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Immobilien oder ETFs? Warum mangelnde Liquidität auch ein Vorteil sein kann

Immobilien oder ETFs? (© Blumenauer (KI generiert))
Immobilien oder ETFs? (© Blumenauer (KI generiert))

(openPR) ETFs bieten Flexibilität und Renditechancen. Immobilien fördern langfristiges Denken und können im Alter die Wohnkosten senken. Warum ihre eingeschränkte Handelbarkeit sogar ein Vorteil ist.

Wer langfristig Vermögen aufbauen und für das Alter vorsorgen möchte, steht häufig vor der Frage: Immobilien oder börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs? Beide Anlageformen haben ihre Vorteile. Während ETFs durch breite Risikostreuung, geringe Kosten und schnelle Verfügbarkeit überzeugen, bieten Immobilien eine häufig unterschätzte Eigenschaft: Sie fördern langfristiges Denken.

Immobilien gelten als solide Kapitalanlage, besitzen allerdings einen vermeintlichen Nachteil: ihre eingeschränkte Fungibilität. Sie lassen sich nicht kurzfristig verkaufen, ohne erheblichen Aufwand und Kosten in Kauf zu nehmen. Doch gerade darin liegt auch ein Vorteil. Wer eine Immobilie erwirbt, denkt gewöhnlich in Jahrzehnten und nicht in Monaten. Kurzfristige Marktschwankungen spielen dabei eine untergeordnete Rolle.

Bei ETFs ist das anders. Ihre Kurse sind jederzeit abrufbar, und Anteile können börsentäglich verkauft werden. Diese Flexibilität ist grundsätzlich positiv, birgt jedoch die Gefahr, aus Unsicherheit oder kurzfristigem Kapitalbedarf zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu verkaufen.

Immobilien bieten bei entsprechender Vermietung laufende Einnahmen und zusätzlich die Chance auf langfristige Wertsteigerungen. Bei finanzierten Objekten kommt der Vermögensaufbau durch die Tilgung hinzu. Besonders interessant ist auch die selbst genutzte Immobilie. Die Darlehenszinsen können niedriger ausfallen als eine vergleichbare Miete. Zwar kommt die Tilgung hinzu, doch diese dient gleichzeitig dem Aufbau eigenen Vermögens. Ist das Darlehen bis zum Renteneintritt vollständig zurückgezahlt, entfällt die monatliche Miet- oder Kreditbelastung. Lediglich die laufenden Bewirtschaftungs- und Instandhaltungskosten bleiben bestehen. Gerade im Alter kann dies eine erhebliche finanzielle Entlastung bedeuten.

Allerdings sind auch Immobilien nicht frei von Risiken. Neben Instandhaltungskosten und möglichen Wertverlusten spielt insbesondere der Standort eine entscheidende Rolle.

In der Immobilienwirtschaft ist die alte Weisheit „Lage, Lage, Lage“ weit verbreitet. Häufig wird sie jedoch falsch interpretiert. Nicht ausschließlich erstklassige und teure Wohnlagen versprechen nachhaltige Wertbeständigkeit. Auch einfache Lagen können langfristig attraktive Kapitalanlagen darstellen. Entscheidend ist, ob ein Standort seine wirtschaftliche Bedeutung und Nachfrage dauerhaft behaupten kann. Denn während sich Gebäude modernisieren und Nutzungen verändern lassen, bleibt die Lage einer Immobilie unveränderbar.

„Wer bei Immobilien nur an Spitzenlagen denkt, versteht den Grundsatz Lage, Lage, Lage nicht vollständig“, erklärt Harald Blumenauer, Geschäftsführer von BLUMENAUER Immobilien in Bad Soden. „Entscheidend ist nicht das Prestige einer Adresse, sondern die langfristige Wertbeständigkeit des Standortes. Für die Altersvorsorge sehe ich zudem einen besonderen Vorteil darin, dass Immobilien ihre Eigentümer zu langfristigem Denken bewegen. Und wer im Alter schuldenfrei im eigenen Haus wohnt, hat einen wesentlichen Teil seiner Altersvorsorge bereits geschaffen.“

ETFs und Immobilien müssen deshalb keine Gegensätze sein. Beide können sich innerhalb einer ausgewogenen Vermögensstrategie sinnvoll ergänzen. Während ETFs Liquidität und Risikostreuung bieten, überzeugen sorgfältig ausgewählte Immobilien durch laufende Erträge, die Chance auf Wertsteigerungen oder durch mietfreies Wohnen im Alter.

Für eine erfolgreiche Altersvorsorge ist daher nicht allein die mögliche Rendite entscheidend, sondern auch die langfristige Sicherheit der eigenen Lebensverhältnisse.

Manchmal ist es eben von Vorteil, wenn sich eine Kapitalanlage nicht auf Knopfdruck verkaufen lässt.

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