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Die Effizienzbremse der Industrie

(openPR) Kurzfristig scheint sich eine Beruhigung des Aufwärtstrends einzustellen. Diese wäre nach dem kräftigen Anstieg der letzten Tage fällig. Der bullischen Gesamtlage wird sie kein Ende setzen. Die brummende Weltwirtschaft, eine erneut anziehende Nachfragesteigerung und das Wissen um die Endlichkeit sämtlicher fossiler Ressourcen geben die langfristige Richtung der Preise vor. Kurz- und mittelfristig sorgen Terror- und Hurrikanängste sowie Raffinerieknappheiten für Bewegung aber auch die Einsicht, dass die aktuelle Versorgung den Bedarf angemessen decken kann. Der Dollar hat sich nahe seinem Jahrestief, das auch annähernd das Tief des Jahrtausends darstellt, festgesetzt. Derzeit scheint er nicht weiter fallen zu können.



Der Ölmarkt steht im besonderen Interesse großer Spekulanten. Ihr Engagement erreichte in letzter Zeit neue Rekordwerte. Es ist rund 50 Prozent höher als vor einem Jahr. Und es ist streng bullisch. Der Überhang an Kontrakten auf steigende Rohölpreise hat die Spitzenwerte der letzten Jahre übertroffen. An der Börse werden die Mittel dieser Anlegergruppe als „intelligentes Geld“ bezeichnet. In der Wortwahl kommen sowohl Wissen als auch Macht der Protagonisten zum Ausdruck. Sie setzen Zeichen für die allgemeine Entwicklung.

Darüber, dass der Energiehunger der Welt grenzwertig ist, herrscht annähernd Meinungsgleichheit. Wie man diesem übertriebenen Hunger begegnen soll, wird sehr kontrovers diskutiert. Zudem werden Versorgungssicherheit und Klimaschutz zumindest von Industrievertretern gerne als konkurrierende Themen beschrieben. Dies wurde hierzulande auf dem dritten Energiegipfel bei der Bundeskanzlerin erneut deutlich. Während die etablierte Energiewirtschaft vehement gegen ehrgeizige Effizienzziele und damit gegen die Senkung des Verbrauchs zu Felde zog, wurde eben diese Effizienz von Politik und Wissenschaft als Ziel hochgehalten. Die Industrie will einen strategischen Rahmen für eine sichere Angebotspolitik beschrieben wissen und argumentiert mit ihrer Verpflichtung für Versorgungssicherheit zu angemessenen Preisen. Die Bundesregierung setzt den Schwerpunkt hingegen nicht auf die Sicherung des Nachschubs sondern auf die Vermeidung des Verbrauchs. Diese Ausrichtung ist angesichts eines globalen Kampfes um die Ressourcen allemal intelligenter. Die Sicherung des Nachschubs wird zunehmend eine machtpolitische und damit eine militärische Frage sein. Diese entspricht nicht dem Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland. Die Effizienzkarte allein beschreibt selbstverständlich noch keine runde Energiepolitik. Sie ist aber wesentlicher Bestandteil einer solchen Politik.

Dass die Zukunftsfrage der Energieversorgung in erster Linie eine Effizienzfrage ist, zeigt auch die Entwicklung auf dem mit sehr viel Wohlwollen betrachteten Bioenergiemarkt. Dort, wo dieser Markt mit dem Lebensmittelmarkt konkurriert - das betrifft seinen größten Teil -, sorgt er bereits heute für steigende Preise. Ließe man der Bioenergie aus Feldfrüchten unkontrollierten Lauf, würde sie verheerende Folgen hervorrufen. Die Kluft zwischen Arm und Reich würde noch tiefer werden, weil die Preise für Grundnahrungsmittel explodierten. So wie heute die Öl-, Gas- und Strompreise explodieren.

Die Einspar- oder Effizienzforderung von jährlich drei Prozent mit dem Ziel, bis 2020 40 Prozent weniger CO2-Ausstoß zu verursachen, ist weitsichtig. Hinsichtlich der Einsparung ist sie mit Blick auf das technisch Mögliche nicht einmal sehr anspruchsvoll. Zu anspruchsvoll ist sie allenfalls für die arrivierte Industrie. Wir dürfen gespannt sein, wie die Anreizprogramme der Bundesregierung aussehen werden, mit denen sie Verbraucher, die sie als wichtigste Zielgruppe bei der Durchsetzung der Effizienzziele identifiziert hat, auf den neuen Weg führen will. Dieser neue Weg wird kaum für niedrigere Energiepreise sorgen können. Die Preise werden solange steigen, wie die weltweite Nachfrage steigt. Er wird aber zu geringeren Energiekosten führen, weil der Verbrauch drastisch sinken wird.

Heute Morgen sind die Gasölpreise etwas niedriger als gestern Abend. Die Tonne kostet 640,50 $. Ein deutliches Zeichen für rückläufige Preise ist das noch nicht.

Unsere Heizölpreise zogen zuletzt leicht an. Sie dürften sich nun wieder annähernd seitwärts entwickeln. Die Preise haben deutliches Aufwärtspotential. Das kommt aktuell zum größten Teil aus den Verwerfungen des Binnenmarkts als Folge der extrem geringen Nachfrage. Die Margen sind in weiten Teilen der Republik immer noch sehr niedrig.

Constantin Rehberg
esyoil GmbH

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