(openPR) Hamburg, 2. Oktober 2026 – Die DARESOURCING GmbH, Anbieter der ELOOP-Rücknahmetechnik und Betreiber der zugehörigen digitalen Plattform, bringt sich mit einer ergänzenden fachlichen Stellungnahme in die Diskussion um das geplante deutsche Textilgesetz ein. Das Unternehmen spricht sich dafür aus, Sammlung, industrielle Recyclingkapazitäten, digitale Nachweise und die Nachfrage nach recycelten Rohstoffen gemeinsam zu betrachten.
Das Eckpunktepapier des Bundesumweltministeriums vom 27. März 2026 sieht eine finanzielle Verantwortung der Hersteller für Sammlung, Beförderung, Sortierung und ordnungsgemäße Verwertung von Alttextilien vor. Die Eckpunkte beschreiben die vorgesehene Ausgestaltung des Systems; sie sind nicht mit einem bereits verabschiedeten Textilgesetz gleichzusetzen.
Nach Auffassung von DARESOURCING lässt sich aus einer hohen Sammelmenge allein noch nicht ableiten, wie viel Material tatsächlich erneut in Produkten eingesetzt wird. Dafür müssten Wiederverwendung, Recyclinginput, Prozessverluste, erzeugte Sekundärrohstoffe und deren weitere Verwendung nachvollziehbar unterschieden werden.
Digitale Erfassung beginnt am Sammelcontainer
Mit ELOOP hat DARESOURCING bereits einen digital gesteuerten Textilsammelcontainer mit App-Anbindung und einer zugehörigen Backend-Umgebung entwickelt. Das System verbindet die physische Rückgabe mit digitaler Zugangskontrolle und Datenerfassung. Je nach Konfiguration gehören dazu der Zugang über App, QR-Code oder RFID sowie Füllstands-, Gewichts- und Statusinformationen. Rückgabeereignisse lassen sich Sammelpunkten und verfügbaren Produktinformationen zuordnen.
Kommunen, Unternehmen und Sammelbetreiber können die Rücknahmetechnik und die zugehörigen digitalen Funktionen über DARESOURCING in ihre Prozesse einbinden. Berechtigte Anwender erhalten Zugang zu den projektbezogen erfassten Informationen, etwa für Standortauswertungen, Leerungsplanung und die Dokumentation von Rückgaben.
DARESOURCING stellt dabei die technische Rücknahme- und Dateninfrastruktur bereit. Leerung, Transport, Sortierung und Recycling bleiben Aufgaben der jeweils eingebundenen Betreiber und Fachunternehmen. Die Erfassung eines Einwurfs belegt zunächst die Rückgabe – noch nicht dessen anschließendes Recycling. Für weitergehende Nachweise müssen die tatsächlichen Verarbeitungsschritte und Ergebnisse durch die beteiligten Unternehmen dokumentiert werden.
Von der Sammlung bis zurück in die Produktion
Eine zentrale Herausforderung liegt aus Sicht des Unternehmens darin, die einzelnen Prozessstufen technisch und wirtschaftlich miteinander zu verbinden. Nicht jede mechanische Aufbereitung erzeugt automatisch Fasern, die anschließend wieder zu Garn versponnen werden können. Materialzusammensetzung, Faserlänge, Verunreinigungen und die Anforderungen an das neue Produkt beeinflussen den möglichen Verarbeitungsweg.
Ebenso sei zwischen der allgemeinen Kapazität einer Anlage und ihrer tatsächlichen Eignung und Verfügbarkeit für bestimmte zurückgeführte Textilien zu unterscheiden. Eine Reißerei benötigt passende Abnehmer für ihre Fasern; eine Spinnerei braucht geeignete Ausgangsmaterialien und Nachfrage nach den daraus hergestellten Garnen.
