(openPR) Der Deutsche Bibliotheksverband präsentiert die aktuellen Ergebnisse des bundesweiten Leistungsvergleichs der Bibliotheken
Wie bewähren sich Bibliotheken als Informationsvermittler, Bildungspartner und Treffpunkte? 168 Stadtbibliotheken und 76 Hochschulbibliotheken wollten es wissen: sie stellten sich 2007 erneut dem Leistungsvergleich im Bibliotheksindex BIX. In acht Kategorien ermittelt der BIX eine Rangliste der erfolgreichsten Bibliotheken Deutschlands. Bei den Stadtbibliotheken liegen - je nach Einwohnerzahl - die Bibliotheken in Dresden, Rosenheim, Biberach, Freiberg am Neckar und Abtsgmünd an der Spitze. Die Hochschulbibliotheken werden von der Bibliothek der Fachhochschule Regensburg, der Universitätsbibliothek Mannheim und der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen angeführt. Alle Ergebnisse des BIX wurden jetzt im BIX-Magazin veröffentlicht.
Jede Bibliothek, die am BIX teilnimmt, bekommt für ihre Leistungen Punkte in vier "Disziplinen": Angebote und Ressourcen, Nutzung, Wirtschaftlichkeit und Entwicklungspotential. Aus den 17 BIX-Indikatoren ergibt sich ein differenziertes Bild der Teilnehmer. So zeichnet sich bei den Hochschulbibliotheken in Regensburg, Mannheim und Göttingen der positive Effekt eines neuen Bibliotheksgebäudes und eines hohen Medienetats auf die Zukunftsfähigkeit der Bibliothek ab: jeder Hochschulangehörige sucht mindestens 40 mal pro Jahr die Bibliothek auf - und nutzt gleichzeitig ihre umfangreichen "virtuellen" online-Angebote. Bei den kommunalen Bibliotheken steht u.a. die Aktualität der Medien auf dem Prüfstand. In den fünf bestplatzierten Stadtbibliotheken werden jährlich 12-18% des Medienbestands erneuert. Dies zahlt sich aus: rechnerisch leiht jeder Einwohner in diesen Kommunen jährlich mindestens 10 Medien aus. Durch den Vergleich mit den Besten ihrer Kategorie können die BIX-Teilnehmer herausfinden, wo in ihrer Bibliothek Qualitätssteigerungen möglich sind und wo noch Leistungsreserven stecken.
"Besonders die Nutzungszahlen im BIX demonstrieren den hohen Stellenwert der Bibliotheken als Bildungseinrichtungen", bemerkt Prof. Dr. Gabriele Beger, die Vorsitzende des Deutschen Bibliotheksverbands. "Der BIX prüft aber nicht nur Benutzerorientierung und Effizienz der Bibliotheken, er verdeutlicht auch, wie unterschiedlich ihre Ressourcenausstattung sein kann. Damit stellt er einen Zusammenhang her zwischen dem Engagement der Unterhaltsträger und der Leistungsfähigkeit der Bibliothek."
BIX - der Bibliotheksindex
wurde 1999 erstmalig von der Bertelsmann Stiftung mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (DBV) durchgeführt und erscheint seither jährlich. 2005 übernahmen der DBV und das Hochschulbibliothekszentrum NRW (hbz) den BIX im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB), dem Netzwerk für überregionale Bibliotheksaufgaben. Unterstützt wird der BIX von der Bertelsmann Stiftung, infas Institut für Sozialforschung und der Zeitschrift BIT-Online.
Alle Teilnehmer und Ergebnisse des BIX 2007 finden Sie unter www.bix-bibliotheksindex.de







