(openPR) Einladung und Pressemitteilung zur Ausstellung von Anna Polke in der Galerie Ralph Schriever, Pfeilstraße 11, 50672 Köln - Vernissage am Freitag, 18. Mai 2007; Beginn 19 Uhr
Anna Polke – das Theater, ihr Leben
Anna Polke kann ihre Herkunft nicht verleugnen: Aufgewachsen in Düsseldorf und Berlin, besuchte sie von 1986-1990 die Schauspielschule in Hamburg. Es folgten Engagements am Schauspielhaus in Hamburg, am Staatstheater Darmstadt, und seit 1992 am Theater Oberhausen.
Doch damit nicht genug: Immer wieder wechselte Anna Polke die Perspektive und begab sich aus der Rolle der in das Geschehen auf der Bühne involvierten Schauspielerin in die der beobachtenden, objektivierenden Künstlerin. Bei all ihren schauspielerischen Aktivitäten faszinierte sie auch immer der Blick mit der Kamera vor und hinter die Kulissen: die Fixierung des Moments, die den Schauspieler aus der Rolle des Agierenden in die des Objekts befördert. Der gelebte, gespielte Augenblick wird aus der Bewegungsabfolge gerissen. Das Theaterspiel wird selbst zum Gegenstand der Darstellung und weist dadurch zugleich über sich hinaus – auf eine weitere Sequenz großartiger Momente.
Der Blick hinter die Kulissen
Dabei zeigt Anna Polke auch die Kehrseite der Medaille: Während der Zuschauer und auch die Fotografin vor der Bühne nur das fertige und oft glamouröse Produkt eines vielschichtigen Theaterteams, bestehend aus Masken- und Kostümbildnern, Dramaturgen, Regisseuren und Schauspielern sieht, fällt der Blick hinter die Kulissen relativ ernüchternd aus. Desillusionierend und nicht ohne Situationskomik wirkt etwa die Aufnahme einer ganzen Reihe von nebeneinander aufgereihten Perücken. Auch die strenge Aufforderung „Ordnung halten“, die zum Titel der Ausstellung in Köln wurde, belustigt eher, da sie an der Wand eines Raums prangt, in dem jede Menge Requisiten beliebig neben- und aufeinandergetürmt wurden.
Anna Polke liebt Kontraste, die ihren Fotos oft ironische Züge verleihen. Abgesehen von Landschaftsfotos, die auf Reisen durch Island, Grönland, Ecuador, die Galapagos-Inseln und Australien entstanden und in einer Gemeinschaftsausstellung mit ihrer Tante Ruth gezeigt wurden, ist das Theater ihr Leben – als Schauspielerin und auch als Fotografin. Szenenfotos, Stilleben, Aufnahmen von Lesungen und immer wieder der unverstellte Blick hinter die Kulissen schaffen im Rahmen ihres Sujets eine ganz erstaunliche thematische Vielfalt!
Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
pr cologne
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Kurzportrait Galerie Ralph Schriever
Die Galerie Ralph Schriever ist auf zeitgenössische Pop-Art spezialisiert. Inhaber Ralph Schriever ist seit sieben Jahren als Galerist in Köln: Drei Jahre lang war sein Standort in der Darmstädter Straße, zwei Jahre lang in der St. Apern Straße, und seit zwei Jahren ist er nun schon in der renommierten Kölner Pfeilstraße ansässig.
Ralph Schriever möchte seinen Kunden nur Kunst anbieten, die ihm selbst gefällt, die er sich auch gerne in seinen eigenen vier Wänden aufhängen würde. Die lebensoffene, unbeschwerte Pop-Art entspricht dem Naturell des unkonventionellen Galeristen, der ursprünglich aus der Werbung kommt. „Mit den Bildern muss man leben können“, so sein Credo, „sie muss gute Laune machen. Kunst nur als Investition zu betrachten ist ein freudloses Unterfangen“.