DARESOURCING regt deshalb an, neben Sammelmengen auch die verfügbaren Sortier-, Vorbehandlungs-, Recycling- und Spinnereikapazitäten sowie konkrete Absatzwege zu berücksichtigen. Tragfähige Kleidung zur Wiederverwendung, Materialien für Textile-to-Textile-Recycling und geeignete Fraktionen für andere industrielle Anwendungen sollten dabei getrennt ausgewiesen werden.
Investitionen und Rohstoffnachfrage müssen zusammenpassen
Die Größenordnung des Ausbaubedarfs veranschaulicht eine Branchenmodellierung von Boston Consulting Group und ReHubs. Für einen europäischen Ausbaupfad bis 2035 beziffert sie die zusätzlichen Investitionen auf rund acht bis elf Milliarden Euro. Das untersuchte Szenario sieht eine Größenordnung von rund 2,7 Millionen Tonnen jährlich dem Textile-to-Textile-Recycling zugeführter Textilien vor. Diese Menge ist nicht mit dem späteren Output verkaufsfähiger Fasern oder Garne gleichzusetzen. Die Studie verweist zudem auf industrielle Investitionszyklen von häufig fünf Jahren oder länger. Es handelt sich um ein modelliertes europäisches Szenario, nicht um eine amtliche deutsche Bedarfsfeststellung oder bereits zugesagte Fördermittel.
DARESOURCING spricht sich dafür aus, sowohl neue Anlagen als auch die Modernisierung und Umrüstung bestehender Betriebe zu betrachten. Ergänzend sollten wirtschaftliche Anreize für den nachweisbaren Einsatz textiler Recyclingfasern und -garne untersucht werden. Der Einkauf oder die Einlagerung eines Materials dürfe dabei nicht mit dessen tatsächlicher Verarbeitung in einem neuen Produkt gleichgesetzt werden.
Rücknahmedaten mit Verarbeitung und Absatz verbinden
Als Weiterentwicklung von ELOOP befindet sich eine Plattformanbindung in Entwicklung, über die verfügbare textile Materialien, aufbereitete Fasern und Garne mit Beschaffungs- und Absatzprozessen verknüpft werden sollen. Vorgesehen ist, vorhandene Rücknahmeinformationen mit später bestätigten Chargen-, Qualitäts- und Verarbeitungsdaten zusammenzuführen.
Damit sollen Anbieter und Abnehmer künftig besser nachvollziehen können, welches Material verfügbar ist, welche Verarbeitungsschritte dokumentiert wurden und für welche Anwendungen es infrage kommt. Die geplante Erweiterung ist von den bereits entwickelten Funktionen der Rücknahmetechnik und Datenerfassung zu unterscheiden.
Auch bei digitalen Nachweisen bleibt nach Auffassung des Unternehmens die Qualität der zugrunde liegenden Informationen entscheidend. Lagerbestände, Transporte, Recyclinginput, erzeugte Materialien und deren erneuter Einsatz müssten voneinander abgegrenzt werden. Dieselbe Materialmenge dürfe nicht mehrfach als eigenständiger Kreislauferfolg gezählt werden. Aussagen über CO₂-Einsparungen erfordern darüber hinaus eine nachvollziehbare Berechnung mit geeigneten Vergleichs- und Prozessdaten.
„Der industrielle Kreislauf ist nicht mit dem Einwurf in den Container abgeschlossen. Er setzt sich erst mit der geeigneten Verarbeitung und dem tatsächlichen erneuten Produkteinsatz fort“, erklärt David Ellmer, Geschäftsführer der DARESOURCING GmbH.
Über DARESOURCING
Die DARESOURCING GmbH mit Sitz in Hamburg ist in der Textilproduktion sowie in der Entwicklung digitaler Rücknahme- und Datensysteme tätig. Das Unternehmen bietet die ELOOP-Rücknahmetechnik an und betreibt die zugehörige digitale Plattform. ELOOP verbindet Sammelcontainer, digitale Rückgabeerfassung und projektbezogene Datenfunktionen als Ergänzung zu bestehenden Sammel-, Logistik- und Verwertungsprozessen.













