(openPR) Berliner Gipfel: Energie-Abnehmerverband VEA sieht Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen durch Regierungsprogramm bedroht
Hannover – Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) ist skeptisch gegenüber den Vorschlägen der Bundesregierung zur Erhöhung der Energieeffizienz. Zur Verdoppelung der Effizienz bis zum Jahr 2020 will sie auf dem Energiegipfeltreffen am 3. Juli im Kanzleramt ein milliardenschweres Aktionsprogramm vorstellen. „Bundeskanzlerin Merkel und Umweltminister Gabriel haben völlig unrealistische und überzogene Energiesparziele formuliert. Sie setzen Klimaschutz und Atomausstieg über alles. Dabei vergessen sie aber die Kosten für die Wirtschaft und die Gefahr für Arbeitsplätze“, warnte Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Er sehe die Notwendigkeit der Verringerung des CO2-Austoßes und der Steigerung der Energieeffizienz. „Allerdings müssen wir uns der Realität stellen: Ohne Atomkraft lassen sich die Ziele nicht erreichen. Der künftige Energiemix muss prinzipiell überdacht werden.“ Solange die Wirtschaftlichkeit von alternativen Energien nicht gegeben sei, müsse auch Kernkraft eine Option sein.
Panitz warnte vor einem Scheitern des Gipfels. „Die Koalitionspartner sind aufgefordert, ihre Ziele und Maßnah-men anzupassen. In der gegenwärtigen Form sind sie für die deutsche Wirtschaft untragbar. Auch die Atomener-gie muss auf die Agenda.“ Außerdem erwarte er Vorschläge zur Finanzierung des Milliardenprogramms. Diese lägen bisher noch nicht vor. „Strikter Klimaschutz – koste er, was er wolle – ohne Berücksichtigung der ge-gebenen Tatschen kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein“, so der Energie-Experte.
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