(openPR) Verbindbare Polsterelemente, integrierte Ablagen und Ladeanschlüsse: Der italienische Hersteller Leyform entwickelt Sitzmöbel für Räume zwischen Ankommen, Warten und Begegnung. Die Kollektion Noà zeigt, wie unterschiedlich sich diese Aufgaben innerhalb eines Systems lösen lassen.
Nürnberg. Eine Sitzbank im Empfangsbereich muss andere Anforderungen erfüllen als ein Sofa für längere Gespräche. In einer Hotellobby können beide Funktionen auf wenigen Quadratmetern zusammenkommen. Leyform begegnet dieser Planungsaufgabe mit dem modularen Sitzprogramm Noà: Poufs, Sitze mit Rückenlehne und ergänzende Tische lassen sich zu unterschiedlichen Anordnungen verbinden. Entworfen wurde die Kollektion von Nicola Cacco – Plus Design für offene Eingangs-, Lounge- und Wartebereiche.
Vom Bürostuhl zur Einrichtung gemeinschaftlicher Räume
Das 1970 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz im italienischen Colle Umberto in der Provinz Treviso. Aus dem ursprünglichen Schwerpunkt auf Bürositzmöbeln entwickelte sich ein Sortiment, das auch Konferenz- und Mehrzweckräume, Empfangszonen und Wohnbereiche umfasst. Dazu gehören Drehstühle, stapelbare Stühle, Sitzbänke und Sofas.
Am Standort Colle Umberto werden Bürostühle, Objektstühle und Sofas für Wartebereiche hergestellt. Die Fertigung umfasst den Zuschnitt von Schaumstoffen, Leder und Stoffen sowie Nähen, Polstern, Montage, Prüfung und Verpackung. Damit gehören sowohl die Bearbeitung der Bezüge als auch der Zusammenbau der Sitzmöbel zu den dort angesiedelten Arbeitsschritten.
Noà: Die Anordnung beginnt beim einzelnen Element
Bei Noà bilden unterschiedlich große Polsterelemente die Grundlage. Sie können als offene Sitzfläche eingesetzt oder mit Rücken- und Ecklehnen ergänzt werden. Ein- und zweisitzige Ausführungen sind miteinander verbindbar. Freistehende, seitlich angeordnete oder vorgesetzte Tische erweitern die Zusammenstellung um Ablageflächen.
Für die Planung bedeutet das: Zunächst lässt sich bestimmen, wo Menschen einzeln warten und wo sie miteinander ins Gespräch kommen sollen. Daraus ergibt sich die Anordnung der Sitze. Auch die Position einer Ablage ist relevant – etwa wenn eine Tasche abgestellt oder ein Notebook genutzt werden soll.
Optional sind Schuko- und USB-C-Anschlüsse vorgesehen. Zur Materialauswahl gehören unter anderem Stoff-, Woll-, Leder- und Kunstlederbezüge; die Polsterung besteht aus Polyurethanschaum. Die Konstruktion ist vollständig zerlegbar. Laut Hersteller erleichtert dies die Wiederverwendung und das Recycling ihrer Bestandteile. Diese konkrete konstruktive Eigenschaft ist bei der Bewertung des Systems aussagekräftiger als ein allgemeines Umweltversprechen.
Gogo setzt auf gerundete Dreiecke
Einen anderen gestalterischen Ansatz verfolgt die Pouf-Familie Gogo. Ihre Grundform ist ein Dreieck mit gerundeten Ecken, dessen Kontur an vom Wasser geschliffene Kieselsteine erinnert. Verschiedene Größen und zwei Sitzhöhen ermöglichen unterschiedliche Gruppierungen in Lounges, Eingangsbereichen und informellen Besprechungszonen.
Während bei Noà die Verbindung einzelner Module im Mittelpunkt steht, prägen bei Gogo die Anordnung der einzelnen Körper und ihre Farbgebung das räumliche Bild. Für die Bezüge stehen unter anderem Leder, Kunstleder, Wollstoffe und schwer entflammbare Stoffvarianten zur Auswahl. Bei einer konkreten Planung sollten deshalb neben den Abmessungen auch die Eigenschaften des gewählten Bezugsmaterials geprüft werden.
Produkte von Leyform sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich. Auf der Leyform-Markenseite werden unter anderem Noa, Gogo, Alise, Lia und Ocean vorgestellt.
Die unterschiedlichen Programme machen deutlich, welche Entscheidungen einer Einrichtung vorausgehen: Wie verbindlich soll eine Sitzordnung sein? Wo werden Rückenlehnen gebraucht? Welche Flächen müssen frei bleiben? Wer diese Fragen früh klärt, kann Sitzmöbel gezielt nach ihrer Aufgabe im Raum auswählen.















