(openPR) Individuelle Maße bestimmen, wie ein Schrank in den Raum passt. Bei SUDBROCK kommt eine weitere Gestaltungsebene hinzu: Furniere werden so verarbeitet, dass ihre Maserung über mehrere Fronten hinweg verläuft.
Nürnberg. Eine Schrankfront besteht häufig aus mehreren Türen, Klappen und Schubladen. Trotzdem kann sie ein zusammenhängendes Holzbild zeigen. Der Möbelhersteller SUDBROCK aus Rietberg-Bokel beschäftigt sich gezielt mit dieser Wirkung: Aufeinander abgestimmte Furniere führen die natürliche Zeichnung des Holzes über die Grenzen einzelner Elemente hinweg fort. So lässt sich Stauraum funktional unterteilen, während die geschlossene Front optisch als zusammenhängende Fläche erscheint. Gerade bei größeren Wohnmöbeln lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die Anordnung der Maserung.
Echtholzfurnier als bewusst gestaltete Oberfläche
SUDBROCK blickt auf eine Unternehmensgeschichte zurück, die 1922 begann. Zum Programm gehören unter anderem Wohnwände, Regale, Sideboards und Garderoben. Charakteristisch ist die Möglichkeit, Abmessungen und Oberflächen auf die jeweilige Einrichtung abzustimmen.
Bei den furnierten Ausführungen spielt die Verarbeitung dünner Echtholzschichten eine wesentliche Rolle. SUDBROCK nennt dafür eine Stärke von 0,5 bis 0,7 Millimetern. Als Trägermaterial verwendet das Unternehmen unter anderem Spanplatten. Für Käufer ist diese Unterscheidung hilfreich: Eine sichtbare natürliche Holzstruktur allein sagt noch nichts darüber aus, ob das gesamte Bauteil aus massivem Holz besteht. Bei Furnier liegt die gestalterisch ausgewählte Holzschicht auf einem tragenden Untergrund.
Entscheidend für das Erscheinungsbild ist, wie die Furniere ausgewählt und zusammengesetzt werden. Neben fortlaufenden Maserungen verarbeitet SUDBROCK auch sogenannte gestürzte Furniere. Dabei entstehen spiegelbildliche Zeichnungen. Die Holzoberfläche wird damit zu einem Bestandteil des Entwurfs: Ihre Linien können die horizontale Ausrichtung eines Sideboards betonen oder mehrere Frontteile visuell miteinander verbinden.
Maße, Aufteilung und Kanten gemeinsam betrachten
Das Systemprinzip ermöglicht unterschiedliche Kombinationen von Stauraum und offenen Bereichen. SUDBROCK bietet zudem Sondermaße außerhalb des jeweiligen Rastersystems an. Für die Planung bedeutet das, zunächst den vorhandenen Platz und die benötigten Funktionen zu klären: Was soll hinter Türen verschwinden, was offen zugänglich bleiben? Erst daraus ergibt sich eine sinnvolle Aufteilung der Front.
Ein Beispiel für die unterschiedlichen Möglichkeiten ist die Garderobenserie FOX. Bei ihr lassen sich Schränke, Paneele, Spiegel und Bänke anordnen und miteinander kombinieren. Im Eingangsbereich betrifft die Planung damit zugleich das Verstauen von Kleidung, das Ablegen kleiner Gegenstände und einen Sitzplatz zum Schuheanziehen. Produkte von SUDBROCK sind über die Raum & Form Seidel GmbH auf design-kiste.de erhältlich; dort werden auch individuelle Planungen der Wohnmöbel angeboten.
Zur Konstruktion gehören außerdem auf Gehrung gearbeitete Korpusse. Die Platten werden dabei im Winkel von 45 Grad zugeschnitten, angepasst und verleimt. SUDBROCK beschreibt das anschließende Nachschleifen von Hand als Teil der Verarbeitung. Solche Verbindungen beeinflussen die Wirkung der Kanten und die Übergänge zwischen benachbarten Elementen.
Fertigung in Rietberg-Bokel
Nach Unternehmensangaben reicht die Fertigung am Standort Rietberg-Bokel vom Rundholzeinkauf über die Produktionsschritte bis zur Endmontage. Scharniere und andere Metallbeschläge werden von spezialisierten Herstellern bezogen. Die dokumentierten Arbeitsabläufe zeigen sowohl maschinelle Bearbeitung, etwa mit einer Fünf-Achs-Fräse, als auch manuelle Tätigkeiten beim Zusammenfügen der Furniere und bei der Oberflächenkontrolle.
Für die Auswahl eines solchen Möbels gehören Grundriss und Oberflächenmuster deshalb zusammen. Die passenden Außenmaße lösen die räumliche Aufgabe; Frontaufteilung, Maserungsverlauf und Kanten bestimmen, wie die gesamte Zusammenstellung wahrgenommen wird. Wer diese Entscheidungen gemeinsam betrachtet, kann bereits in der Planung genauer beurteilen, welche Wirkung das spätere Möbel im Raum haben soll.














