(openPR)
- Das Berliner Unternehmen ecopals stellt mit Simpal ein virtuelles Labor vor, das die Entwicklung neuer Materialien durch digitale Simulation entscheidend beschleunigt.
- Bis ein neuer Werkstoff erstmals industriell zum Einsatz kommt, vergehen oft bis zu 20 Jahre. Grund dafür sind teure und zeitintensive Testreihen.
- Simpal simuliert zentrale Materialeigenschaften wie Zugfestigkeit, Viskosität und thermisches Verhalten, bevor ein physischer Prototyp hergestellt wird.
- Die Technologie wird als skalierbare Cloud-Software für Unternehmen aus Branchen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Bauwirtschaft und Chemie bereitgestellt.
Berlin, 8. Oktober 2026. Das Berliner Deep-Tech-Unternehmen ecopals stellt mit Simpal ein virtuelles Labor vor, das die Materialentwicklung durch digitale Simulation entscheidend beschleunigt. Mit der Plattform lassen sich Materialrezepturen bereits vor aufwendigen Labortests digital untersuchen und hinsichtlich ihrer zu erwartenden Eigenschaften vergleichen.
Die Entwicklung neuer Materialien ist nach wie vor stark von physischen Experimenten geprägt. Häufig werden Tausende mögliche Rezepturen in Testreihen betrachtet, von denen aus Zeit- und Kostengründen nur ein begrenzter Teil tatsächlich im Labor getestet werden kann. Bis ein neuer Werkstoff erstmals industriell zum Einsatz kommt, können so bis zu 20 Jahre vergehen. Bereits eine einzige ungeeignete Rezeptur kann einen Entwicklungsprozess um mehrere Wochen verlängern und durch zusätzliche Testzyklen erhebliche Kosten verursachen.
Simpal löst dieses Problem und verlegt den Testprozess in den virtuellen Raum: Rezepturen, die früher zeitaufwendige Praxistests erforderten, werden nun von Anfang an per Software überprüft. Dafür verbindet die Plattform Multiskalen-Molekulardynamiksimulationen (MD) mit physikinformierten Machine-Learning-Modellen. So lassen sich etwa Materialeigenschaften wie Zugfestigkeit, Viskosität und thermisches Verhalten bereits vor der Herstellung eines physischen Prototyps simulieren. In der Materialwissenschaft, in der digitale Simulation bislang auf spezialisierte Anwendungen beschränkt ist, soll Simpal den rechnerischen Zugang zu solchen Verfahren nun breiter verfügbar machen.
Die Plattform soll Industrieunternehmen als skalierbare Cloud-Software zur Verfügung stehen. Anwender erhalten dadurch direkten Zugriff auf digitale Materialmodelle und Simulationsfunktionen, ohne dafür eine eigene Recheninfrastruktur aufbauen zu müssen.
Je komplexer ein Material und je größer die Zahl möglicher Rezepturen, desto aufwendiger wird die physische Erprobung. Simpal soll Unternehmen deshalb bereits in frühen Entwicklungsphasen helfen, Varianten digital zu untersuchen und die Zahl der anschließenden Labortests gezielt zu begrenzen.













