(openPR) Münster - Der Münsteraner Kinderschutzverein CareChild hat mit Unverständnis auf die Äusserungen des Leiters der Mainzer Staatsanwaltschaft, Klaus Puderbach, im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen einen Pädokriminellen reagiert.
Dieser warf CareChild vor private Ermittlungen in diesem Fall anzustellen, was "unakzeptabel" sei und die Ermittlungen erschwere. Die Kritik bezog sich darauf, dass ein CareChild Mitarbeiter, eine alleinstehende Mutter von zwei kleinen Kindern vor dem Pädokriminellen gewarnt hat. Dieser hatte im Internet damit geprahlt, wie einfach es sei, sich ihr Vertrauen zu erschleichen. Dieses Vorgehen war allerdings mit der (vormals zuständigen) münsteraner Staatsanwaltschaft abgesprochen, die dem zugestimmt hatte.
"Es ist bedauerlich, dass die Mainzer Staatsanwaltschaft, trotz eigener schwerer Nachlässigkeiten in diesem Fall, so ungehörig vorgeht und zuvor abgesprochene Massnahmen im Nachhinein unrichtigerweise öffentlich als nicht akzeptabel oder gar ermittlungserschwerend darstellt." so CareChild Pressesprecher Michael Kappe. "CareChild führt keine privaten Strafermittlungen. Und selbst wenn, müsste die Staatsanwaltschaft damit leben. Ohne unsere Hinweise wüssten die Ermittler heute noch nicht, in welchem Internetforum der Beschuldigte damit prahlte, Sex mit Kindern zu machen."
Hintergrundinfo:
http://www.carechild.de/news/aktuelle_news/fall_jensmichael___hausdurchsuchung_in_mainz_274_1.html
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