht das Gesetz zum Beispiel vor, dass digitale Kopien aus Büchern nur in den Räumen der Bibliotheken und nur an speziellen Rechner aufgerufen werden dürfen. Der Versand innerhalb einer Bildungseinrichtung ist rechtlich nicht zulässig. Jeder Wissenschaftler, Student oder Leser muss sich folglich in die Bibliothek begeben, obwohl es technisch kein Problem wäre, ihm das Lesen des fraglichen Buches auch an seinem Büro-Computer zu ermöglichen, wohlgemerkt innerhal einer Institution.
"Wenigstens hat der Gesetzgeber unter engen Voraussetzungen noch Privatkopien erlaubt, sollte das Gesetz diese auch noch verbieten, dann wäre das eine beispiellose Welle der Kriminalisierung von Nutzerinnen und Nutzern" so Poznanski abschließend.












