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Hunger wird gemacht - Futtermittelimporte und Massentierhaltung stoppen

14.06.200710:58 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Hunger wird gemacht - Futtermittelimporte und Massentierhaltung stoppen
Die Waage zeigt es deutlich an: Knapp 3,5 Kilogramm hochwertige Grundnahrungsmittel werden als Mastfutter benötigt, um ein küchenfertiges Masthühnchen von 1200 Gramm zu erhalten. Von dieser Menge würd
Die Waage zeigt es deutlich an: Knapp 3,5 Kilogramm hochwertige Grundnahrungsmittel werden als Mastfutter benötigt, um ein küchenfertiges Masthühnchen von 1200 Gramm zu erhalten. Von dieser Menge würd

(openPR) Großen Zuspruch erhielt der Beitrag zum Thema „Wir haben den Hunger satt!“, den der Tierschutzfachverband „Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung“ e.V. auf dem Kirchentag in Köln im Bereich „Glauben leben“ des „Markt der Möglichkeiten“ zur Diskussion stellte.

Vielen Teilnehmern des Kirchentags war es bislang leider noch nicht bewusst, wie der Hunger in der Welt auch dadurch hervorgerufen wird, dass die Nutztiere in den Industriestaaten während der letzten 50 Jahre systematisch zu direkten Nahrungskonkurrenten des Menschen gemacht wurden. Anhand einer Waage konnten die Besucher feststellen, wie viel Getreide und Soja bei der Hühnermast eingesetzt werden muss: 1,9 kg je Kilo Lebendgewicht, also etwa 3,5 kg für ein 1,8 kg Tier, das bratfertig hergerichtet nur noch etwa 1,2 kg wiegt. Spontan bestätigten viele, dass „von dem Berg Futter leicht 12 Menschen satt würden und nicht nur einer, der sich ein Brathuhn ´reinzieht´!“ AGfaN-Mitglied Maria Groß erklärt: „Es ist nicht hinnehmbar, dass in Brasilien, einem der größten Exporteure von Getreide und Soja, 25% der Bevölkerung unterernährt sind.“ Laut Welternährungsorganisation (FAO) und „Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“ (BMZ)* stirbt alle 3,5 Sekunden ein Mensch an Hunger oder seinen Folgen. Etwa alle 5 Sekunden ereilt dieser qualvolle Tod ein Kind. Der UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, prangert den für die Armen in den Exportländern ruinösen Welthandel unmissverständlich an: „Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.“** Ingrid Wendt sieht deshalb auch die Kirchenleitung in der Pflicht und wirft ihr wegen ihres beharrlichen Schweigens zum Zusammenhang zwischen Hunger und der Vergeudung hochwertiger Grundnahrungsmittel auf dem Umweg über das Tier in der industrialisierten Nutztierhaltung eine Mitschuld am Tod von jährlich Abermillionen Menschen weltweit vor: „Das Schweigen der Kirchenleitung im Zusammenhang mit der Nutztierhaltung ist unverantwortlich!“ Deshalb werde die AGfaN e.V. gemäß dem Kirchentags-Motto weiter „lebendig und kräftig und schärfer“ zum Thema „Hunger wird gemacht“ informieren, kündigt der Vorsitzende Eckard Wendt an.

Quellenhinweise:
* http://www.bmz.de/de/themen/ernaehrung/hintergrund/index.html
** http://www.germanwatch.org/zeitung/2005-4-ziegler.htm

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