(openPR) Rekrutierungspraxis ist oft viel zu unwirtschaftlich
Bonn/Köln – Not macht erfinderisch – und spendabel. So zahlt die Kraftwerksparte des Siemens-Konzerns siemens.de wegen des Mangels an Fachleuten in Deutschland Anwerbeprämien für Ingenieure. Jeder Beschäftigte, der einen hochqualifizierten Mitarbeiter für das Unternehmen findet, soll eine Prämie von 3.000 Euro brutto bekommen. Völlig außergewöhnlich scheint diese Art der Mitarbeiterrekrutierung aber nicht zu sein, auch wenn nicht immer Geldgeschenke winken. Ein Drittel aller Neueinstellungen kommt über eigene Mitarbeiter und persönliche Kontakte zustande, lautet das Ergebnis einer Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) http://www.iab.de in Nürnberg aus dem vierten Quartal 2006. Bei fast jeder vierten Neueinstellung der vorangegangen zwölf Monate fanden die Arbeitgeber einen passenden Bewerber durch Zeitungsinserate.
Mehr als jede zehnte Stellenbesetzung beruhte auf einer Initiativbewerbung, so die IAB-Untersuchung: „Die Eigeninitiative von Arbeitsuchenden führt damit wieder häufiger zu einem sozialversicherungspflichtigen Job als im Vorjahr.“ Kontakte zur Arbeitsagentur oder die Internet-Jobbörsen der Bundesagentur für Arbeit führten laut der Studie ebenfalls zu mehr als zehn Prozent der Einstellungen. Aus anderen Internet-Stellenbörsen ergaben sich neun Prozent der Stellenbesetzungen. Die private Arbeitsvermittlung spielte nach Ansicht der Nürnberger Anstalt mit drei Prozent im Ganzen eine geringe Rolle bei der Besetzung offener Stellen. Noch weniger Neueinstellungen beruhten demnach auf internen Stellenausschreibungen und internen Praktika (je zwei Prozent) oder auf Inseraten Arbeitsuchender (ein Prozent).











