(openPR) Beim italienischen Hersteller Twils führen textile Gestaltung und Polsterhandwerk zu unterschiedlichen Bettentwürfen. Die Modelle Sail und Max Capitonné Alto zeigen, wie stark Kontur, Proportion und Verarbeitung die Wirkung im Schlafzimmer bestimmen.
Nürnberg. Ein geschwungenes Kopfteil, das an ein gespanntes Segel erinnert, oder eine hohe Fläche mit ausgearbeiteter Capitonné-Polsterung: Twils setzt bei seinen Betten auf deutlich unterschiedliche gestalterische Ansätze. Am Modell Sail von Ludovica und Roberto Palomba und am Max Capitonné Alto von Twilstudio lässt sich nachvollziehen, wie ein Kopfteil die Erscheinung des gesamten Bettes prägt. Für die Einrichtung lohnt sich deshalb ein Blick über die reine Liegefläche hinaus.
Vom Kissen zur Gestaltung von Betten und Sofas
Twils hat seinen Sitz in Cessalto in der italienischen Provinz Treviso. Die Familie Carnieletto begann mit der Herstellung von Kissen. Aus der Beschäftigung mit Stoffen und Polstertechniken entwickelte sich das Angebot an Betten und Sofas. Diese Herkunft erklärt, weshalb textile Oberflächen einen wesentlichen Ausgangspunkt der Gestaltung bilden. Das Unternehmen beschreibt seine Fertigung heute als Verbindung von handwerklicher Schneidertradition und industriellen Produktionsabläufen. Zu den eingesetzten Bezugsmaterialien gehören unter anderem Baumwolle, Leinen und Leder.
Für Käufer ergibt sich daraus eine konkrete gestalterische Aufgabe: Form und Bezug sollten gemeinsam betrachtet werden. Ein Stoffmuster allein zeigt noch nicht, wie eine große gepolsterte Fläche im Schlafzimmer wirkt. Ebenso wichtig sind die Gliederung des Kopfteils, seine Höhe und das Verhältnis zum Bettrahmen. Die beiden Bettentwürfe machen diese Zusammenhänge auf unterschiedliche Weise anschaulich.
Sail: Die Spannung eines Segels als Entwurfsidee
Ludovica und Roberto Palomba orientierten sich bei Sail an einem bestimmten Moment beim Segeln: Das Segel ist gespannt, ohne sich stark aufzublähen. Diese Geometrie übertrugen sie auf das Kopfteil. Dessen schlanke Kontur entwickelt sich nach oben und außen und gibt dem Bett eine leicht geschwungene Silhouette. Zusammen mit dem schmalen Bettrahmen entsteht eine vergleichsweise leichte Erscheinung.
Wie stark die Rahmenkonstruktion den Gesamteindruck beeinflusst, zeigt eine weitere Ausführung von Sail. Mit einem hohen, bis zum Boden reichenden Bettrahmen erhält das Modell mehr optisches Gewicht. Polsterung und Textil- oder Lederbezug nehmen dann einen größeren Teil der sichtbaren Fläche ein. Die Entscheidung zwischen diesen Ausführungen verändert somit die Präsenz des Bettes im Raum, obwohl die Entwurfsidee des Kopfteils erhalten bleibt.
Max Capitonné Alto: Handarbeit gibt der Fläche Struktur
Beim Max Capitonné Alto steht die gegliederte Polsterfläche im Mittelpunkt. Twils führt den Entwurf unter Twilstudio und hebt die handwerkliche Verarbeitung der Capitonné-Polsterung hervor. In der hohen Ausführung reicht das Kopfteil deutlich über die Kissen hinaus. Zugleich bleibt es vergleichsweise dünn. Auch die Proportionen des Bettrahmens sind darauf abgestimmt, die große Rückenfläche leichter erscheinen zu lassen.
Im Vergleich mit Sail wird der Unterschied der Gestaltungsmittel deutlich: Bei Sail bestimmt vor allem die geschwungene Außenkontur den Eindruck, beim Max Capitonné Alto die plastische Gliederung innerhalb der Fläche. Für eine Schlafzimmerplanung stellt sich damit die Frage, ob eine ruhige, zusammenhängende Form oder eine sichtbar strukturierte Polsterung den Raum prägen soll.
Bett und Raum gemeinsam betrachten
Produkte von Twils sind bei der Raum & Form Seidel GmbH über design-kiste.de erhältlich. Die dortige Twils-Markenseite stellt unter anderem Sail und Max Capitonné Alto sowie weitere Betten und Sofas des Herstellers vor.
Vor einer Auswahl empfiehlt es sich, neben den Außenmaßen auch die sichtbare Höhe des Kopfteils und die umgebende Wandfläche zu berücksichtigen. Nachttische, Leuchten und Fenster beeinflussen, wie die Proportionen wahrgenommen werden. Die beiden Modelle liefern dafür anschauliche Beispiele: Eine ähnliche Nutzung kann mit sehr unterschiedlichen Konturen und Oberflächen verbunden sein. Welche Ausführung passt, entscheidet sich deshalb auch am vorgesehenen Standort.
















