(openPR) SHK Bayern: Konsequente Modernisierung der Heizung ermöglicht Halbierung des Energieeinsatzes
München, 15. Mai 2007. 35 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes in Deutschland verursachen die privaten Haushalte. Der überwiegende Teil entfällt auf Heizen und Warmwasser. Gleichzeitig ist nur jede zehnte der 18 Millionen Heizungsanlagen auf dem neuesten Stand. „Eine konsequente Modernisierung würde den Energieeinsatz für Heizung und Warmwasser halbieren“, betont Werner Obermeier, Landesinnungsmeister beim Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) Bayern. Allein im vergangenen Jahr hätten damit 130 Mio. Tonnen des gesamtdeutschen CO2-Ausstoßes (878 Mio. Tonnen) eingespart werden können.
In Deutschland ist mehr als jede fünfte Heizung technisch veraltet und müsste dringend ersetzt werden. Zusätzlich überschreiten jährlich 300.000 Anlagen die maximale Altersgrenze von 25 Jahren. „Am effektivsten aus Umwelt- und Kostensicht ist der Einbau einer neuen Heizanlage“, so Obermeier.
Modernisierung rechnet sich nach sechs bis sieben Jahren
Ein Einfamilienhaus von 1980 braucht pro Jahr etwa 30 Liter Heizöl pro Quadratmeter („30-Liter-Haus“) und verursacht 90 kg CO2-Emission je Quadratmeter. Während z.B. eine 25 Jahre alte Ölheizung pro Jahr rund 4.800 Liter Heizöl schluckt, kommt eine neue mit etwa 3.400 Litern aus. Bei einem Heizölpreis von 0,57 Euro/Liter (Stand: April 2007) können durch Modernisierung jährlich etwa 800 Euro eingespart werden.
Der Austausch des Heizungskessels kostet für ein durchschnittliches Einfamilienhaus etwa 5.000 Euro – die Kosten für die Modernisierung amortisieren sich also, gleich bleibende Energiekosten unterstellt, in sechs bis sieben Jahren. Wird das 30-Liter-Haus darüber hinaus gedämmt und erhält neue Fenster, verringert sich der Energieeinsatz auf ein Drittel. Unter Ausreizung sämtlicher weiteren technischen Möglichkeiten könne aus dem 30-Liter-Haus sogar ein Drei-Liter-Haus werden.
13 Prozent Einsparpotenzial allein durch Wartung
„Nicht nur eine Komplettmodernisierung hilft sparen“, betont Obermeier. Allein durch regelmäßige fachmännische Wartung können 13 Prozent Energie und damit CO2 eingespart werden. „Um die Effizienz der Anlagen zu maximieren, sind z.B. optimierte Brennereinstellung und Regelungstechnik sowie Überprüfung der Thermostatventile notwendig.“
Der Heizungs-Check der SHK-Innungsfachbetriebe bietet eine Komplettüberprüfung und Wartung der Heizungsanlage. Regelmäßig gewartete Anlagen sind weniger störanfällig, teure Reparaturen bleiben aus. Ein umfangreiches Schulungsprogramm sorgt dafür, dass die Innungsfachleute stets auf dem technisch aktuellsten Stand sind. Unter www.haustechnikbayern.de finden Interessenten einen Fachbetrieb in ihrer Nähe.
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