(openPR) Stecken, stapeln und erweitern: Der Möbelhersteller aus Schorndorf entwickelt Regale und Betten, deren Konstruktion die Gestaltung bestimmt. An den Systemen mehrfach, hochstapler und parallel lässt sich erkennen, was diese Bauweise im Wohnalltag ermöglicht.
Nürnberg. Beim Regal Tojo-mehrfach gehören die Verbindungen zur Grundidee des Entwurfs: Seine Elemente lassen sich ohne Werkzeug und zusätzliche Verbindungsmittel zusammenfügen. Unterschiedliche Höhen, seitliche Erweiterungen und ein Eckmodul ermöglichen verschiedene Anordnungen. Damit beschäftigt sich der Hersteller mit einer konkreten Einrichtungsfrage: Wie lässt sich Stauraum so planen, dass er sich bei veränderten Anforderungen neu organisieren lässt? Die Antwort liegt in aufeinander abgestimmten Bauteilen, deren Zusammenspiel auch das Erscheinungsbild prägt.
Vom einzelnen Regal zur Anordnung über Eck
Die Tojo Möbel GmbH wurde im Juni 2000 gegründet und hat ihren Sitz im baden-württembergischen Schorndorf. Ihr Programm umfasst unter anderem Regale, Betten, Schränke, Tische und Garderoben. Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Designern führt dabei zu verschiedenen konstruktiven Lösungen innerhalb einer überwiegend reduzierten Formensprache.
Beim Regalsystem mehrfach von Bastian Prieler bilden Grund- und Anbaumodule in drei Höhen die Basis. So sind niedrige Zusammenstellungen ebenso möglich wie hohe Regalwände. Ein Eckmodul führt die Anordnung um eine Raumecke; ein ergänzender Schreibboden schafft eine kleine Arbeitsfläche und besitzt einen Kabeldurchgang in der Rückwand.
Für die Planung ist dieser Unterschied wesentlich: Ein niedriges Regal lässt die Wand darüber frei, während eine hohe Zusammenstellung mehr Stauraum auf derselben Bodenfläche bietet. Die Möglichkeit, über Eck weiterzubauen, bezieht eine zweite Wand in die Einrichtung ein. Gefertigt wird mehrfach aus weiß melaminharzbeschichtetem MDF.
Ausfräsungen mit einer konstruktiven Aufgabe
Einen anderen Ansatz verfolgt das von Dirk Frömchen entworfene System hochstapler. Seine seitlichen Ausfräsungen fallen bereits beim Blick auf das Regal auf. Sie dienen dem Verbund der aufeinandergesetzten Segmente. Der etwas unterhalb der Ausfräsung befestigte Boden verhindert zusätzlich ein seitliches Verrutschen.
Das System lässt sich horizontal und vertikal erweitern. Neben offenen Elementen gibt es Ausführungen mit Türen und Rückwand sowie Einsätze zur Unterteilung der Fächer. Dadurch können Bücher und sichtbare Gegenstände neben geschlossenem Stauraum Platz finden. Als Material kommt beschichtetes MDF in Weiß oder Anthrazit zum Einsatz.
Mit dem ergänzenden Modell schreib lässt sich außerdem ein Arbeitsplatz in das Regal einfügen. Ein Kabeldurchgang ist in die Schreibplatte integriert. Für die Einrichtung bedeutet das, dass Arbeitsfläche und Aufbewahrung innerhalb derselben Möbelstruktur organisiert werden können.
Das Steckprinzip reicht bis ins Schlafzimmer
Auch beim Bett parallel ist die Verbindung der Bauteile ein zentrales Merkmal. Sechs Auflagen nehmen längs eingesteckte Latten auf; Schrauben und Beschläge werden für diese Konstruktion nicht benötigt. Die Anzahl der Latten richtet sich nach der Bettbreite. Tojo verwendet dafür unbehandeltes Buche-Multiplex.
Das Material unterscheidet sich damit deutlich von den beschichteten MDF-Platten der beschriebenen Regale. Wer mehrere Tojo-Produkte miteinander kombinieren möchte, sollte deshalb die jeweilige Materialangabe und Oberfläche betrachten. Die reduzierte Gestaltung verbindet die Entwürfe, ihre Werkstoffe und Konstruktionsdetails unterscheiden sich jedoch von Modell zu Modell.
Die passende Konfiguration beginnt beim Gebrauch
Produkte von Tojo sind bei der Raum & Form Seidel GmbH erhältlich. Auf der Tojo-Herstellerseite bei design-kiste.de stellt das Unternehmen unter anderem Regalsysteme und Betten der Marke vor und bietet die Möglichkeit, ein individuelles Angebot anzufragen.
Vor der Auswahl lohnt es sich, den künftigen Inhalt des Möbels festzulegen: Sollen Ordner offen zugänglich sein, kleinere Gegenstände eigene Fächer erhalten oder Unterlagen hinter Türen verschwinden? Wird eine Arbeitsfläche benötigt, und soll das Regal eine Ecke einbeziehen? An solchen Fragen entscheidet sich, welche Konstruktion im jeweiligen Raum sinnvoll ist. Gerade bei Tojo erschließt sich die Gestaltung deshalb besonders gut über den vorgesehenen Gebrauch.

















