(openPR) Holzbeine, Drahtgestell oder drehbarer Fuß: Der polnische Hersteller Tiado bietet unterschiedliche Ausführungen innerhalb einer Stuhlfamilie. Am Modell Padi zeigt sich, weshalb bei der Auswahl mehr als der Bezugsstoff zählt.
Nürnberg. Ein gepolsterter Stuhl lässt sich über Farbe und Stoff auf den Essbereich abstimmen. Wie er sich am Tisch benutzen lässt und wie viel Platz er beansprucht, hängt jedoch auch vom Unterbau und den Armlehnen ab. Tiado macht diese Unterschiede beim Modell Padi sichtbar: Die Serie umfasst Ausführungen mit Holzgestell, Drahtgestell und drehbaren Unterbauten. Dazu kommen Varianten mit und ohne Armlehnen. Hinter einem Modellnamen stehen damit unterschiedliche Lösungen für die Einrichtung eines Essplatzes.
Ein Modell, unterschiedliche Möglichkeiten am Tisch
Beim Padi reichen die Gestellvarianten vom vierbeinigen Holzunterbau bis zum drehbaren Fuß aus Aluminiumguss. Für die Holzversionen nennt Tiado unter anderem Eiche, Kernbuche und Nussbaum. Eine weitere Ausführung besitzt ein um 360 Grad drehbares Metallgestell.
Für die Planung sind diese Unterschiede praktisch relevant. Eine Drehfunktion ermöglicht es, sich seitlich vom Tisch abzuwenden. Bei einer Ausführung mit Armlehnen kommt eine zusätzliche Maßfrage hinzu: Passt der Stuhl unter die Tischplatte beziehungsweise unter deren Zarge?
Auch die Breite verändert sich. Für die armlosen Padi-Ausführungen gibt der Hersteller 48 Zentimeter an, für verschiedene Modelle mit Armlehnen 61 oder 63 Zentimeter. Bei mehreren nebeneinanderstehenden Sitzplätzen beeinflusst diese Differenz den Platzbedarf deutlich. Ein Vergleich sollte deshalb stets die konkrete Ausführung berücksichtigen.
Was unter dem Bezug steckt
Tiado produziert in Mutowo bei Szamotuły in Polen und stellt nach eigenen Angaben seit 1990 Stühle und Sessel her. Zum Programm gehören außerdem unter anderem Bänke, Barstühle und Tische. Die Fertigung umfasst mehrere Gewerke: In der eigenen Schlosserei entstehen Metallgestelle, die Schreinerei bearbeitet hölzerne Gestelle und Tischoberflächen. Dabei kommen sowohl CNC-Maschinen als auch manuelle Arbeitsschritte zum Einsatz.
Textilien und Naturleder werden für die Bezüge von Hand zugeschnitten und anschließend vernäht. Das Polstern und das Zusammenfügen der Komponenten gehören ebenfalls zum beschriebenen Fertigungsablauf. Für seine Sitzmöbel nennt das Unternehmen unter anderem Wellenunterfederung und HR-Schaumstoff als Bestandteile des Polsteraufbaus. Damit wird nachvollziehbar, weshalb sich die Beurteilung eines Polsterstuhls nicht auf seine sichtbare Oberfläche beschränken sollte: Bezug, Polsterung und tragende Konstruktion erfüllen jeweils eine eigene Aufgabe.
Materialien im Zusammenhang auswählen
Bei den Metalloberflächen führt Tiado neben Schwarz und Anthrazit auch Farbtöne wie Sand, Olive, Cream und Rust. Hinzu kommen unterschiedliche Holz- und Bezugsvarianten. Für eine Einrichtung eröffnet das mehrere Ansatzpunkte: Das Gestell kann eine vorhandene Holzart aufgreifen oder sich farblich an anderen Metallelementen im Raum orientieren. Der Bezug lässt sich davon unabhängig betrachten. Welche Kombination angeboten wird, ist jeweils am konkreten Modell zu prüfen.
Produkte von Tiado sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich. Die Tiado-Herstellerseite stellt eine Auswahl vor, darunter die Stuhlmodelle Apia, Ibiza, Koral und Padi. Das Nürnberger Unternehmen bietet zudem Beratung zu Maßen, Materialien und Funktionen an.
Für den Essplatz lohnt es sich, Tisch und Stühle gemeinsam zu betrachten. Neben der gewünschten Stofffarbe gehören die verfügbare Stellfläche, die Armlehnenhöhe und der Bewegungsraum hinter den Sitzplätzen zur Entscheidung. Die Varianten des Padi zeigen, wie unterschiedlich ein Polsterstuhl innerhalb derselben Modellfamilie ausfallen kann – und weshalb die Auswahl des Gestells früh in die Planung gehört.




















