(openPR) Berlin, 30.5.07 - Das John-Lennon-Gymnasium in Berlin-Mitte, Zehdenicker Straße, veranstaltete gestern anlässlich des bevorstehenden G8-Gipfels in Heiligendamm eine Podiumsdiskussion zum Thema Globalisierung, G8 - Kritik und Fortschritt, Demonstrationsfreiheit und Gewalt. Als Podiumsteilnehmer hatte der Schülersprecher Lilje den Bürgerbeauftragten des CDU-Kreisverbandes Mitte und Leiter des Arbeitskreises Kultur, Florian Schwanhäußer, und das WASG-Landesvorstandsmitglied und Bildungsbeauftragten der IG-Metall, den Österreicher Martin Mitterhauser, einen bekennenden Kommunisten, eingeladen.
Die Diskutanten trugen ihre jeweiligen Perspektiven vor. Während Mitterhauser den G8-Gipfel ablehnte, Einschüchterung von Demonstranten vermutete und Verständnis zeigte, wenn schon mal „ein Steinchen oder ein Farbbeutel“ fliegt, warb Schwanhäußer für eine positive Einstellung zur - durch den technischen Fortschritt unvermeidlichen - Globalisierung und verband dies mit Hinweisen auf – wenn auch noch steigerungsfähige - Erfolge früherer G8-Gipfel (in Afrika gehen 20 Mio mehr Kinder in die Schule und der Anteil der mit lebensrettenden Medikamenten versorgten Aids-Kranken ist in den letzten 4 Jahren von 1 % auf 28 % gestiegen). Schwanhäußer schloss mit einem Bekenntnis zur Demonstrationsfreiheit und einem leidenschaftlichen Plädoyer für friedlichen Protest „Wer Gewalt ausübt, hat Unrecht“.
Die Schüler der 9. bis 11. Klassen verfolgten die Diskussion mit großer Aufmerksamkeit und stellten beiden Podiumsteilnehmern selbstbewusst kritische und kluge Fragen, z.B. zur behaupteten Einschränkung der Demonstrationsfreiheit und zur Bagatellisierung von Gewalt durch Mitterhauser, sowie zur Rolle Deutschlands im internationalen Wettbewerb der Globalisierung an Schwanhäußer.










