(openPR) Bei aufrechtem Schutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) muss jetzt nicht mehr unnötig geimpft werden: ein einfacher Schnelltest für Ärzte erlaubt die Erkennung der Schutzwirkung aus einem einzigen Tropfen Blut des Patienten in 10 Minuten.
Mit einem einfachen Test können Ärzte neuerdings zuverlässig feststellen, ob bei einem Verletzten ein Impfschutz gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) besteht. Somit müssen Verletzte in solchen Fällen nicht mehr unnötig prophylaktisch geimpft werden. Tetanus ist weltweit die am häufigsten tödlich verlaufende Infektionskrankheit. Der mit einem einzigen Blutstropfen durchführbare Test mit dem Tetanus Quick Stick benötigt kein Labor. Er revolutioniert derzeit europaweit die Impfpraxis und wird vom bekannten österreichischen Impf-Spezialisten Univ.-Prof. Dr. Herwig Kollaritsch als vorbildlich bezeichnet. Der Test ist seit kurzem in Österreich erhältlich und im Einsatz.
Die Frage „Sind Sie gegen Tetanus geimpft?“ stellen Ärzte Tag für Tag tausenden Verletzten, die in Arztordinationen, Unfallambulanzen und Spitälern etc. behandelt werden. „Schlampige“ Patienten haben aber nicht nur keinen Impfpass dabei, sondern wissen gar nicht, ob oder wann sie zuletzt gegen Tetanus geimpft wurden. Sie wurden daher bisher stets prophylaktisch geimpft.
Univ.-Prof. Kollaritsch hat den Test an seinem Institut einer Evaluierung unterzogen und erhielt optimale Ergebnisse: „Es sollte unbedingt vermieden werden, dass Tetanus-Impfungen zu häufig aufgefrischt werden! Der Test sollte daher überall zur Verfügung stehen, wo frisch Verletzte behandelt werden.“ Fällt der Test positiv aus, kann davon ausgegangen werden, dass der Impfschutz noch weitere fünf Jahre anhalten wird.
Wann ist eine Schutzimpfung notwendig?
Gemäß dem Österreichischen Impfplan wird eine Grundimmunisierung in Form einer Sechsfachimpfung (Tetanus, Diphterie, Hämophilus, Polio, Hepatitis B und Pertussis) bereits im Säuglingsalter empfohlen. Die erste Auffrischung des Impfschutzes ist nach sechs Jahren fällig, weitere Auffrischungen in Form von Vierfachimpfungen (Tetanus, Diphterie, Polio, Pertussis) erfolgen bis zum 55. Lebensjahr in zehnjährigen Intervallen, danach in fünfjährigen Intervallen.
Dank dieser Impfpolitik liegt die Durchimpfungsrate bei Kindern und Jugendlichen bis zum etwa 25. Lebensjahr in Österreich bei ca. 95%. Ab dem 25. Lebensjahr nimmt sie auf Grund der zunehmenden Sorglosigkeit der Bevölkerung stetig ab und liegt bei älteren Erwachsenen nur noch bei etwa 50%. Je älter die Patienten sind, umso schlechter ist ihr Impfschutz!
Univ.-Prof. Dr. Herwig Kollaritsch empfiehlt, unnötige Impfungen aus gesundheitlichen und ökonomischen Gründen zu vermeiden. Wird zu oft geimpft, kommt es, so Prof. Kollaritsch, „oft zu starken Impfreaktionen, die lokal sehr unangenehm sein können. Dazu gehören Rötungen und schmerzhafte Schwellungen. Ich möchte daher allen, die beruflich ein hohes Verletzungsrisiko haben oder riskante Sportarten betreiben, dringend raten, Impfkarten stets bei sich zu tragen.
Der Einschritt-Schnelltest mit dem Tetanus Quick Stick
Der T.Q.S. ist ein einstufiger immunchromatografischer Test zur Messung der Anti-Tetanus Antikörper im Humanserum, Plasma oder Vollblut. Bereits nach 10 Minuten zeigt er den aktuellen Immunstatus des Patienten und ermöglicht dem behandelnden Arzt, über eine angemessene Prophylaxe mit Anti-Tetanus Immunglobulin und Tetanus-Impfstoff zu entscheiden. Gemäß den Empfehlungen der WHO erfasst der mit nur einem Blutstropfen durchführbare TQS-Test selbst minimale Konzentrationen der Anti-Tetanus Antikörper. Die Anwendung des Tests ist Ärzten vorbehalten.
Was passiert bei einer Infektion mit dem TetanusBakterium?
Eine Infektion durch Tetanus-Bakterien (Clostridium tetani) erfolgt, wenn Erde, Staub, tierische oder menschlichen Ausscheidungen in eine Wunde gelangen. Es genügen bereits geringe Wundverschmutzungen für eine Infektion. Für ihre Vermehrung bevorzugen die giftigen Bakterien eine sauerstoffarme Umgebung. Nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen bis mehreren Wochen kommt es zu einer massiven Infektion. Diese zeigt sich in einer krampfartigen Starre der Muskulatur, die sich vom Gesicht aus über den ganzen Körper ausbreitet. Im fortgeschrittenen Stadium führt eine unbehandelte Erkrankung, bedingt durch die Lähmung der Atemmuskulatur, zum Tod durch Erstickung.
Da keine ursächliche Therapie des Wundstarrkrampfes existiert, sterben trotz moderner, intensivmedizinischer Maßnahmen auch heute noch rund 30 Prozent der Erkrankten.
Ganz wichtig: Durch eine überstandene Tetanuserkrankung wird man nicht gegen Tetanus immun!
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